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Schule als Spiegel einer Gesellschaft

Gegenstaende_bauwerk6Schule, so wie sie für den Großteil der Bevölkerung erlebt wird, folgt nur noch zu geringen Teilen dem Bildungsideal von Humboldt. Spätestens seit der Perfektionierung des Fließbands durch Henry Ford sind wir in ein neues Zeitalter (dem Taylorismus) eingetreten. Eine erste Analyse, wie es dazu kam.

Schule – und damit Bildung in der Breite der Bevölkerung – hat gewiss einen zentralen, gesellschaftlichen Stellenwert. Die Schule ist ein Spiegel unserer gesellschaftlichen Bedürfnisse und sorgt dafür, dass wir als Kollektiv ein zukünftiges Fundament haben, auf dass wir uns stützen können. Dafür investieren wir Geld und Zeit, um dessen Wissens-Früchte durch zukünftige Generationen ernten zu können und damit wiederum unsere Gesellschaft in einer gemeinsamen Geschichte und Kultur fort zu führen. Ein stetiger Wandel ist damit möglich – zumindest in der Theorie. Wie sieht die Praxis nun aus?

Schule gestern

Die fortschreitende Industrialisierung hat uns Massenprodukte beschert. Produkte waren nun für eine breitere Bevölkerungsschicht erschwinglich, und die Produktion dieser Massen an Produkten benötigt auch Massen an Menschen. So war es nur konsequent, dass sich das Bildungsziel für die breite Masse an diesem ‚Bedarf‘ orientiert. Es war nicht der kritische Geist gefordert und schon gar nicht eine kritische Vernunft (!), sondern ein Mensch, der sich dem Takt der Maschine beugt. Denn zu Henrys Ford Zeiten war das Fließband digital. Man konnte es an oder ausschalten. Der Mensch musste also mit wenigen routinierten Handgriffen die unterschiedlichen Taktzeiten kompensieren.

Die Optimierung dieses Prozesses, die Handgriffe so kleinteilig zu tun, dass jegliche Eigenständigkeit und Kreativität stirbt, bezeichnen wir heute gemeinhin als Taylorismus. Unsere Schule musste zwangsweise diesem Fortschritt folgen und Menschen „bilden“, die Zeit als eine Konstante sehen – eine feste Größe, die in beliebig viele Teile zerlegt werden kann, die für alle gleich ist. Auch wichtig für diese Zeit war, dass kein Widerspruch geduldet wurde, denn die Menschen sollten arbeiten, nicht denken! Die Fließbandarbeit ließ dies nicht zu. Erst allmählich wurde erkannt, dass nicht alle Menschen gleich arbeiten, und man fand einen Ausgleich durch Akkordlöhne. Mehr Leistung sollte sich lohnen – so die Idee. Der Schnappfisch hatte ein neues Merkmal.

Schule heute

Seit dem Informationszeitalter, also etwa seit Mitte der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts, haben wir im Westen ein neues Zeitalter betreten. Die Massenproduktion ist schon längst zum („Humankapital“-günstigeren) Osten abgewandert und mit ihr auch unsere alten Maschinen und das notwendige Denken. Zurück bleibt eine Berufsvielfalt, denn nur durch sie erhoffen wir uns wachsenden Wohlstand und die Eintrittskarte in die Wissensgesellschaft. Die Bildung geht in die Breite und damit auch die Suche nach einem neuen Bildungsideal.

Unsere Bildungsinfrastruktur ist aber nicht im gleichem Maße auf diese „Revolution“ eingerichtet. Immer mehr Menschen machen ihr Abitur und wollen studieren. Die Plätze werden eng – wir müssen zusammenrücken. Aber es gäbe auch andere Möglichkeit, wir könnten das Bildungsangebot ausbauen, neue Konzepte entwickeln – wie damals das der Universitäten. Stattdessen hat man die Bereitstellung von Arbeit reduzieren und damit dem Einzelnen die Verantwortung übertragen, sich auf einen Verteilungskampf einzulassen, der die Grundwerte des Allgemeinwohls schleichend untergräbt – welcher Konkurrenz vor Kooperation stellt.

Eine mediale Unterstützung sorgt gleichermaßen für einen stetigen Hunger an Geld und Wohlstand, wie auch an Verstreuung. Brot und (Fussball-)Spiele erfinden sich neu. Dies führt unweigerlich auch zu einem Geldfluss von Arbeit zu Kapital. Diejenigen, die sich auf die Steuerung der Massen konzentrieren, fließt Geld in immer größerer Fülle zu, während diejenigen, die arbeiten, ungezügelt konsumieren, und damit immer weiter über ihre Verhältnisse leben. Ein Teufelskreis beginnt.

Es ist dabei nicht verkennbar, dass sich erste Zweifel am Bildungssystem auftun und es werden unzählige Forschungsarbeiten durchgeführt, um Lösungen zu finden. Jeder Aspekt wird beleuchtet und auf Tauglichkeit untersucht. John Hattie macht sich 2008 die Mühe und fasst diese unzähligen Studien und Meta-Studien (die Verdichtung einzelner Studien) nun zu einer neuen Meta-Meta-Studie zusammen. Er berücksichtigt dabei mehrere Merkmale, so dass sein Studienergebnis nicht ein (verdichteter) Wert ist, sondern 138 Einzelne. Man kann nicht viel Fakten aus der Studie entnehmen, aber sehr viel „deuten“.

Eine der ‚belastbaren‘ Aussagen ist, dass der Lehrkörper viel mehr für die Geschicke der Schüler verantwortlich ist, als alles andere. Wenn wir also einen Hebel für ein Neudenken suchen, dann sollten wir diesen beim Lehrkörper suchen – so das Ergebnis der Studie. Tun wir dies aber? Investieren wir in die stetige Ausbildung und Fortbildung der Lehrer – zeigen wir ihnen neue Wege auf? Nehmen unsere Lehrer Kritik von den Schülern an und setzen sie diese um?

