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Ein Zins, sie zu knechten…

Ein Zins, sie zu knechten, sie alle zu finden,
ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden.

Es wird so viel über Zinsen, Geld etc. gesprochen, so dass es für mich an der Zeit ist, einmal meinen momentanen Wissenstand über die Materie wieder zu geben. Da ich von Hause aus kein Ökonom bin, bitte ich gewisse „unschärfen“ zu tolerieren – zur sinnvollen Klarstellung gibt es ja die Kommentarfunktion. Ich möchte dabei nicht zu sehr ins Detail gehen und lieber einen Überblick der Zusammenhänge geben – sinnvolle Schlussfolgerungen überlasse ich jedem selbst.

Fangen wir gleich mit dem lieben Geld an. Hat man welches, denkt man nicht darüber nach, um so mehr aber, wenn es an selbigem fehlt. Geld wurde geschaffen, damit der Handel in einen Fluss kommt, so dass er gewisse (geographische- und zeitliche) Grenzen überwinden kann. Das liegt im wesentlichen daran, dass wir uns als Menschen stets Spezialisieren, von einem Stoff (ich verwende diesen Begriff hier als Allgemeinheit für irgendetwas produziertes und produzierendes: Güter und Arbeitskraft) also möglichst viel herstellen/leisten (die klassische Arbeitsteilung). Dann haben wir aber in der Regel zu viel von dem Stoff, der für uns dann nicht mehr die Bedeutung hat wie andere Stoffe, die wir begehren. Also tauschen wir die zu vielen Stoffe gegen andere (begehrenswerten) Stoffe.

In diese Vermittlerrolle trat irgendwann vor ein paar tausend Jahren dann das, was wir als Geld bezeichnen. Geld hat dabei einen großen Vorteil, wir können uns mit dem Ausgeben zeit lassen – das ging nicht, wenn unsere produzierten Stoffe Lebensmittel waren (zumindest nicht beliebig lange – Honig lasse ich hier mal außen vor). Dieser gewaltige Vorteil von Geld wirkt aber nur dann, wenn es als offizielles Zahlungsmittel in der Breite anerkannt wird. So war durch die Kaiser des röm. Reichs diese Sicherheit gegeben. Das Geld dabei im Gleichschritt mit Macht einher geht, kann vorzüglich in Stephans Zarlengas Buch nachgelesen werden. Auch heute noch gibt es diese Symbiose von Geld und Macht – z.B. in der City of London, welche eine eigenständige zeremonielle Grafschaft ist (und daher nicht Teil von Großbritannien oder der EU!). Hier ist eine der größten Börsen – die London Stock Exchange – beheimatet:

Ebenso ist Stephan Zarlengas Buch zu entnehmen, was passiert, wenn der Wert von Geld, über dem der Stoffe geht. Es verschwindet dann das Geld (vor 2.000 Jahren in Form von Gold- und Silber-Münzen) und wird in geschmolzenem Zustand in andere Länder transferiert (in diesem Fall nach Indien). Auch in der Zeit der Dogen in Venedig gab es das Problem, dass irgendwann kaum noch Münzen im Umlauf waren – Silber und Gold also knapp wurden. Daher hat Silvio Gesell nur bedingt recht, wenn er in seinem Buch „Die Natürliche Wirtschaftsordnung“ lediglich von dem Wert der Waren als Gegenwert von Geld aus geht (Geld als äquivalent zur Kaufkraft im Gegensatz zur bis dahin vorherrschenden Annahme, dass Geld einen inneren Wert besitzt – also an sich einen Wert darstellt). Dieser Bezug ist erst in der jüngeren Geschichte des Geldes korrekt. Bei dem heutigen Geld in Form von bedruckter Baumwolle mit EURO-Aufdruck aber gewiss.

