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Der rechte Verstand

Kretschmann3Sobald in Zeiten des Wahlkampfs die Alternative für Deutschland (AfD) zur Sprache kommt, ist es schnell vorbei mit dem Demokratieverständnis. Die Grünen und die SPD tun sich hier besonders hervor, wenn es darum geht, möglichst viele Steine dem politischen Gegner in den Weg zu werfen.

Die Absage der vom SWR geplanten TV-Elefantenrunde drei Tage vor dem Landtagswahltermin am 13. März 2016 war bereits in diesem Beitrag Thema, verbunden mit dem Appell, zukünftig kein Geld mehr der staatlichen Propaganda zukommen zu lassen (Petition zum Mitzeichnen). Jetzt meldet sich auch der SWR-Chefredakteur Fritz Frey zu Wort und kritisiert das Demokratieverständnis der „Schönwetterdemokraten“ um CDU, SPD und Grüne.

Gerade bei den Grünen sieht man einmal mehr, welche Denke in deren Gehirnwindungen verzweifelt nach einem Ausgang sucht. So stellt Hr. Frey zu recht fest:

Die Partei (die Grünen) habe bei der Landtagswahl 2011 in Rheinland-Pfalz davon profitiert, dass auch Parteien in die Sendung eingeladen waren, die nicht im Parlament vertreten waren. „Wenn dieselbe Partei heute sagt, wir haben zwar damals von diesem Prinzip profitiert, aber heute sind wir gegen dieses Prinzip, weil es dem politischen Konkurrenten nutzt, dann ist das mehr als nur ironisch.“

Ich verfolge ja auch seit einiger Zeit die Querelen der AfD mit den Rot-Grünen hier in Karlsruhe. Kaum hat die AfD ein passendes Lokal gefunden, um die Bürger zu einem Themenabend einzuladen, schon starten Rot-Grün einen „social“-Feldzug, welcher den Betreiber der Lokalität dazu veranlasst, von seiner Zusage wieder Abstand zu nehmen.

So war es bei dem letzten Termin der AfD mit der Buchung im Badisch-Brauhaus nicht anders. Hier war der Grüne Jörg Rupp wieder aktiv, als er auf Twitter folgendes abließ:

“Jörg Rupp @JoergRupp: AfD will am 13.1. im @karlsruher Brauhaus gastieren. Das Brauhaus freut sich sicher über Rückmeldung dazu http://www.badisch-brauhaus.de/  #nonazis”

Jörg Rupp hat dabei ausreichend Twitter-Erfahrungen. Hat er es mit einem Tweet zur FDP-Spitzenkandidatin Katja Suding doch bereits bis in die Mainstreammedien geschafft:

„muss man sich mal vorstellen: mit Titten und Beinen anstatt Inhalten. #fassungslos #fdp“

Zu diesem Zeitpunkt war Hr. Rupp noch Mitglied des Grünen-Landesvorstandes von Baden-Württemberg – jener Partei, die (noch) den Ministerpräsidenten im Lande stellt. Was mich bei Hr. Rupp fassungslos macht ist der Umstand, dass seine Kinder in einer privaten Schule sind, in der die nichtdirektive Erziehung gelebt wird, er selbst jedoch dem Grundsatz völlig zuwider handelt. Hier fehlt es wohl noch an dem rechten Verstand!?

Nachdem es die AfD diesmal tatsächlich geschafft hat, Ausweichräumlichkeiten zu finden, war es für mich an der Zeit, mir selbst ein Bild der Lage zu machen. Kurzerhand beschloss ich am Mittwoch zu der Veranstaltung zu gehen, zumal der Titel „Bildung statt Ideologie“ ganz auf meiner Wellenlänge lag.

Bereits im Vorfeld schob sich ein ungutes Gefühl ein, soviel Vorarbeit hatten die Medien und die politischen Vertreter also bereits geschafft. Nachdem ich jedoch den Entschluss gefasst hatte, ging ich auch zu dieser Veranstaltung der AfD hin. Der Eingang war mit Security-Leuten besetzt, was mich nicht wunderte. Der Andrang im Raum war entsprechend groß – schätzungsweise 80-100 Bürger/innen haben sich eingefunden. Die meisten würde ich bereits im Rentenalter verorten. Inwieweit diese noch von dem Bildungsthema in den Schulen betroffen sind, erschloss sich mir nicht. Ich schätze, dass kaum mehr als 10 Personen überhaupt Kinder im Schulalter hat, die von der Grün-Roten Bildungspolitik betroffen sind.