Nach der Jahrsiebte-Theorie von Rudolf Steiner sind Kinder erst mit 21 Jahren überhaupt mündig – damit hat die Waldorfschule zumindest eine ideologische Begründung, dies nicht zu tun. Wie sieht es aber mit dem Rest der Schule(n) aus? Sind die Lehrkörper überhaupt dafür ausgebildet die Potenziale der Kinder zu entfalten oder liegt ihre Ausbildung darin, vorgefertigtes Wissen als „Fertiggericht“ zu verabreichen? Wie kann es gelingen, dass sich Schule über den Lehrkörper wandelt, wenn dieser selbst gar nicht wandlungsfähig ist? Kann man an einem Tag X einfach alle Lehrer durch neue austauschen und damit eine neue Zeit begründen, so wie in einer Firma einfach die Mitarbeiter einer Abteilung ersetzt werden? Gelingt Change-Management auch in der Bildung?

Schule morgen

Ich glaube nicht, dass ein Neustart mit einer neuen Mannschaft ein möglicher Weg ist, denn zuviel Abhängigkeiten belasten das System-Bildung bereits so stark, dass der durchlässige Schwamm der Anpassung bereits so vertrocknet ist, das er nur noch zerbröseln kann, wenn man ihn anfasst. Die PISA-Studie zeigt dies eindrücklich – man könnte fast schon daran glauben, dass es ein Ziel von PISA war, das Bildungsniveau durch die Gleichschaltung schrittweise zu senken.

Wie könnte nun eine Schule von morgen neu gedacht werden? Ich weiß es nicht, aber ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam ein Bild dieser neuen Schule entwickeln können und habe hierzu einen eigenen Hauptbeitrag erstellt. Zuvor sollten wir aber unser Ziel beGREIFEN, was für eine Gesellschaft möchten wir? Haben wir ein Interesse an der Wissensgesellschaft, so müssen wir neu Denken. Wir brauchen dann Menschen, die ihre Kräfte entfalten, wir brauchen ein Bildungsideal, dass sich am Leben und Werden orientiert – also am einzelnen Menschen – und nicht an einem vorgedachten Produkt. Wir brauchen Quellen der Inspiration, so dass sich Kinder schon früh erkennen können und dem Folgen können, das sie antreibt.

Wenn wir dies früh genug tun und den Kindern die Freiheit lassen, die sie für ihre Potentialentfaltung benötigen, werden sie zu dem, was wir heute als Genies bezeichnen, denn ein Kind bleibt beim Lernen nicht stehen, wenn es sich für etwas begeistert, es will mehr und kommt in Flow, und damit in ein Zustand zwischen Über- und Unterforderung! Ganz anders ein Kind, dass zum Lernen gezwungen wird – auch nach mehrmaligem Wiederholen bleibt nur ein begrenzter Teil im Gehirn, von Querbezügen keine Spur, dabei zeichnet doch gerade die Vernetzung der Gedanken uns als Mensch aus. Mit stupidem Auswendiglernen folgen wir einer Kausalkette. Denken wir zu einer sequenziellen Aneinanderreihung von Ereignissen, analog einer Checkliste. Von Risikoabschätzung keine Spur, denn dazu müssten wir vernetzt denken, müssten beachten, dass es Rückkopplungen unseres Handelns gibt und diese berücksichtigen.

Wir benötigen eine völlige Umkehr der jetzigen Denkweise. Zusammenhänge erschließen sich dann, wenn Angst keinen Platz mehr in unserem Gehirn findet und die Kreativität verdrängt. Erst dann können wir als Wissensgesellschaft unsere Entdeckungen fortsetzen, die uns die Natur hinterlassen hat. Erst dann sollten wir uns an Dunkle Materie heranwagen, sonst droht uns ein weit größeres Desaster, als wir es mit der Atomkraft jetzt haben. Erst wenn wir vernetzt denken und die Folgen abschätzen, können wir die Potenziale für uns als Gesellschaft nutzbar machen.

Die Globalisierung hat hier einen positiven Effekt. Wir können mittlerweile nicht mehr isoliert handeln, dazu sind die Abhängigkeiten bereits zu groß. So bin ich zuversichtlich, dass wir zur Etablierung einer neuen Form des Denkens und Bildens deutlich weniger Zeit benötigen als damals, wenn wir es denn wollen!

 Die Gesellschaft ist ein Spiegelbild der Schule.
Wollen wir die Gesellschaft verändern,
so müssen wir zuvor die Schule verändern.

Nachtrag:
Der Beitrag ist auch auf geolitico erschienen und als Podcast auf youtube.

Schule als Spiegel einer Gesellschaft
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Auf den Punkt zu bringen, wer man ist, fällt weitaus schwerer, als andere in eine Schublade zu stecken ;-) Im Kern bin ich freiheitsliebend, querdenkend und gerne auch mal (benimm-)regelverstoßend. Ansonsten ganz "normal".
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6 Kommentare zu Schule als Spiegel einer Gesellschaft

  1. Ja – einverstanden. Außer, dass die beste Schule dieser Welt dass nicht stemmen kann. Um das Ziel der vollen Entfaltung individueller Potentiale unserer Kinder zu Erreichen, benötigen wir eine völlig neue Bildungskultur. Sie muss chaostauglich sein, denn der innere Lehrplan der Kinder bestimmt das Thema und das Niveau und den synergetischen Kontext. Dieser, um nur einen Aspekt zu nennen, kann dank der neuen Medien, global gestaltet werden. Um den Prozess der souveränen Selbstentfaltung systematisch zu begleiten, bedarf es einer spezifischen Logistik und eines Navigationssystems. Insbesondere gilt es, all die wunderbaren Kompetenzen der Kinder zu erkennen und zu nutzen, die ihnen die „Natur“ dazu geschenkt hat.