Silvio Gesell hat aber sicherlich einigen Boden bereitet, damit der Zins ein klares Gesicht erhält. So ist der von ihm benannter UrZins ein sehr guter Begriff um den zuvor beschriebenen Vorteil von Geld (Wertstabilität und Wahlfreiheit) sichtbar zu machen. Im Gegensatz zu den Stoffen, welche Lagerkosten, Transportkosten etc. verursachen, hat Geld diese Nachteile nicht. Er bezifferte diesen UrZins-Anteil mit ca. 4-5%. Eine genauere Angabe ist auch schwer zu machen, da Diebstahl von Geld diesen Vorteil auch wieder reduzieren könnte, solange er häufiger auftritt wie bei den Stoffen etc.

Ich persönlich sehe Silvio Gesells genialen Schritt aber in der Bodenreform. Ich habe in dem Beitrag über Geld und Macht bereits das „Anfangs-„Problem angesprochen. Sie können Geld nicht aus der Luft erschaffen, sondern brauchen einen entsprechenden Gegenwert. Hier sehe ich klar den Boden als diesen ursprünglichen Gegenwert von Geld. In dem man sich diesen zum Besitz gemacht hat, hat man plötzlich einen Wert aus dem Nichts erschaffen, dem man Geld gegenüber stellen kann. Die Rückführung des Bodens in das Gemeinwohl halte ich daher für den wichtigsten Schritt in seinen Thesen. Sein Vorschlag, diesen Grundbesitz bei vollständigen Mittelausgleich ins Allgemeinwohl zu überführen, halte ich für sehr weise. Wohl gemerkt nur den Boden, die Häuser darauf bleiben im bisherigen Eigentumsrecht.

Auf die Gedanken zum Regionalgeld möchte ich gar nicht so tief eingehen. Es hat zwar gewisse Vorzüge, da über das Regionalgeld dem Geld ein natürlicher Verfall eingeimpft wird, was zu einer größeren Umlaufgeschwindigkeit des Geldes führt und damit nicht in dem Maß gehortet wird, wie aktuell. Damit es aber den Stellenwert von Geld erhält, muss dieses Regionalgeld staatlich herausgegeben werden, so ist es nur ein schönes Projekt, dass die Stadt-/Regionalgrenze nicht verlässt – und damit ist es zu klein gedacht, um als Geld wirken zu können.

Nachdem ich diesen großen Bereich des Bargeldes behandelt habe, möchte ich nun auf den „neuen“ Bereich des Giralgeldes wechseln. Dies ist eine neuere Form des Geldes und erst mit Einführung der Banken erfunden worden. Wichtig ist dabei zu wissen, dass dieses Geld kein offizielles Zahlungsmittel ist – kein Geschäft muss also Ihre Kreditkarte, Bankkarte etc. annehmen. Mit diesem Giralgeld haben die Banken aber die Möglichkeit ihr eigenes Geld zu Schöpfen – sie können also aus dem Nichts Geld erschaffen (in Form eines Kredits) und nach Rückzahlung verschwindet dieses Geld dann auch wieder (zumindest ein Teil davon). Es bleiben nämlich die Zinsen und Zinseszinsen weiterhin im „System“ und das ist das eigentliche Problem. Es wird also neues Giralgeld geschaffen, ohne dass auf der anderen Seite entsprechend Stoffe entstehen. Giralgeld wird damit immer etwas wertloser (was als Inflation bezeichnet wird).

Aber auch beim Bargeld gibt es die Möglichkeit neues Geld ohne entsprechende Stoffe zu „erschaffen“. Dies wird mit Fiatgeld bezeichnet. Auch hier ist Inflation die Folge. Besonders „heikel“ wird es, wenn das Bargeld nicht in der „Gewalt“ des Staates ist, sondern so wie Giralgeld bei den Banken. Der aktuelle US-Dollar ist ein solches Konstrukt. Bei welchem die Fed – die in Privatbesitz von einigen Personen ist – die Geldhoheit hat und der US-Staat dieses Geld durch Verschuldung in Umlauf bringt. Die Probleme, die sich daraus ergeben, werden wir in absehbarer Zeit erkennen.

