News Ticker

Verantwortung

Natur_pflanzen1Ich möchte jetzt keinen Personenkult oder etwas in dieser Richtung aufbauen. Ich hab auch keine Sandalen an und wenn doch, kann ich damit nicht übers Wasser gehen. Am liebsten bin ich in meiner Komfortzone und habe meine Ruhe. Seitdem unsere Wohnung aber mit drei gesunden Jungs mit bevölkert wird, ist endgültig vorbei mit dem Komfort. Danke Daniel, Florian und Benjamin dafür, ohne Euch hätte ich meine Faulheit nicht überwunden. Auch wenn ihr sie mir nicht ganz genommen habt und ich Euch weiterhin bei Regen mit dem Fahrrad zur Schule bringe, wo das bequeme Auto doch vor der Tür steht.

Es ist nun mal aber so, dass man aus der Komfortzone, der zweiten Reihe etc. nichts wirkliches, wahrhaftiges bewirken kann. Das kann man nur in dem man selbst aktiv wird. Okay, das ist nichts neues, schließlich erzähle ich das in Vorlesungen seit 2003. Aber konsequent gelebt habe ich es selbst nicht. Darin liegt aber ein wesentliches Prinzip: das was ich selbst verbreite und den Menschen näher bringen will, tue ich oft am wenigsten. Der Volksmund sagt dazu

Wasser predigen und Wein trinken.

Ich trinke beides. Prost!

Ich glaube es gibt aber auch ein gutes Beispiel, dass man anders leben kann. Ich hatte leider nicht das Glück ihn kennen gelernt zu haben – andererseits möchte ich auch nicht in den Zeiten gelebt haben. Von daher ist mir doch wohler, nur über ihn zu lesen. Er schrieb folgendes Zitat:

Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.

Ich schreibe normalerweise immer den Namen darunter, wenn ein Zitat nicht von mir selbst ist. Dieses mal tue ich es nicht und lasse sie selber suchen – es geht aber gar nicht darum, wer etwas geschrieben hat (–> Personenkult), sondern was er geschrieben hat. Sehr schön hat das Michael Ende (den ich leider auch nicht mehr persönlich kennen lernen kann, was mich sehr traurig macht) ausgedrückt – und zwar mit den Worten von Beppo Straßenkehrer. Es ist mir wirklich wichtig, daher lasse ich es diesmal auch mit der Ironie oder anderen „Sprachformen“ und sage es ganz klar:

Hören Sie auf den Menschen und nicht auf den Personenkult/Titel etc.
Manch ein Straßenkehrer hat mehr Lebenserfahrung als ein Univ. Prof. habil. Dr. mult. Dr. h.c. mult.

Ein persönliches Beispiel. Ich genieße es, mich mit Dir Jörg zu unterhalten – schön, dass Du jeden Samstag am Gutenbergplatz bist, so muss ich nicht weit laufen. Dein Fundus an Wissen wir für mich noch lange eine Quelle sein, von der ich gerne trinke! Gerne verweise würde ich hier auf Deine Seminare, in denen Du seit kurzem Deine Erfahrungen weiter gibst und dabei selbst lernst, verweisen, ich kann aber keine Seite finden. Hinterlasse doch bitte ein Kommentar, wo man dich dort findet/ansprechen kann etc.
Spannend für mich war der Moringa-Samen. Hier kann man schön sehen, dass nützliches nicht immer süß schmeckt, sondern ganz im Gegenteil: bitter. Eine interessante Erkenntnis für mich – wenn alles so ist, schlucke ich zukünftig gerne die „bittere Pille“.

/edit: seit dem heutigen Samstag weiß ich nun, dass es noch etwas bittereres gibt, als Moringa. Ich mach mich mal schlau, Jörg, was Du mir da zum Probieren gegeben hast

 

So und jetzt zum eigentlichen Thema.

Ich habe heute ja schon etwas über mich erzählt und bei jeder neuen Station in meinem Berufsleben, z.B. vom Wechsel IBM zur xyz, von xyz in die Selbständigkeit von …Spürte ich die Sorge meiner Eltern, dass ich nicht versorgt sein könnte (unter versorgt meinte mein Vater ausschließlich den monitären Aspekt). Dabei habe ich schon bei der IBM bereits soviel verdient, dass ich mich privat krankenversichern durfte. Beim Wechsel in die Selbständigkeit war die Sorge dann besonders groß, trotz dem Umstand, dass ich 2000 einen Jahresumsatz von etwa 500.000 DM erwirtschaftet hatte – meine Ausgaben waren übrigens gering, so dass nach deftigen Steuern etwa 250.000 DM übrig blieben. Aber trotz dem die Sorge meiner Eltern.

Jetzt bin ich freier Fotograf ohne geregeltes Einkommen und mache mehr Aufnahmen ohne Bezahlung (jedoch nicht unentgeldlich!) wie z.B. letztens beim AKWM-Symposium (einfach nach unten scrollen) und auch schon die Jahre davor. Und es hat sich für mich in jeglicher Art und Weise gelohnt, denn ich habe letztes Jahr dadurch einen wunderbaren Menschen kennen gelernt. Danke an die fleißigen AKWM-Bienen was ihr jedes Jahr und auch unterjährig immer wieder auf die Beine stellt. Zu dem wunderbaren Herren gibt es übrigens so viel Videos, da kann man ein ganzes Wochenende schauen und lernen

Ich habe gelernt, dass es nicht das Geld in Form bedruckten Papiers (seit dem Euro: Baumwolle) ist, sondern etwas anderes, das die Wertschätzung meiner Arbeit ausdrückt. Dabei möchte ich es belassen.

Da ich den Titel der Verantwortung gewählt habe, komme ich nun auf diesen Kern zurück. Würde ich mit dem Wissen, dass ich derzeit habe, mich unter der Payroll eines „schlechten“ Menschen stellen, so könnte ich gewiss in einem Jahr zum Millionär werden. Ich hätte dann aber auch zu verantworten, dass Millionen von Menschen durch mein Handeln betrogen werden würden. Rechne ich das um, so wären das etwa 1 EURO pro betrogenem Menschen. So billig gebe ich mich nicht her. Jeder Mensch hat seinen Preis heißt es und das stimmt wohl. Mein Preis pro Menschenunglück schreiben Mathematiker ganz kurz und elegant mittels einer Lemniskate. Wenn sie den Preis berechnen wollen, so können sie dies auch ganz einfach tun. Sie müssen nur irgendeine Zahl nehmen, die ihnen wichtig ist und durch null teilen. Dann kennen sie meinen Preis (ich freue mich auf ihre Anfragen –> Mailadresse steht im Impressum). Für den Preis verrate ich sogar meine Familie – konsequent bis in Verderben. So bin ich nun mal… Der Preis ist dabei nicht verhandelbar. Danke!

Wenn die Zeit kommt, in der man könnte, ist die vorüber, in der man kann. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Verantwortung
0 Stimmen, 0.00 durchschnittliche Bewertung (0% Ergebnis)
Über Ro!and (393 Artikel)
Auf den Punkt zu bringen, wer man ist, fällt weitaus schwerer, als andere in eine Schublade zu stecken ;-) Im Kern bin ich freiheitsliebend, querdenkend und gerne auch mal (benimm-)regelverstoßend. Ansonsten ganz "normal".
Kontakt: Webseite

1 Trackbacks & Pingbacks

  1. Mut zum Handeln | Schnappfischkapitalismus

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.




Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.