    Mehr dazu unter http://www.flyer.edeju.de und natürlich gerne bei einem Glas Wein an meinem Kamin, nachdem wir die Cleverle erlebt haben.

    Weiter so Roland!

    Wolfgang

    • Danke Wolfgang für diese wertvollen Erfahrungen. Hier sprechen nicht nur die „Jahresringe“ sondern ein Geist, der über jeden akademischen Titel hinausragt!
      Ich hatte das Glück, dass Du mich gestern zu richtigen Zeit angerufen hast, nämlich genau da, als ich das Essen für meine Familie fertig gekocht hatte – aus irgend einem Grund war das essen schon eine Stunde früher fertig und Du hast diese Zeit genutzt!
      Weißt Du noch, wie das Gespräch begann? Du hast Dich vorgestellt und gesagt, wir kennen uns noch nicht. Darauf habe ich geantwortet – ohne Dich zu kennen – „das müssen wir ändern!“.
      Gerne komme ich zu Dir nach Freiburg und lasse mich bei einem Glas Wein vor Deinem (offenen ?) Kamin inspirieren. Bilder von Dir im Internet verheißen pure Lebensfreude und die Quelle der Kreativität – kennst Du diese bereits? Falls nicht, ich habe sie hier für Dich in einem Beitrag aufgeschrieben.

      Dir weiterhin die klare Sicht auf Erden.
      Ro!and

  2. „Schule ist ein Spiegel der Gesellschaft,
    wollen wir die Gesellschaft verändern,
    so müssen wir zuvor die Schule verändern.“
    (Roland Forberger, 13.11.13)

    Folgt man dieser „Logik“, wird sich nichts ändern.
    Mit der Änderung des Spiegels wird der Mensch davor nicht verändert!
    Richtig müsste der Satz heißen:
    „Die Gesellschaft ist ein Spiegelbild der Schule.
    Wollen wir die Gesellschaft verändern,
    so müssen wir zuvor die Schule verändern.“

    • Danke für den Einwand. Ihre Vorschlag trifft mein beabsichtigtes „Bild“ mit der Rückbezüglichkeit besser. Ziel war, ein Kreislauf zwischen Schule und Gesellschaft zu schaffen, die gegenseitig wirken. So wie wenn man das Spiegelbild mit einem weiteren Spiegelbild zurückwirft, dann gibt es eine Art verschachtelte Rückkopplung und das Bild wird immer kleiner bis ins Unendliche. Das war die Absicht…

  3. Erstmal sollte „staatliche SchulPFLICHT“ abgeschaft werden. Da hier das Bild des Staates vermittelt wird, jedoch kein Wissen. Unsere deutschen Schulen wie auch unsere Gesellschaft ist nach spartanianischen Vorbild vor ca. 200 Jahren kreiert worden. Alles Heil kommt vom Staat, es gibt keine Alternativen. Unsere Gesellschaft wird mit „ausgesuchten“ bzw. „erfunden“ Wissen beschäftigt. Logik und Vernunft wurde und wird noch abgeschaft. Kinder werden einzig durch NEUGIERDE getrieben, die einzige Aufgabe von Schulen ist diese natürliche Eigenschaft durch Konditionierung abzuschaffen und die zukünftigen Bürger, zu einer uniformierte und gleichdenkende Masse zu formen. Wir werden nur noch von „Experten“ belehrt, jedoch wurden bahnbrechende Entdeckungen und Erfindungen von universal Genies geleistet. Wer frei und unabhängig denkt ist nicht „lenkbar“, folglich eine Gefahr für die, die Lenken und Steuern wollen. Ursache & Wirkung.
    Da die Menschen verlernt haben zu wissen sondern einzig gelernt haben zu glauben und das geglaubte auswendig zulernen, wird sich sobald an unserem jetzigen System absolut nichts ändern. Die Menschen haben einzig ihre religiöse spiritualität und gesellschaftliche individualität eingetauscht gegen eine neue Religion des Gleichdenkens und des Gleichsein. Jedoch von von Wissen und Aufgeklärt sein kann hier nicht die Rede sein.
    Und da nützt auch kein Pisa oder Globalisierung, denn Pisa & Globalisierung fördert einzig die Unifomierung der zukünftigen Gesellschaft, sind alle Menschen in der EU und rest der Welt „gleich“ und denken gleich, kann jede Illusion von den bezahlten & gelenkten Experten ihr Ziel erreichen und zwar alle bis nach Timbuktu für die zukünftigen Konzernen und Ordnung empfänglich zu machen.
    Zerstört die Schulen und Universitäten, dann könnte wieder eine freie und gebildete Gesellschaft sich entwickeln, da das wahrgenommene Bild nicht die des Staates & der Konzernen wäre sondern die des jeweils freien und mündigen Individuums.

  4. (Da die Kommentare zu diesem Beitrag auf geolitico verschwunden sind, archiviere ich diese hier in einem Sammel-Kommentar.)… (Web-Archiv-Quelle)

    dragaoNordestino // 3. Dezember 2013 um 12:39 // Antworten

    Ja nur weiter so, immer weitere Manipulationen werden unsere Schulsysteme bestimmt verbessern….den gewünschten Konsumenten erzeugen, der zwar Abitur hat, aber für 9×9 eine Rechenmaschine benötigt.

    Ganz anders ein Kind, dass zum Lernen gezwungen wird – auch nach mehrmaligem Wiederholen bleibt nur ein begrenzter Teil im Gehirn, von Querbezügen keine Spur, dabei zeichnet doch gerade die Vernetzung der Gedanken uns als Mensch aus.