Kommen wir abschließend zum großen Übel, dem ZinsesZins. Solange wir beim UrZins bleiben oder bei dem Zins, welcher nach Ablauf eines Darlehens auf einmal zusätzlich zu bezahlen ist, ist das Problem gering, da die Berechnungsformel linear bleibt. Das heißt, der Zinssatz wird mit den Jahren und dem Kreditbetrag multipliziert und es kommt ein entsprechender Betrag heraus (Zinsanteil = Zinssatz/100 * Jahre * Darlehen).
Beim ZinsesZins ist es aber nicht so, hier wird der Zins jährlich (oder noch kürzer) eingefordert – sprich auf die Darlehenssumme aufgeschlagen. Das Problem aus mathematischer Sicht ist dabei, dass nun die Auszahlungsintervalle in den Exponenten wandern. Eine Exponentialfunktion hat dabei ein schleichendes Wachstum – am Anfang kaum wahrnehmbar, dann aber um so gewaltiger und irgendwann nicht mehr beherrschbar. Die Zinslast erschlägt dann den Schuldner im wahrsten Sinne des Wortes. Wolfgang hat mich vor kurzem gebeten einen seiner Beiträge zu kommentieren. Es ging darum, wie Griechenland bei einer Wirtschaftskraft, die nicht einmal für die Zinsen reicht, diesen Kredit zurück zahlen könnte. Hier meine Antwort:

Ein Mathematiker kann hier leider nicht helfen, da bei den angenommenen Rahmenbedingungen alleine für die Zinsen bereits 14 Mrd-€ jährlich anfallen. Somit kommen jährlich zu dem Schuldenberg die Zinsen und dann deren Zinsen hinzu. Dieser Zinses-Zins-Effekt hat eine Sprengladung in sich und ist bei Mathematikern als exponentielles Wachstum bekannt. Das Böse daran ist, dass das Schuldenwachstum erst langsam steigt und dann – dank dem exponentiellen Wachstum – mit riesigem Zuwachs zuschlägt.

Aber dieses exp.Wachstum kann andererseits sich auch positiv auswirken. Hätte Chaos als Göttervater für seine Kinder vorgesorgt und nur einen Cent angelegt. Schmeicheln wir Chaos und setzen sein Alter als 3.000 Jahre jung an und die obigen 4% Zins, so stünden nun 12.589.772.904.704.000.775.152.758.600.291.156.867.438.763.573.248,00€ zur Investition bereit!
Es lebe der Zinseszins – solange man ihn nicht zahlen muss ;-)

Ich möchte hier die Absurdität des ZinsesZins nochmals verdeutlichen. Der obige Betrag, der durch die Anlage von 1 Cent nach 3.000 Jahren bei jährlicher Verzinsung von 4% erwächst, entspricht gerade 1/5 aller Atome auf dieser Erde (ca. 6*10 hoch 49).

Das Problem ergibt sich nur bei langfristigen Anlagen – nach 100 Jahren ist diese Treibladung aber bereits gefährlich, da bei einem Zinssatz von 4% dann der ZinsesZins über das 50-fache der Darlehenssumme ausmacht und jährlich mindestens um die doppelte Darlehenssumme wächst. Staatsschulden sind so ein langfristiges Schuldnerverhältnis und hier steckt die EU wie auch die USA bereits mitten drin. Es ist also absehbar, dass hier die Bevölkerung (des eigenen oder eines fremden Landes) zur Kasse gebeten werden. In Deutschland würden momentan ca. 27% aller Vermögenswerte wieder die notwendige Luft verschaffen, damit der Staat nicht nur eine Mangelwirtschaft betreibt. Das kommende Jahr wird daher höchst spannend!