Was mich besonders störte, war ein Filmteam des SWR. Bereits im Vorfeld der Vorträge gingen diese herum und bettelten schleimig um Interviews. Bei der Vorstellung der Wahlkandidaten machten sie noch einige Einstellungen. Zum eigentlichen Vortrag waren sie schon längst wieder weg.

Der in der SWR-Landesschau ausgestrahlte Beitrag „Schwimmen auf der Angstwelle?“ spricht dann auch Bände. Beginnt der Einspieler bereits mit den Worten:

Hier findet man sie vermutlich, die 10% die der AfD ihre Stimme geben.

Allein die Unterstellung macht jedem Zuschauer doch klar: „Spiele nicht mit den Schmuddelkindern.“
Wer traut sich da noch, unbefangen zu einer AfD-Veranstaltung zu gehen, um sich einfach deren Programm anzuhören? Dabei ist es doch gerade ein Prinzip der Aufklärung, sich seine eigene Meinung zu bilden, statt diese vom SWR vorgegeben zu bekommen!

Weiter geht der SWR-Beitrag dann mit den Worten:

Eigentlich steht Bildungspolitik auf dem Programm aber die Menschen hier bewegt vor allem das Thema Flüchtlinge.

Das finde ich schon mal sehr interessant, gerade weil man nicht die Fragen an die Interviewpartner eingespielt hat, sondern nur deren Antworten. Vor allem aber, da man nur die ersten 15 Minuten des Vortrags anwesend war, die zwei Stunden, bei denen es um Bildungspolitik ging, war man längst dabei, das Bildmaterial entsprechen zu schneiden.

So verwundert auch nicht, dass in dem Beitrag der Vorwurf „rechtspopulistisch“ fallen muss, um dann festzustellen, dass die AfD sich von der Anti-EURO-Partei zur Anti-Flüchtlings/Anti-Einwanderungs-Partei gewandelt habe, die Stimmungen gezielt aufnimmt.

Fakt ist, dass die beiden Vertreter von KA-Stadt die Ereignisse um die Silvesternacht in Köln aufgenommen haben. Für jemanden, der seine Informationen nicht ausschließlich der Mainstream-Presse entnimmt, sondern auch die alternativen Medien nutzt, war darin aber nichts Neues zu entdecken.

Erler_Gisela-die-gruene-gallionsfigurBeim eigentlichen Vortrag zur Bildungspolitik, hätte ich mir mehr Raum für konkrete Vorschläge der AfD gewünscht. Deren Alternativ-Konzept kam nur am Rande vor – der Großteil des Vortrags konzentrierte sich darauf, den neuen Bildungsplan der Grün-Roten Landesregierung offen zu legen, was dem Referenten, Rainer Balzer, auch sehr pointiert gelang. Das ich selbst kein Freund des neuen Bildungsplans bin, habe ich bereits vor knapp einem Jahr in dem Beitrag „Neuer Schulstoff sorgt für Sprengstoff“ öffentlich gemacht. Die besonders pointierten Bildungsbeispiele der Frühsexualisierung bedienten sich nach meiner Einschätzung eher internen Quellen, sind daher nur schwer recherchierbar. Falls Hr. Balzer mir hier noch die Quellen zukommen lässt, werde ich diese gerne hier verlinken.

Der AfD nun rechtsradikales Gedankengut vorzuwerfen, kann ich nach diesem Eindruck nicht bestätigen. Auch nachdem ich deren Programm zur Landtagswahl gelesen habe, finde ich darin nichts demokratieschädigendes. Gerne hätte ich beim Vortrag mehr davon erfahren, wie ihr Alternativprogramm konkret aussieht – zu oft hörte ich zwischen den Zeilen, man wolle die Zeit wieder um 5-10 Jahre zurückdrehen. Das verwundert auch nicht, kommen die meisten AfD-Mitglieder, die politische Ämter bekleiden, aus der CDU.