    Ich habe es gründlich satt, von Artikelschreibenden Weltverbesserer, solcherlei zu hören, besonders da man ja sehen kann, wohin die antiautoritäre Art und Weise in den Grundschulen führt…nämlich zur weitgehenden Verblödung.

    Sehr wahrscheinlich wäre es weitaus sinnvoller, ein Stück zurück zu gehen….und das Basiswerkzeug, nämlich das 1×1 den Kindern wenn nötig, wieder autoritär zu vermitteln….den Lehrern wieder die Möglichkeit zu geben, sich durch zu setzen und nicht nur die Rolle des impotenten Clowns zu spielen.

    Ohne Basiswerkzeuge kann unser Gehirn eben gar keine Kreativität erschliessen….ich meine jetzt nicht künstlerische Kreativität.

    Wer weder sinnvoll rechnen, schreiben und lesen kann, ja was soll man von so einem Menschen erwarten.?…dass ein Handwerk von den Eltern auf die Kinder, durch jahrelanges Mitleben übertragen wird, nun das gibt es ja heute kaum mehr.
    Ro!and // 3. Dezember 2013 um 13:02 // Antworten

    Ich kann ihre Frustration verstehen, dennoch hat sich die Welt wie sie vor 60 Jahren war, gewandelt.
    Ich bin mir daher nicht so sicher, ob Sie meinen Beitrag wertfrei gelesen haben – zumindest passe ich nicht in die Schublade, in die sie mich stecken möchten.
    Es geht mir gar nicht um antiautoritäre Erziehung, sondern um nicht-direktivität, um Achtsamkeit und der daraus entstehenden Potentialentfaltung.
    Auf dieser „Augenhöhe“ können wir gerne sachlich diskutieren. Das ich nicht nur Artikel schreibe, sondern die Inhalte auch umsetzte brauche ich nicht mehr zu beweisen.
    dragaoNordestino // 3. Dezember 2013 um 14:06 // Antworten

    Ich will Sie in keine Schublade stecken….aber

    sondern um nicht-direktivität, um Achtsamkeit und der daraus entstehenden Potentialentfaltung

    Ich bin eben der Meinung, das dies nirgends wohin führt. Wie soll sich Potential entfalten, wenn nicht mal die dazu benötigten Grundwerkzeuge vorhanden sind.?

    Möglicherweise ist „nicht-direktivität“ nach der Grundschule eine wünschenswerte Alternative zu heute praktiziertem. In der Grundschulung jedoch sicher nicht
    Ro!and // 3. Dezember 2013 um 14:31 // Antworten

    Okay, ich glaube ich habe Sie verstanden. Ich finde es zwar schade, dass Sie diese Erfahrung noch nicht selbst machen konnten, dass die Kinder *vor* dem „Bildungs-Zirkus“ nach heutigen Maßstäben als Genies gelten und nach besagtem „Zirkus-Maximus“ nur noch durchschnittlich.
    Ich habe das Glück, drei Kinder in dem Alter zu haben und erfreue mich täglich an ihrem Grundwerkzeug, dass sie schon im Gepäck haben, und ich nur noch die Möglichkeit schaffen muss, diese frei zu setzen.

    http://presse.pandorafilm.de/download.php?file=movies/alphabet/docs/alphabet_docs_presseheft-b.pdf
    dragaoNordestino // 3. Dezember 2013 um 12:51 // Antworten

    noch ein Nachtrag:

    Ich bin fast 60 und hatte Zeit meines Lebens keine Probleme mit Lesen/Textverständniss und Rechnen. Weil wir das pauken mussten. Wenn ich mir anschaue was mit den heutigen Grundschülern beim Basiswissen angestellt wird, verstehe ich, dass daraus nichts werden kann!
    Ewald Böhmer // 3. Dezember 2013 um 13:16 // Antworten

    Was in jahrzehnten in „Lehranstalten“ in die Köpfe der jetzigen Erwachsenen eingetrichtert würde ,lasst sich und die Folgen der imensen Schäden unmöglich Rückgängig machen.Richtiges Lehrnen bedeutet immer von und miteinander das wahre Gedankengut und der damit verbundenen Poteziale zu ergänzen und offen zu sein für neues noch nicht bekanntes um das ganze früher oder später zu Manifestieren oder zu Realisieren .Leider ist es heute so, dass es mittlerweile „Finanzminister“ gibt ,die noch nicht mal die Grundrechenarten Beherrschen .
    Karl Bernhard Möllmann // 3. Dezember 2013 um 15:57 // Antworten