Wer aus der Geschichte nicht lernt,
der ist dazu verdammt sie zu wiederholen.
(George Santayana)

Der aufmerksame Leser – und selbige Leserin – haben sicher bereits bemerkt, dass das Eingangszitat seinen Ursprung in der „Herr der Ringe“ Saga hat. Es stellt sich die Frage, ob die Ringe die Zinsen symbolisieren und ob Bitcoin aus dem Auenland kommt. Es wird spannend bleiben, ob dieser Ring-Zins-Träger „Bitcoin“ stark genug ist, gegen das Böse zu siegen!

An dieser Stelle schon mal vorab ein happy birthday liebe Fed zum 100.! Ich bin gespannt wie lange die Verjüngungskur mittels flachem ‚Leitzins‘ anhält…

Ein Zins, sie zu knechten…
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Auf den Punkt zu bringen, wer man ist, fällt weitaus schwerer, als andere in eine Schublade zu stecken ;-) Im Kern bin ich freiheitsliebend, querdenkend und gerne auch mal (benimm-)regelverstoßend. Ansonsten ganz "normal".
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29 Kommentare zu Ein Zins, sie zu knechten…

  1. Lieber Roland,

    mit diesem Aufsatz hast Du ein ganz großes Thema angefasst, zu dem es fast unendliche Sichtweisen aus unterschiedlichsten Perspektiven gibt.

    Die amerikanische Philosophin Ayn Rand, die u.a. den Begriff „Objektivismus“ prägte, hat in ihrem Hauptwerk „Atlas Shrugged“ ihre einzigartige Sichtweise zu Thema Geld dargelegt:

    „Geld ist das Barometer der Rechtschaffenheit einer Gesellschaft.

    Wenn Sie feststellen, dass Handel nicht im gegenseitigen Einverständnis, .. sondern im Zwang ausgeübt wird,

    Wenn Sie erfahren, dass Sie um Werte zu erzeugen, .. eine Genehmigung von denjenigen einholen müssen, welche keine Werte erzeugen,

    Wenn Sie sehen, dass das Geld zu jenen wandert, .. die nicht mit Gütern handeln, sondern mit Privilegien,

    Wenn Sie merken, dass Menschen nicht durch Arbeit,
    .. sondern durch Bestechung und Beziehungen reicher werden und durch Gesetze geschützt sind, Gesetze, die Ihnen keinen Schutz vor den Plünderungen gewähren, sondern (im Gegenteil) jene schützen,

    Wenn Korruption belohnt und Ehrlichkeit einem Selbstopfer gleichkommt,

    DANN WISSEN SIE, dass Ihre Gesellschaft dem Untergang geweiht ist.“

    Dem ist aus aktueller Sicht nichts hinzuzufügen (!)

    Zarlenga’s Werk über das Geld gewährt einen hervorragenden Überblick über die Werke monetärer Ideen bekannter Wirtschaftstheoretiker, mit welchen er nicht gerade zimperlich umgeht, sondern mit seinen Erkenntnissen auch altbekannte Denkstrukturen zerpflückt. Letztendlich gibt er dadurch dem Leser die Chance, sich einen eigenen Überblick zu verschaffen und sich seine eigene Meinung zu bilden.

    Last but not least versprechen die ”Briefe eines Bankdirektors an seinen Sohn“ zusätzlichen Erkenntnisgewinn zu diesem hochspannenden Themenkomplex

    http://oconomicus.wordpress.com/2013/03/18/argentarius-vom-gelde/

    Gerne stehe ich für eine vertiefende Diskussion zur Verfügung.

    herzliche Grüße
    Oeconomicus

    • Danke Wolfgang für diese weitere Quelle. Ich habe gerade geschaut, wann „Atlas Shrugged“ publiziert wurde – seit 1957 ist dieses Wissen auf der Welt. Gut daher, dass es nun wieder in Erinnerung gerufen wird.

