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Gedanken einer bewegten Zeit

Gedanken kommen vom Denken, vom Nachdenken. Wir denken zurück an vergangene Tage und fragen uns, wohin uns die Zukunft führen mag. Es sind die Erfahrungen vergangener Tage und die Sorge der nahen Zukunft, welche uns zum Nachdenken bringen. Wir schöpfen nahezu alle Gedanken aus der Vergangenheit, unfähig jedoch, diese in die Zukunft zu tragen.

Dabei spielen unsere Gedanken uns zuweilen einen Streich. Sie wollen uns Glauben machen, dass unsere Gedanken alleine ausreichen, die Zukunft zu gestalten. Wir müssen nur fest an etwas glauben, dann wird das was. Wie soll das aber gehen, unter sieben Milliarden Gedanken die Zukunft betreffend, in denen unzählige widersprüchliche Gedanken enthalten sind?

Arbeit Gefangen Zaun HoffnungFür unsere politischen Vor-Denker ist dieses Argument Herausforderung und Ansporn zugleich. Mit immer ausgefeilteren (wissenschaftlichen) Methoden werden die Menschen zu einer einheitlichen „Denke“ gebracht. Die gesellschaftlich-verabreichte Moral erzeugt das passende Bild von Gut und Böse. Lenkt und steuert die Meinungen in der Hoffnung, dass damit die Zukunft gestaltet werden kann. Nur welche Zukunft ist das? Die der Menschen oder die der Vor-Denker?

Da sich unser Denken aus der Vergangenheit speist, ist die zeitliche Trennung zwischen Vergangenheit und Zukunft dem Denken immanent. Je mehr wir in unserer (Aus-)Bildung das Augenmerk ausschließlich auf unseren logischen Verstand setzen, desto größer wird die Trennung. Wo Kleinkindern noch ein intuitives Erfassen zur Verfügung steht, ist von diesem nach der Schullaufbahn kaum noch etwas vorhanden. Wir haben dann gelernt mit Zahlen umzugehen und unseren Vorteil daraus zu ziehen. Jeder ist dann seines Glückes Schmied – oft auf Kosten der Gemeinschaft.

Die wenigsten aber können ihr Wissen für etwas Neues anwenden. Sie können lediglich das bereits Gedachte weitertragen: im Guten wie im Schlechten. Neues zu Denken bedeutet aber, nicht beim Denken aufzuhören. Neues zu denken verlässt das Denken und bedient sich der Intuition. Das aber stört in jedem Lehrplan, ist hinderlich beim Klassenziel und muss daher in der Schullaufbahn zum Erliegen kommen, stört es doch den Gesamtablauf im „genormten“ Schulalltag.

Was dabei noch alles zum Erliegen kommt, wird sichtbar, wenn wir einen Film oder Roman lesen, der eine Geschichte erzählt, die unsere Emotionen anspricht. Unsere Sehnsucht nach dem Verlorengegangenen ist stärker denn je – genauso aber auch unsere Hoffnungslosigkeit den Weg zu finden und zu beschreiten, um dem Denken wieder seinen Partner zurückzugeben, damit er wieder eins wird: Herz und Verstand zusammenkommen!

Vielleicht ist ein Weg zu dieser (verlorenen) Einheit, sich von seinem Gefühl leiten zu lassen, das Menschen wieder verbindet. So wie in diesem Film dargestellt:

Denn eines brauchen wir für die bewegte Zeit, in der wir leben: eine Rettungsweste. Diese Weste muss jedoch nach innen wirken – und damit sie wirken kann, müssen wir uns von dem Gedanken verabschieden, dass wir mit Denken alleine unsere Zukunft planen können.

Wir täten als Gesellschaft gut daran, uns Politiker auszusuchen, die dies verstanden haben und nicht durch noch mehr Gebote und Verbote meinen, die Zukunft planbarer zu gestalten. Im Gegenteil! Erst wenn wir die Vielfalt im Denken zulassen und uns nicht auf das normierte Denken allein stützen, können wir einen Blick in die Zukunft erhaschen. Solange wir aber den Geostrategen freie Hand lassen, wird es keine friedliche Zukunft geben, sondern zu einer immer verschärfteren Umverteilung kommen.

Mit Herz und Verstand können wir sogar auf den Trümmern der Angst eine lebenswerte Zukunft bauen.

Ro!and
Über Ro!and (355 Artikel)
Auf den Punkt zu bringen, wer man ist, fällt weitaus schwerer, als andere in eine Schublade zu stecken ;-) Im Kern bin ich freiheitsliebend, querdenkend und gerne auch mal (benimm-)regelverstoßend. Ansonsten ganz "normal".
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13 Kommentare zu Gedanken einer bewegten Zeit

  1. Ein wunderschönes Video ist das, und ich habs bereits weiter geschickt 🙂
    Der leider viel zu oft vergessene Grundsatz vorbehaltlos Gutes zu tun, und es kommt auf einen zurück. Nennen wirs gern Karma.