    . . .
    Der wichtigste Beitrag auf GEOLITICO – den ich bisher lesen durfte – also DANKE dafür !
    .
    ZITAT:
    „Wenn wir . . . den Kindern die Freiheit lassen, die sie für ihre Potentialentfaltung benötigen, werden sie zu dem, was wir heute als Genies bezeichnen !“
    .
    Genau davor haben unsere Polit-Bankster paranoid panische Angst !
    .
    Wenn all das Wissen im Bildungs-Apparat umgesetzt wird, was wir bis heute schon haben – dann sind ab Morgen ALLE Probleme gelöst !
    .
    Das heißt aber im Klartext, dass erst einmal mächtige Massen-Mörder wie George W. Bush und seine Kumpanen und internationalen Helfers-Helfer vor die Gerichte dieser Welt gestellt werden müssen.
    .
    Kinder, die selbst ständig denken können, und von Begeisterung geleitet, den Sinn IHRES eigenen Lebens entdecken dürfen – OHNE fremde Bevormundung – die werden Genies auf ALLEN Gebieten der Wissenschaft.
    .
    Dieser neuen Generation von Kindern kann keine CIA das Gehirn waschen und Menschen verachtende Folter und perfide Massen-Morde als „security“ verkaufen – wie unseren Deutschen, am Ballermann blöd gesoffenen Nachkommen – die absolut Garnichts checken !
    .
    Daher darf die offizielle Qualität unseres Bildungs-Systems nicht dazu führen – die GEHEIMEN Verbrechen unserer amtierenden Polit-Bankster aufzuklären – DESHALB ist echte Elite zur Zeit absolut unerwünscht !
    .
    Die auf dem Tisch liegenden Beweise sind erdrückend:
    – Echtes Lernen funktioniert nur bei individueller Begeisterung
    – Echtes Lernen funktioniert nur im eigenen „passenden“ Tempo
    – Stupides Auswendig lernen entfällt (kann jede Festplatte besser!)
    – Maßstab ist die Anwendung ! (Kann der Schüler das Gelernte nutzen?)
    – Gradienten. Was dem Einen zu schnell, ist dem Anderen zu langsam
    – Missverstandene Wörter (passiert sogar GRINARIO bei „Elite“)
    – Praxis! Pflügen lernt man nicht im Buch – nur auf dem Trecker
    – Unter-Forderung ist noch brutaler als Über-Forderung.
    – Falsche Ziele! Weil Keiner gefragt wird – kennt Niemand sein Ziel !
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    Hier schlummert ein ganzer Schatz an Wissen, der schlagartig die Begeisterung für die professionelle Beschäftigung mit echtem WISSEN geradezu explodieren lassen würde – hätten unser Stroh-DUMMEN Macht-Haber nicht so paranoide Angst vor ihren eigenen Geheimnissen.
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    Erst wenn wir Transparenz haben bei unseren gewählten oder nicht gewählten Staats-Dienern – die UNSER aller Steuer-Geld verwalten und ausgeben – dann endet auch die Angst unserer Politiker vor echter Aufklärung.
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    Wie weit wir von dieser Aufklärung entfernt sind – kann man derzeit täglich beobachten – wie mit Edward Snowden und den unglaublichen Regierungs-Verbrechen umgegangen wird, die er uns auf den Tisch gelegt hat.
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    Die heutige Politik braucht zwingend blöde Kinder – die wie Roboter die programmierten PLÄNE abspulen können – aber WEHE jemand ermutigt sie eigenständig mit dem Denken zu beginnen . . . !
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    Das alles haben die Kinder intuitiv längst gespürt.
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    Organisierte-Regierungs-Kriminalität ist die Ursache für den inneren Ausstieg und die „no future“ Mentalität unserer Kinder – deren Selbst-Mord-Raten seit der Erfindung von ADHD, Autismus und bipolar und der Behandlung mit Ritalin etc. explodieren !
    Ro!and // 3. Dezember 2013 um 16:31 // Antworten

    Der wichtigste Beitrag auf GEOLITICO – den ich bisher lesen durfte – also DANKE dafür !

    Danke! –> http://www.dankekultur.de

    ZITAT:
    “Wenn wir . . . den Kindern die Freiheit lassen, die sie für ihre Potentialentfaltung benötigen, werden sie zu dem, was wir heute als Genies bezeichnen !”

    Genau davor haben unsere Polit-Bankster paranoid panische Angst !

    Dazu haben sie auch allen Grund, denn diese „Schule des Lebens“ wird 2014 ins Leben gerufen!

    Das heißt aber im Klartext, dass erst einmal mächtige Massen-Mörder wie George W. Bush und seine Kumpanen und internationalen Helfers-Helfer vor die Gerichte dieser Welt gestellt werden müssen.

    Ich wäre hier für den Modus des Verzeihens.
    Karl Bernhard Möllmann // 5. Dezember 2013 um 15:32 // Antworten

    . . .
    Roland sagt: „Ich wäre hier für den Modus des Verzeihens.“
    .
    Vollkommen OK mit mir – dann aber „égalité“, also gleiches Recht für ALLE Massen-Mörder – dann müssen wir auch Pol Pot, Mao, Stalin und Adolf Nazi verzeihen !
    Ro!and // 5. Dezember 2013 um 17:25 // Antworten

    Ich sehe dies nicht absolut, sondern relativ. Das Maß muss aber noch gefunden werden, bis wohin Verzeihen als Modus greift.
    Jeder Fehltritt aber als Maßgabe zu nehmen, halte ich für falsch und – Verzeihung, für typisch Deutsch. Ich habe Achtung vor den Menschen, die Handeln, wenn es dann auch noch ein Gemeinwohl-Handeln ist, erfreut mich das. Konkreter habe ich es im heutigen Gastbeitrag auf iknews geschrieben:
    http://www.iknews.de/2013/12/05/die-quintessenz-der-wissensgesellschaft/
    Falkenauge // 4. Dezember 2013 um 11:17 // Antworten

    Der Autor schreibt: „Nach der Jahrsiebte-Theorie von Rudolf Steiner sind Kinder erst mit 21 Jahren überhaupt mündig – damit hat die Waldorfschule zumindest eine ideologische Begründung, dies nicht zu tun.“

    Dass sich die leiblich-seelische Entwicklung des Kindes in 7-Jahres-Rhythmen vollzieht, ist keine Theorie im Sinne einer nicht durch die wahrnehmbare Wirklichkeit gedeckten Ideologie, sondern Resultat sorfältiger Beobachtung und Erfahrung. Die Meinung, dies halte als Begründung dafür her, dass sich die Lehrerkollegien an den Waldorfschulen nicht fortbilden, ist von der wahrnehmbaren Wirklichkeit nicht gedeckt, also selbst Ideologie. In jeder Waldorfschule findet im Gegensatz zu den Staatsschulen jede Woche eine bis zu 2-stündige pädagogische Konferenz statt, die eine laufende Weiterbildung bedeutet. Darüber hinaus werden ständig thematisch gegliederte regionale und überregionale Fortbildungswochen angeboten, die auch Auseinandersetzungen mit anderen pädagogischen Richtungen beinhalten.
    Auch der Satz des Autors: „Die Schule ist ein Spiegel unserer gesellschaftlichen Bedürfnisse und sorgt dafür, dass wir als Kollektiv ein zukünftiges Fundament haben, auf dass wir uns stützen können“ ist eine gängige unsinnige Auffassung von Schule, die gerade verhindert, dass sich etwas Entscheidendes ändert, so dass der Autor außer Allgemeinplätzen auch nichts Erhebliches zu einem „Bildungsideal“ beiträgt. Sein bester Satz lautet noch: „Wir benötigen eine völlige Umkehr der jetzigen Denkweise.“ So ist es.