  2. Falls es bei dem ein oder anderen interessierten Leser in den Zeitrahmen der Weihnachtsferien passt, nachfolgend noch einige Empfehlungen:

    Zeitgeist Addendum (deutsche Synchronfassung)

    Der Film behandelt das amerikanische Federal Reserve System, die CIA, Regierungsformen, Religionen und die Unternehmens- und Wirtschaftssituation der Welt an Beispielen der USA.
    Er schlussfolgert eine diesen Institutionen innewohnende Korruption, die der Menschheit insgesamt nur schädlich sein kann und abgelöst werden sollte.
    Der Film beschreibt das „Venus Project” als nicht perfekte, aber heutzutage mögliche Lösung.

    http://www.youtube.com/watch?v=Vm9ntCNA_04

    **

    Der Preis des Geldes

    Alternativen zur Zinswirtschaft. Wer sich bei einer Bank Geld leiht, muss Zinsen zahlen. Wer anderen einen Kredit gewährt, erhält Zinsen. Dieses Prinzip ist so selbstverständlich, dass bislang kaum jemand auf die Idee gekommen ist, es infrage zu stellen.
    Durch die Finanzkrise und die drückende Last der Staatsschulden hat sich der Blick auf Zins und Zinseszins jedoch verändert. Müssen Zinsen wirklich sein?
    Tatsächlich gibt es Modelle, die ohne sie auskommen. Dazu gehören Komplementärwährungen und das Islamic Banking.
    Ein Blick in die Zukunft und die Geschichte des Zinses, der immer auch ein Machtinstrument war.

    swr2-wissen – Podcast [26:06 Min]

    http://mp3-download.swr.de/swr2/wissen/sendungen/2012/09/der-preis-des-geldes.12844s.mp3

    **

    … und ein ganz besonderes Filetstück:

    Geld, Bankkredit und Konjunkturzyklen

    ein aufschlussreiches Werk von
    Jesús Huerta de Soto
    (Wirtschaftswissenschaftler der Österreichischen Schule und Professor für Wirtschaftspolitik an der Universität Rey Juan Carlos in Madrid.)

    http://oconomicus.wordpress.com/2011/11/03/geld-bankkredit-und-konjunkturzyklen/

    Gute Unterhaltung und spannende Lernkurven wünscht

    Ihr Oeconomicus

  3. Aus der Verfilmung von Ayn Rands Bestseller „Atlas Shrugged“ nachfolgend die Links zu den beiden offiziellen Trailers

    http://www.youtube.com/watch?v=6W07bFa4TzM

    http://www.youtube.com/watch?v=M2x0Fc_xznM

    **

    Ayn Rand & The Prophecy Of Atlas Shrugged

    http://www.youtube.com/watch?v=rOBO3ehh0uI

    • Danke dir für die Vielzahl an vertiefenden Quellen. Auch wenn es kein Popcornkino ist, gebührt diesen Filmen das Prädikat „besonders wertvoll“…

  4. Die City besteht seit 800-noch-was nach Christus, noch lange bevor dort eine Bank existiert hatte.Das ist das alte Londonium, umrandet von der römischen Mauer.Und „kein Teil von EU“ Stimmt auch nicht, die City ist ein Teil des Vereinigten Königreichs. Viel mehr, gehört eigentlich mindestens die hälfte von EU (also das Land) der britischen Königsfamilie.

    Fiatgeld ist überhaupt nicht das Problem, sondern die korrupte und kriminelle Praxis im Umgang damit. Und zwar durch die Regierungen (die als Besitzer der Zentralbanken auch über das Geld bestimmen und die Zinsen kassieren). KEINE Zentralbank ist privat, so am Rande. Lest einfach mal die jeweiligen Gesetzestexte dazu.

    Der Rest ist größtenteils Nonsens, habe jetzt aber keine Lust auf ellenlange Erklärungen. Man kann sich mal ernsthaft informieren statt jeden Quatsch nachzuplappern, so schwer ist das nicht.