Was mich aber am meisten ärgerte, war die tendenziöse Berichterstattung des SWR. Mir drängt sich der Verdacht auf, dass man ein paar freie Mitarbeiter zu der Veranstaltung geschickt hat, mit der klaren Maßgabe, welche Bilder/Einstellungen man von dort erwartet. Diese Erfüllungsgehilfen lieferten dann das Rohmaterial ab und der SWR schnitt die Einstellungen passend für sich zusammen und unterlegte den Film mit der gewünschten Aussage. So nimmt es nicht Wunder, dass gerade die Zuhörer in Großaufnahme dargestellt wurden, welche gewisse Assoziationen zum Dritten Reich fördern – auch wenn es nur die Frisur ist. Man führe sich hierzu einfach mal die Schusseinstellung von Minute 2:19 bis 2:22 vor Augen (-> Link zur Sendung)!

Schaut man sich den jüngsten Fall vom Wochenende an, welcher heute vom Polizeipräsidium Karlsruhe veröffentlicht wurde, beschleicht einem das Gefühl, dass unsere öffentlich-rechtlichen Medien bereits ganze Arbeit geleistet haben:

POL-KA: (KA) Karlsruhe: Plakataufsteller wird Opfer eines bewaffneten Angriffs / Polizei sucht Zeugen

Karlsruhe (ots) – Am Samstagabend, kurz vor 21.00 Uhr, wurde ein 36-jähriger Mann, welcher gerade im Begriff war im Bereich der Rembrandstraße in Neureut Wahlplakate der AfD aufzustellen, Opfer eines zunächst verbalen, dann bewaffneten Angriffs. Der Plakataufsteller wurde hierbei von einem unbekannten Mann unflätig angesprochen. Danach begab sich der Aufsteller zu seinem Pkw und setze sich hinters Steuer. Zeitgleich hatte sich der unbekannte Aggressor auf die Beifahrerseite begeben, holte etwas aus seiner Tasche und hielt diesen Gegenstand in die Richtung des 36 Jahre alten Mannes. Kurz darauf hörte der Geschädigte einen blechernen Knall und musste feststelle, dass die Beifahrerscheibe seines Pkw daraufhin zersprungen war. Als ihm dann noch gewahr wurde, dass es sich bei dem Gegenstand um eine kleinere Pistole handelte, flüchtete er unverletzt mit seinem Fahrzeug einige Straßen weiter, um schließlich die Polizei zu verständigen. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen verliefen bislang ohne Erfolg. Eine kriminaltechnische Untersuchung des beschädigten Pkw erfolgt noch im Laufe des Tages. Die Polizei bittet Zeugen sich unter der Rufnummer 0721/939-5555 an den Kriminaldauerdienst zu wenden.

Der Täter kann wie folgt beschrieben werden: Männlich, geschätztes Alter von ca. 20 – 25 Jahren, ca. 180-185 cm groß, trug Kopfbedeckung und schwarzes Halstuch mit einem weißen Muster vor Mund- und Nasenpartie, trug eine grüne Jacke (vermutlich Parka) mit Camouflage-Muster, führte dunkle kleinere Pistole mit sich, fuhr ein dunkles Mountainbike mit leicht schräger Querstange und Gepäckträger.

GEZ Beitragsservice Zeichen setzen Petition RStV-072dpiDie eigenen Erfahrung der letzten Tage um das schwindende Demokratieverständnis hat wohl dazu beigetragen, eine Petition zu starten, um den Rundfunkstaatsvertrag zu kündigen. Gerne können Sie hier die Petition mitzeichnen.

Ansonsten kann ich nur jedem empfehlen, sich nicht auf die „Erfahrungen“ anderer bei der Wahl am 13. März 2016 zu verlassen oder gar auf die Stimmungsmache in den öffentlich-rechtlichen, sondern sich ein eigenes Bild zu verschaffen. Keinem ist gedient, wenn man einfach nur aus einer Stimmung heraus seine Stimme vergibt, egal ob der AfD oder einer anderen Partei.

Die reinste Form des Wahnsinns ist es,
alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen,
dass sich etwas ändert.
(Albert Einstein)

Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort,
aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

(Konfuzius)

Ro!and
Über Ro!and (351 Artikel)
Auf den Punkt zu bringen, wer man ist, fällt weitaus schwerer, als andere in eine Schublade zu stecken ;-) Im Kern bin ich freiheitsliebend, querdenkend und gerne auch mal (benimm-)regelverstoßend. Ansonsten ganz "normal".
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8 Kommentare zu Der rechte Verstand

  1. Hallo Roland, erinnern Sie sich noch, als wir einmal über einen Ihrer Artikel in einen Dialog kamen,…

    http://www.schnappfischkapitalismus.de/2014/04/warum-ein-wkiii-unwahrscheinlich-ist/

    …und ich meinte, daß der Krieg vom Unbewußten her eingeleitet werden würde, indem das Unbewußte, die Bewußtheit einfach umgehen würde, was zu nicht nachvollziehbaren Entscheidungen führen, und dann in den Krieg steuern würde?