    Schule muss der Ort sein, wo primär auf die Bedürfnisse der heranwachsenden Menschen geschaut und ihre Anlagen und Fähigkeiten entwickelt werden. Deshalb muss die Schule auch von staatlicher Bevormundung und wirtschaftlichen Interessen frei sein.

    Ein von Staat und Wirtschaft bestimmtes und abhängiges Bildungssystem bildet für deren gegenwärtige Bedürfnisse aus und richtet die heranwachsenden Menschen auf deren Zwecke ab. Sie werden missbraucht, um eine bestehende Ordnung, in die sie sich einfügen müssen, für die Zukunft festzuschreiben. Das ist strukturelle Gewalt. In einer menschengemäßen Gesellschaftsordnung muss immer das in Wirtschaft und Staat einfließen können, was die aus dem Bildungswesen in sie eintretenden Menschen an Impulsen mitbringen, nicht aber darf die heranwachsende Generation in das Prokrustesbett des Gewordenen und oft Erstarrten eingepasst werden.
    Vgl.: http://fassadenkratzer.wordpress.com/2013/07/14/der-verlust-des-menschlichen-oder-die-unterdruckung-der-kultur/
    Ro!and // 4. Dezember 2013 um 11:46 // Antworten

    Dass sich die leiblich-seelische Entwicklung des Kindes in 7-Jahres-Rhythmen vollzieht, ist keine Theorie im Sinne einer nicht durch die wahrnehmbare Wirklichkeit gedeckten Ideologie, sondern Resultat sorfältiger Beobachtung und Erfahrung. Die Meinung, dies halte als Begründung dafür her, dass sich die Lehrerkollegien an den Waldorfschulen nicht fortbilden, ist von der wahrnehmbaren Wirklichkeit nicht gedeckt, also selbst Ideologie.

    Dies bezog sich auf den Satz davor „Nehmen unsere Lehrer Kritik von den Schülern an und setzen sie diese um?“. Als Quelle sei hier die Seite 16/17 von folgendem Buch genannt (Seiten können online gelesen werden):
    http://www.herder.de/buecher/gesellschaft_politik/detailseiten/Revolution-im-Klassenzimmer.30587.html

    […]so dass der Autor außer Allgemeinplätzen auch nichts Erhebliches zu einem “Bildungsideal” beiträgt. Sein bester Satz lautet noch: “Wir benötigen eine völlige Umkehr der jetzigen Denkweise.” So ist es.

    Dann haben Sie hier leider nicht zu Ende gelesen, denn die Gründung einer solchen „Freien Schule“ ist bereits in Arbeit:
    http://www.schnappfischkapitalismus.de/die-transformationsgesellschaft-2000/
    Falkenauge // 4. Dezember 2013 um 12:50 // Antworten

    „Dies bezog sich auf den Satz davor “Nehmen unsere Lehrer Kritik von den Schülern an und setzen sie diese um?”

    Auch dieser Bezug ist falsch. Dass die Jugendlichen mit 21 erst voll mündig sind, heißt doch nicht, dass man vorher ihre Kritik nicht ernst nehme. Je jünger sie sind, desto mehr drückt, auch ohne verbale Äußerung, ihr ganzes Verhalten dem Lehrer gegenüber aus, wie er als Mensch und als Lehrer mit seinem Unterricht auf sie wirkt. Jede Nachbereitung des Unterrichts stellt ihm fragend vor Augen, was ihn die Schüler in der letzten Stunde gelehrt haben und was er in der nächsten Stunde besser machen muss.
    Ro!and // 4. Dezember 2013 um 12:54 // Antworten

    Da bin ich ja bei ihnen. Es geht mir aber im Kern darum, dass Lehrkräfte sich eine Ideologie zu Nutze machen um gerade nicht mit den Schüler/innen in Dialog zu treten.
    Schauen Sie sich doch bitte mal die Schilderungen in dem zuvor genannten Buch an. Es müssen starke Kräfte sein, wenn Schüler aus einer Waldorfschule austreten und ihre eigene Schule aufmachen, weil die Zustände nicht mehr tragbar sind…
    Falkenauge // 4. Dezember 2013 um 17:49 //

    Wenn Sie einen einzelnen Fall im Auge haben, dürfen Sie es nicht allgemein formulieren, als sei das ein Problem der Waldorfpädagogik.
    Ro!and // 5. Dezember 2013 um 03:17 //

    Wenn Sie einen einzelnen Fall im Auge haben, dürfen Sie es nicht allgemein formulieren, als sei das ein Problem der Waldorfpädagogik.
    Auf Seite 16 in dem Buch wird auf die Lehrerkonferenz eingegangen, auf den nachfolgenden Seiten wird dies noch vertieft. Diese Lehrerkonferenz – und deren Ergebnisse – sind völlig Intransparenz für die Schüler/innen. Es mag sein, das es Waldorfschulen gibt, die dies anders handhaben – aber dann würden wir ja von einem Einzelfall auf etwas Allgemeines schließen.
    Ich habe übrigens nicht geschrieben, das dies an anderen Schulen besser ist – wobei es an den Regelschulen einen Klassensprecher und auch Schulsprecher gibt, die eine gewissen Mitbestimmung haben. Aber auch dies ist ein stumpfes Schwert auf dem langen Weg einer veränderten Lernkultur.

