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Jugend als Hoffnung der Nation

Schnappfisch-1751Es gab Zeiten, da war die Jugend das wichtigste, was es zu schützen und zu behüten gab. Alle Zeit und Energie galt den Hoffnungsträgern der nächsten Generation. Nun leben wir in Zeiten, welche diese Sichtweise trübt. Die Jugendarbeitslosigkeit in der EU hat Spitzenwerte erreicht. Die Top10 der 28 Mitgliedsstaaten liegen alle über 25%, trauriger Spitzenreiter Griechenland bei fast 60%!

Der Globalstratege der USA, Zbigniew Brzeziński, hat bereits Ende des letzten Jahrhunderts prognostiziert, dass zukünftig 20% der Bevölkerung ausreichen, um den Rest mit Waren und Dienstleistungen zu versorgen. Die restlichen 80% leben dann von Transferleistungen. Damit diese 80% nicht in Frustration über ihre Untätigkeit versinken und sich etwa die Frage nach dem Sinn des Lebens stellen, hat er den Begriff des Tittytainments ins Spiel gebracht – eine Wortbildung aus dem Englischen titty (Slang für Busen) und entertainment (Unterhaltung).

Wenn man diesem Globalstrategen der neuen Weltordnung folgt, befinden wir uns auf gutem Wege, seine Prognosen Wirklichkeit werden zu lassen. Da in Griechenland es ja nicht nur Jugendliche gibt, die arbeitslos sind, dürfte die Zielerreichung unmittelbar bevor stehen.

Das Problem mit der aufkommenden Frustration scheint man ebenso, durch die wachsende Abhängigkeit der Jugendlichen mittels Transferleistungen, im Griff zu haben. Auch bei Jugendlichen gerne zur Zerstreuung genommen ist das allgegenwärtige Smartphone, dass den Lippenstift in der Handtasche als wichtigstes Utensil schon längst hinter sich gelassen hat.

Ich möchte dabei nicht das Ergebnis einer Umfrage wissen, wenn nach den wichtigsten Gegenständen gefragt wird, welche Jugendliche mit auf eine einsame Insel nehmen. Das Smartphone ist gewiss unter den Top5. Wenn dann noch ein Stromgenerator und ein Mobilfunknetz unter den Top5 ist, dann passt das ja im Ansatz.

Wäre die Situation nicht so bitter, könnte man mit diesem Klischee enden. Es ist leider so, dass die Motivation zum Lernen durch die Arbeitslosigkeit in der Jugend bereits im Keim erstickt. Die spätere Hoffnung das Rückgrat der Nation zu werden, ist als gering an zu sehen. Nur sehr wenige schaffen es unter diesen erschwerten Bedingungen überhaupt noch in der Gesellschaft Fuß zu fassen – zu viele lassen sich von extremistischen Gedanken infiltrieren und kommen auf die schiefe Bahn. Auch hier könnte man mit Verweis auf die neuen Richtlinien darauf verweisen, dass die Schattenwirtschaft ja zukünftig auch zum BIP beiträgt, aber das wäre in der Situation bereits zynisch.

Es bleibt der Appell an alle Jugendlichen und auch an deren Eltern, das Geschick der Zukunft auf demokratische Art und Weise zu lösen: „Arrangiert Euch!“ kann dabei nicht die Parole sein.

Ist man einmal in dem Teufelskreis der Arbeitslosigkeit, und der damit verbundenen staatlichen Abhängigkeit, gefangen, gibt es wenige Wege hinaus. Diese Weisheit kann in Deutschland nahezu jeder Harz4-Empfänger bestätigen. Wer also aus seinem Leben etwas machen möchte, und nicht dem täglichen, für ihn bestimmten, Tittytainment folgen will, muss jetzt handeln!

Ich bin zu tiefst davon überzeugt, dass 80% der Menschen nicht das für sie – von irgendwelchen Globalstrategen – vorgezeichnete Leben führen wollen, das kein Leben ist, sondern ein vegetieren. Ich bin zu tiefst davon überzeugt, dass Menschsein nicht nur Dasein bedeutet, sondern auch Würde und Kreativität, verbunden mit dem Willen etwas zu Hinterlassen, dass Spuren seines individuellen Lebens zeigt.

Ich bin aber ebenso überzeugt davon, dass man diesen Impuls, dieses Mensch-Werden, auch abstumpfen kann, so dass irgendwann davon nichts mehr vorhanden ist. Es liegt aber an jedem Selbst, ob man es zulässt.

Carpe diem – Nutze den Tag!

Nachtrag: Wer den Gedankengängen eines Zbigniew Brzeziński und seiner Vision einer neuen Weltordnung folgen möchte, sei auf sein Buch „DIE EINZIGE WELTMACHT – Amerikas Strategie der Vorherrschaft“ verwiesen, auf das ich zuletzt in dem Beitrag Fassungslosigkeit eingegangen bin. Wer ein kurze Zusammenfassung in Verbindung mit dem Ukraine-Konflikt wünscht, kann auch auf die Buchauszüge und Darstellung von zurück greifen.
Nur Wissen hilft dieser Tage, dazu ist Lesen und Denken aber Voraussetzung!

Nachtrag2: In einem interessanten Beitrag habe ich einen Grund gefunden, wieso unsere Jugend kaum noch handlungsfähig ist. Wie es zu dieser Instrumentalisierung kommen konnte, motiviert dieser Beitrag. Wer es etwas ausführlicher wissen will, dem sei die „Hohle Idole“-Studie nahe gelegt…
Wie immer gilt auch hier, erst wenn man sich der (Fremd-)Steuerung bewusst wird, kann man ihr begegnen!

Ro!and
Über Ro!and (353 Artikel)
Auf den Punkt zu bringen, wer man ist, fällt weitaus schwerer, als andere in eine Schublade zu stecken ;-) Im Kern bin ich freiheitsliebend, querdenkend und gerne auch mal (benimm-)regelverstoßend. Ansonsten ganz "normal".
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1 Kommentar zu Jugend als Hoffnung der Nation

  1. Ich möchte nur noch nachschicken, dass ich die emotionalen Aspekte bei dem Vergleich mit der einsamen Insel bezüglich Handy in den Top5 durchaus würdige. Unvergessen sind die Szenen von Tom Hanks in Cast-away, wo er den Ball zur Person macht.
    Was mich aber verstört ist, dass wir ohne äußeren Druck diese Personifizierung bereits heute in Form des Handys haben.

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