    Ich will jetzt wirklich nicht rechthaberisch sein, obwohl ich das auch manchmal bin, und sagen,… habe ich es nicht immer gesagt,…, aber passend zu ihrem jetzigen Artikel,…möchte ich Sie fragen, wird das nicht alles immer wahnsinniger gerade, und ist von der Vernunft einfach nicht mehr nachvollziehbar was die da machen?

    Man mag es nicht glauben, aber es ist so. Sie steuern Schritt für Schritt immer mehr in die Katastrophe, nicht merkend, daß sie selbst dafür verantwortlich sind. Sondern um der eigenen Verantwortlichkeit zu entgehen, projizieren sie die Krise immer ins Außen, und meinen wirklich, daß sie die Opfer und nicht die Erzeuger der Krise sind.

    Ich finde, man kann das nicht mehr anders als mit Wahnsinn beschreiben. Und zwar nicht im Gleichnishaften Sinne, sondern in echt. Wahnsinn. Und kann man diesen Wahnsinn nicht auch langsam wirklich in deren Gesichtern erkennen?

    Schöne Grüße

    • Ja natürlich erinnere ich mich an unserem angenehmen Disput!
      In der Tat kommt allmählich die „geistige Fratze“ zum Vorschein, die jenseits jeder Vernunft steht. In dem Gedankengefängnis mögen sich jene noch ihre Aktionen als Gut und Nötig erachten, stets einen Vergleich parat dessen Zeit sie nur aus den Geschichtsbüchern kennen. Das diese Bücher die Märchen der Mächtigen sind, wird ihnen erst klar, wenn sie beginnen Dinge zu hinterfragen.
      Es ist für mich immer wieder ein Wunder, dass es noch so ruhig zugeht. Zu viele Ängste sind in der breiten Bevölkerung vorhanden das festzuhalten, für das sie so hart gearbeitet haben. Besitz – und sei er noch so überflüssig – macht gefüge, so scheint mir.
      Ich habe gestern nach Monaten wieder Lust auf einen Film gehabt und habe „Konfuzius“ angesehen. Unglaublich, wie weit Konfuzius vor 2.500 Jahren war, einen modernen Staat zu begründen und wie kläglich er dann doch gescheitert ist durch die Ängste und Sorgen seines Königs. Ich weiß nicht, wieviele Iterationen wir noch brauchen um endlich anzukommen. Solange wir aber nicht an der Bildung ab der Geburt anfangen, ein Bild zu formen, welches den Menschen als ganzes sieht und nicht die isolierten Teile, die man optimieren muss um besser zu sein als andere, werden wir wohl noch einige Auftritte auf diesem Holodeck haben.

      Von daher lieber Argonautiker lehnen wir uns zurück, beobachten das Schauspiel und machen uns unsere Gedanken. Vielleicht springt uns plötzlich die Lösung vom Unterbewussten ins Bewusste und … ja und… heureka!

      /Nachtrag:
      Ich mag den Kommentar nicht ohne ein paar Worte von Konfuzius beenden.
      „Wenn über das Grundsätzliche keine Einigkeit besteht, ist es sinnlos, miteinander Pläne zu machen.“
      „Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln: durch Nachdenken ist der edelste, durch Nachahmen der einfachste, durch Erfahrung der bitterste.“
      „Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen.“

      und zu guter letzt: „Der sittliche Mensch liebt seine Seele, der gewöhnliche sein Eigentum.“

    • Ich will jetzt wirklich nicht rechthaberisch sein, obwohl ich das auch manchmal bin, und sagen,… habe ich es nicht immer gesagt,…,

      Apropos „Besserwisser“: ich gehe immer noch nicht von einem WKIII aus, so wie wir ihn aus Nr. I und II kennen. Viel eher rechne ich mit etwas, was man am ehesten mit einem Bürgerkrieg vergleichen kann.