    P.S.: Danke für den Hinweis zu meinem Abschlsszitat!
    Zitrone // 4. Dezember 2013 um 12:08 // Antworten

    Einigen Punkten Ihres Artikel kann der geneigte Leser zustimmen.
    Wenn es jedoch um die „Jahrsiebte Lehre“ geht, wird so gleich
    deutlich, daß Sie über etwas schreiben, mit dem Sie sich nicht wirklich
    eingehend beschäftigt haben, sich aber erlauben, dieses mit
    einem einzigen Satz ab zu urteilen, verehrter Geolitico.

    Hat man nicht ein jahreslanges Studium der Schriften R.Steiners
    absolviert, kann man selbstredend nicht wissen/verstehen,
    die Zusammenhänge begreifen, es erfolgt wie in den meisten
    Fällen erlebt, ein Plappern aus gehörten Vorurteilen.

    Da gerade die Gegner der Geisteswissenschaften,
    etwas über Steiner zu wissen glauben, bzw. über ihn gelesen
    haben, trauriger weise nie von ihm, ist das Geschrei oft ebenso groß,
    wie im Gegenzug das Wissen klein. Schade!
    Ro!and // 4. Dezember 2013 um 12:26 // Antworten

    Leider haben sie keine Fakten benannt um meinen Satz zu entkräften. Daher sei hier nochmals auf die Seite 16/17 von folgendem Buch verwiesen (Seiten können online gelesen werden):
    http://www.herder.de/buecher/gesellschaft_politik/detailseiten/Revolution-im-Klassenzimmer.30587.html

    Ebenso dürfen Sie davon ausgehen, dass der Autor z.B. „Die Philosophie der Freiheit“ kennt und auch schätzt.
    Zitrone // 4. Dezember 2013 um 13:25 // Antworten

    Leider finden Sie in der „Philosophie der Freiheit“ nichts über
    „Die Erziehung des Kindes“ vom Gesichtspunkte der
    Geisteswissenschaft. Wenn ich hier von drei Geburten des Kindes
    spreche, da der Mensch nicht nur einen Körper hat, sondern ein
    drei/viergliedriges Wesen ist, mit Körpern die man Physisch/Äther/Astral/
    und ICH nennt und in diesem Kontext ebenso die „Jahrsiebte Lehre“
    zu sehen ist, verstehen Sie denn dann den Zusammenhang?

    Sicher nicht, deshalb wie oben gesagt, ist es denn sinnlos ohne
    Vorkenntnisse darüber zu schwadronieren, denn die Zeit und der Platz
    würde nicht ausreichen, um Menschen etwas erklären zu wollen,
    von dem sie leider nicht einmal Grundkenntnisse besitzen.

    Nicht umsonst umfasst das Werk Steiners 6000 Vorträge,
    zusätzliche Schriften, sowie das künstlerische Werk.

    Wenn Sie ein Haus bauen wollen, können Sie dieses nicht ohne
    Fundament. Deshalb empfehle ich Ihnen zuerst ein Fundament
    an zulegen um das „Haus“ zu bauen, will sagen das Gesamtwerk
    zu verstehen, brauchen Sie nun einmal dieses Fundament.
    Jeder andere Leser ebenso!

    Sie können mit der „Theosophie“ beginnen, anschließend
    „Geheimwissenschaft im Umriss“, „Wie erlangt man
    Erkenntnis höherer Welten“, „Die geistige Führung des Menschen“,
    „Ein Weg zur Selbsterkenntnis des Menschen“ usw. usw. usw..

    Die Tragik unserer Zeit ist es, daß der Mensch eben
    dieses einfältige Denken „Ich glaube nur was ich sehen kann“
    für das allein gültige hält.

    Schon Rudolf Steiner spricht davon, daß wer nur die sinnliche
    Welt gelten lassen will, wird seine Schilderungen für wesenloses
    Phantasiegebilde halten. Wer aber Wege suchen will, die aus dieser
    Sinnenwelt hinaus führen, wird verstehen lernen, daß dieses
    menschliche Leben nur Wert und Sinn, sowie Bedeutung findet,
    durch einen Blick in eine andere Welt. Die Welt hinter den Dingen also.

    Dieses ALLES kann man nur mit absoluter Unvoreingenommenheit und Demut
    aufnehmen.
    Ro!and // 4. Dezember 2013 um 13:37 // Antworten

    Ich hoffe nicht, dass Sie von sich behaupten, unvoreingenommen und demütig zu sein.
    Falls doch, empfehle ich auch meine Antwort zum vorangegangenen Kommentar zu lesen, sonst geht ihr Monolog an der Sache vorbei – und das wäre doch schon fast so wie eine „ideologische Verblendung“ oder?!
    Zitrone // 4. Dezember 2013 um 13:42 // Antworten

    Sie haben recht, voreingenommenen Schwadronieren gegenüber sicher nicht,
    dem Werk Rudolf Steiners hingegen schon.

    Und genau dies war gemeint, dem Werk Rudolf Steiners
    kann man nur mit UNVOREINGENOMMENHEIT UND DEMUT
    begegnen!
    Ro!and // 4. Dezember 2013 um 13:57 // Antworten

    Da gibt es noch unzählige Werke, welche die gleiche Haltung erfordern – z.B. die von Jiddu Krishnamurti. Übrigens kannten sich Steiner und Krishnamurti…

    Für mich war der Austausch mit Ihnen fruchtbar, zeigt er mir doch auf, wie schwer es im Bildungswesen ist, eine klare Linie zu finden und zu halten. Sachargumente sind dabei (leider) oft von untergeordnetem Belang…
    Zitrone // 4. Dezember 2013 um 14:21 // Antworten

    Wie Sie sicher wissen, hat Steiner wegen Krishnamurti die
    Theosophische Gesellschaft verlassen,
    da er (Krishn.) von Annie Besant und anderen als der
    „wieder gekommene Christus“ angesehen wurde.