    Aus Bibelstunden kennen wir vielleiht noch dieses befremdliche „Was du nicht willst was man dir tut…“
    Ich habs damals schon zurück gedreht:
    „Was du willst das man dir tut, das tu zuerst dem andren machen!“ 🙂
    Lieben Dank!

  2. Es gibt Indikatoren.
    Ein Wichtiger ist Schmerz.
    Ich kann dir deine Zukunft vorhersagen, wenn man stets davor flüchtet.

    • Ich kann dir deine Zukunft vorhersagen, wenn man stets davor flüchtet.

      Abgesehen von der Vorhersage, dass man dann keine Zukunft hat, schöpft sich jede andere Vorhersage aus der Erfahrung – sprich aus dem Vergangenen.
      Damit bleibt es aber nur eine Wahrscheinlichkeit und keine Gewissheit. Genaue und vielfältige Beobachtungen mögen der Vorhersage eine hohe Wahrscheinlichkeit zugestehen, dennoch ergibt sich daraus keine Kausalität 😉

      Schaut man aber auf sich selbst und den physischen wie auch psychischen Körperreaktionen – was Du wohl unter Schmerz meinst – dann kann man einen „Fahrplan“ erkennen. Ob man diesem „Plan“ folgen will, bleibt einem selbst überlassen.

      • Ich sage dir die Zukunft deiner Ankunft , wenn du mir deine Herkunft sagst.

        • Dann muss ich mich wohl auf eine schamanische Reise begeben, denn aus den „gelehrten“ Büchern kann ich keine Antwort zu meiner Herkunft erwarten…

          • Erwarten ist Warten und Erwarten nur Warten.
            Der Wartende hat keine Gewissheit, sondern nur Vorstellung davon .

            Der Erkennende wird Kenner durch Erkenntnis dessen, was sich bereits kennt.

            Bücher helfen , doch sie erledigen nicht.
            Lesen ist keine Praxis, sondern reine Theorie.Diese hilft nur insoweit die Praxis erwünscht ist.

            Beobachtung des Denkens ist der einzig hängende Schlüssel.

  3. Zeit ist die Wahrnehmung des Denkens .
    Wenn das Denken kurz aufhört, hört auch die Zeit auf.

    DIE EINZIGARTIGKEIT DER WIRKLICHKEIT IST IHRE UNERREICHBARKEIT DURCH DAS DENKEN.

    • Oder anders formuliert: Das Denken schafft die Illusion der Zeit, um sich (selbst) nicht zu verlieren.

      • Zeit ist Verlust des bewussten Bewusstseins durch das Denken.

        Obwohl Zeit ein begleitendes Element des Raumes ist, ist sie illusorisch, da sie vielfältig und vergänglich sind.
        Und alle beide sind das Denken.

  4. Form ist Zeit, Zeit ist Bewegung , Bewegung ist Gedanke .

    Die Wirklichkeit wohnt jenseits des Denkens.

  5. Es spielt keine Rolle, was dein Körper zu sein scheint.
    Es spielt keine Rolle , was dein Körper verlangt , zeigt und du ihm auch gibst.
    Es spielt keine Rolle, was Andere dazu sagen und glauben.
    Glauben gehört der Vergänglichkeit an.

    Hauptsache, DU ERFÄHRST ,WAS DU EIGENTLICH BIST.
    Jenseits dem Körper , dem Denken und den Gefühlen.
    Alles andere ist Staub der Vergänglichkeit.

    • Hauptsache, DU ERFÄHRST ,WAS DU EIGENTLICH BIST.

      Es scheint mir oft so, dass unser „Bildungs“-Industrie genau dies zu verhindern versucht. Dessen Begleiter sind Angst, Arbeit, Sozialkonformität, Konsum… ein wahrer Blumenstrauß um genau das Ziel, zu erfahren, was man eigentlich ist, zu verhindern.

  6. Genau so ist es.
    Erstens, die „Bildungs“-Industrie als solche weiß selbst nichts.
    Zweitens, sie wird manipuliert von Leuten, die selbst es auch unwissend sind.
    Drittens , wenn man erfährt , was man ist, wird perfekt, da man sie stets ist.

    Die Wirklichkeit ist jenseits aller Taten, Vorstellungen und Aussehen.
    Der Spiegel der Wirklichkeit wird immer angeschmiert von denen, die sie nicht entdecken.

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