      Auszug aus dem Dreiteiler:

      Längst hatte sich fernab der Anstaltsmauern ein Sturm entladen, der schon seit langem – jedoch nur sehr zurückhaltend wahrnehmbar – tobte. Es ist gar nicht mehr auszumachen, was letztendlich der Auslöser war, zu viel wirkte zeitgleich. So machten sich auch Historiker mit unterschiedlichen Sichtweisen heran, die Zeit zu (er-)klären. Für die einen war der Auslöser die stetig steigende Zinslast der Staaten durch ihre Staatsverschuldung, welche irgendwann mehr als die Hälfte der Staatseinnahmen verschlang. Diese Staatspleite glich einem Dominospiel. Einmal angestoßen begann die zerstörerische Welle sich über alle Länder auszubreiten, waren sie doch längst alle wirtschaftlich voneinander abhängig.

      Andere Historiker wiederum sahen die Zuspitzung der Lage in den fortwährenden Kriegen, geführt durch die USA, um sich der schwindenden Rohstoffe zu bemächtigen. Wiederum andere sahen die ausufernden Flüchtlingsströme – die Folgeerscheinung der andauernden Kriege – als Grund, der das Fass zum Überlaufen brachte.

      Und noch mindestens fünf weitere Thesen, wie den Individualismus in der Gesellschaft oder der zunehmende Extremismus und weitere ‚-ismen‘ wurden von den Geschichtsschreibern ins Feld geführt. Sie mühten sich, die Geschehnisse in ein Licht zu rücken, damit die Folgegenerationen den Verstand dieser Tage einst erfassen sollten. Sodass zukünftig nicht die Gier, sondern die Vernunft das Geschehen bestimmt!

  2. Ich denke auch, daß es über den Bürgerkrieg gehen wird, allerdings glaube ich nicht, daß es damit zu Ende sein wird. Die Menschen, die das Wirrwar gerade erzeugen, können ohne Machtpositionen nicht sein, weil sie selbst Inhaltslos sind, deshalb brauchen sie die Machpositionen um sich von den Inhaltsvollen nähren zu können, also werden sie diese Positionen der Macht zu erhalten suchen. Deshalb denke ich, werden sie den Menschen in einem Bürgerkrieg nicht die Macht überlassen, sondern sie lediglich zulassen und diese Wut dann gegen Andere zu Kanalisieren suchen, so wie es Manipulatoren nun mal machen.

    Kleinere Staaten werden mit so einem aufstehenden Volk nicht fertig, aber Rußland ist ein anderes Kaliber. Wenn ich es also konkretisieren sollte, würde ich sagen, ich denke, daß man in Rußland eine Revolution anzetteln wird, und das Rußland dann, um das nicht einreißen zu lassen, einen Krieg beginnen wird. Und ich glaube, daß das nicht mehr so weit entfernt ist.

    Ich schätze, daß es schon bald, vielleicht sogar schon Ende Februar zu Unruhen in Rußland kommen könnte. Aber schauen wir mal.

    Ich mag Kung Tse auch. Lao Tse aber lieber. Das verhält sich bei mir so ungefähr wie Aristoteles zu Sokrates, da ist wahrscheinlich auch Aristoteles der berühmtere, und da mag ich auch Sokrates mehr. Liä Dsi wäre da auch eine Empfehlung, an einen Liebhaber der Chinesischen Philosophie, wenn Sie ihn nicht eh schon kennen. Oder das Buch vom Quellenden Urgrund, da ist der Autor glaube ich unbekannt, bin mir aber nicht sicher.

    • Liä Dsi sagt mir nichts, werde mich morgen dazu aufschlauen.
      Uns wird nichts anderes übrig bleiben, als wie Wasser zu werden. Bis dahin werde ich mich noch etwas dem Zanshin widmen, da wartet auf mich noch einiges entdeckt zu werden.

  3. Habe da in der Erinnerung zwei Sachen vermischt.

    Liä Dsi hat „Das Wahre Buch vom quellenden Urgrund“ geschrieben.
    isbn: 3-424-00628-9

    Das Andere war von Hua-Shu und heißt, „das Buch des Verwandelns“,

    Das war allerdings aus einem Antiquariat, und schon so alt, und zerfleddert, da habe ich keine isbn, oder Verlagsinformationen.

  4. Herz-Danke für diesen interessanten Aus-Tausch!
    https://de.wikipedia.org/wiki/Dao
    und
    https://de.wikipedia.org/wiki/Chinesische_Malerei
    wieder gefunden…
    Dao~dauernd~geh-lassen-bleibend…
    😉

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