    Mit seinem Weggang gründete er dann die „Anthroposophische Gesellschaft“ in der es
    sicher auch vieles gibt was zu kritisieren wäre, ebenso in den Schulen, da gebe ich Ihnen
    ja recht, dennoch hat dieses Mißverhalten an den heutigen Einrichtungen, nichts
    mit dem Werk Steiners zu tun. Dieses darf man eben nicht in einen Topf
    werfen und sich einen Brei daraus kochen, der einem gerade schmeckt.

    Sie erwarten doch nicht im Ernst, daß durch die Artikel bzw. Kommentare,
    Argumente, wie auch immer auf dieser Seite etwas verändert wird?
    Ro!and // 4. Dezember 2013 um 14:31 // Antworten

    Wie Sie sicher wissen, hat Steiner wegen Krishnamurti die
    Theosophische Gesellschaft verlassen,
    da er (Krishn.) von Annie Besant und anderen als der
    “wieder gekommene Christus” angesehen wurde.

    Nicht ganz korrekt. Wikipedia sagt dazu folgendes:
    „Nach anfänglicher Duldung protestierte der Generalsekretär der Deutschen Sektion, Rudolf Steiner, gegen die Ausbreitung des „Order of the Star in the East“ in seinem Geschäftsbereich und schloss alle Theosophen, die gleichzeitig Mitglieder des Ordens waren, aus der Deutschen Sektion aus.“
    Und genau diese „Messias-„Haltung hat Krishnamurti abgelegt, worauf er sich nicht nur Freunde gemacht hat. Seine zentrale Aussage ist dabei, dass Menschen keiner „heilslehre Folgen“ sollten.

    Dieses darf man eben nicht in einen Topf
    werfen und sich einen Brei daraus kochen, der einem gerade schmeckt.

    D’accord.
    Nichts anderes war der Zweck meiner Worte in dem Beitrag.
    Zitrone // 4. Dezember 2013 um 14:40 // Antworten

    Na ja, nicht jeder holt sich sein Wissen von Lügipedia, aber die Freiheit sei jedem
    unbenommen. Ich jedenfalls bevorzuge direkte Quellen, von den Menschen
    welche die Dinge persönlich erlebten und darüber berichteten.

    Sie vergessen leider eines, auch Atheisten folgen einer Heilslehre,
    diese beteuern zwar an nichts zu glauben, dennoch glauben sie an
    ihren Glauben.
    Ro!and // 4. Dezember 2013 um 14:46 // Antworten

    Es ist jedem Menschen freigestellt die „Lügipedia“ zur „Wahrheitspedia“ zu machen. Dazu gibt es zu jedem Artikel den Knopf Bearbeiten. Da sie die direkten Quellen im Ungewissen lassen statt hier zu nennen, bin ich geneigt, der Wikipedia glauben zu schenken.

    Dank den Erkenntnissen aus dem Konstruktivismus ist jede Lehre subjektives Glauben. Daher sollen auch die Atheisten ihren „Glauben“ haben. Ich kann damit gut leben.
    Zitrone // 4. Dezember 2013 um 14:59 // Antworten

    Es sei Ihnen unbenommen mit „Ihren Glauben“ gut zu leben!

    Quellen habe ich oben schon zur genüge genannt, falls Sie sich
    durch das Werk Steiners dazu aufgerufen fühlen diese Quellen in
    Anspruch zu nehmen, sprechen wir uns in ein paar Jahren gerne wieder.

    Bis dahin wünsche ich Ihnen alle Gute!

    http://sommers-sonntag.de/?p=4859
    Ro!and // 4. Dezember 2013 um 15:05 // Antworten

    Ich verstehe zwar nicht, wie ich aus dem Werken von Steiner die zugetragenen Gegebenheiten zwischen selbigem und Krishnamurtis ergründen kann. Aber darum ging es Ihnen vermutlich nicht. Zumindest haben wir alle anderen Leser/innen mit unserem Wortwechsel erheitert, führt er doch vollständig am Ziel vorbei.

    Da Sie mir dankenswerter weise bereits auf meinen Kernpunkt geantwortet haben, dass die Menschen, die eine Ideologie leben, diese auch Missbrauchen – passt unserer beider „Glaube“ ja und wir müssen uns nicht in ein paar Jahren an ein mögliches Gespräch erinnern, da bereits alles gesagt wurde.
    Zitrone // 5. Dezember 2013 um 12:30 // Antworten

    Wenn Sie nicht verstehen, wie Sie aus den Werken Steiners, die zugetragenen
    Gegebenheiten ergründen können, würde ich empfehlen diese zu lesen.
    Haager Zyklus, GA 145

    Die Feinde der Anthroposophie sitzen überall wie man sieht, nenne diese
    „IDEOLOGIE“, weil sie sie nicht verstehen und schon gar nicht verstehen
    wollen.

    Steiner, mit der größte Geist unserer Zeit, wird heute wie damals bekämpft,
    bekämpft man ihn, bekämpft man zugleich den Geist!

    Also erstrebt man ein „Bildungsideal“ ohne Geist! Alter Wein in
    neuen Schläuchen!

    Ein ehrenwertes Ziel!

    Krishnamurti machte in einem Interview in den 30er Jahren einmal
    eine beachtenswerte Äußerung. Er sprach von „Jenem, der viel größer
    als wir alle, durch Golgatha geschritten ist!“

    Quelle: Rom Lamdau, God is my Adventure, New York 1936, p.369.

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