    • Ich lasse das jetzt einfach mal so stehen. Wenn Zeit für Klarstellungen vorhanden ist, würde ich mich über diese sehr freuen…
      Die Zeit wird auch klären, ob besagte CoL nun in der EU ist oder nicht – spätestens bei einer EU-Transaktionssteuer, bei der die London Stock Exchange keine Abgaben zahlen muss, sollte der Vorhang gefallen sein!

      Handelt es sich hinter dem Namen „Tester“ um den gleichen, der jetzt ins Bitcoin-Geschäft einsteigen will?!
      –> http://www.iknews.de/2013/12/09/bitcoin-gecrasht-50-wertverlust-in-zwei-tagen/

      Ein Artikel dazu wird es in den nächsten Tagen hier geben, es lohnt sich also nochmals vorbei zu schauen 😉

      • Yep, zufällig derselbe. „Einsteigen“ heißt übrigens erst mal 1 Bitcoin, nur um dabei zu sein und das ganze kennenzulernen.

        Quellen lassen sich mit Leichtigkeit überprüfen, wenn man will. Zum Thema FED ist die ganze Litanei im Detail bei Reality Bloger zu finden (leider nur englischsprachig). Die Gesetze findet man problemlos („Federal Reserve Act“), die Jahresberichte bzw. „financial statements“ sind auf der FED Webseite als pdf zu finden in voller länge.

        Die FED war nichts neues sondern bereits die dritte(!) Zentralbank der USA und die Story von Jackyll Island ist in etwa so wahr, wie der Herr der Ringe.

      • Achja: was in den fin. statements steht ist eindeutig: ein Großteil der Einnahmen gehen an die Treasury, minus Betriebskosten und die Dividenden. Die Dividenden machen etwa 1,5% aus, so viel zum Thema „privat“.

        • Achja, dann können Sie uns doch sicher auch sagen, welche Beträge beispielsweise für die Geschäftsjahre 2009 und 2010 seitens der FED an den U.S. Treasury weitergeleitet wurden, auf welcher Grundlage diese „Profits“ ermittelt wurden und in welchem Verhältnis diese Summen zum Geschäftsvolumen/Bianzsumme der FED stehen.

          Auf Ihre dezidierten Hinweise bin ich sehr gespannt!

          • Bitteschön, 2011 mit verlinkten Quellen:

            http://realitybloger.wordpress.com/2013/10/15/federal-reserve-pays-treasury-75-billion-in-profit/

            Zahlungen an die treasury:

            $75,424,000,000 in 2011
            $79,268,000,000 in 2010

            Dividends paid to member banks: $1,577,000,000

            Zahlungen an die Treasury seit der Gründung:
            ——————
            Distributions to the U.S. Treasury – Interest on Federal Reserve notes:

            Total for all years (1914-2011): $842,337,007,000
            Total income all years (1914-2011): $1,013,516,673,000

            (Translation: over 80% of the Fed’s income is transferred right back to the U.S. Treasury.)

          • Schön, diese Zahlen sind korrekt. Die Original-Quelle findet sich übrigens hier:
            http://www.federalreserve.gov/publications/annual-report/default.htm

            Ihnen ist aber schon klar, dass es sich um „Interest on Federal Reserve notes“ handelt ?

            Zur Erläuterung:

            „A Federal Reserve Note, also a United States banknote or U.S. banknote, is a type of banknote used in the United States of America. Denominated in United States dollars, Federal Reserve Notes are printed by the United States Bureau of Engraving and Printing on paper made by Crane & Co. of Dalton, Massachusetts. Federal Reserve Notes are the only type of U.S. banknote currently produced.
            They are distinct from Federal Reserve Bank Notes, each of which was issued (until 1971) and backed by one, rather than all collectively, of the twelve Federal Reserve Banks.
            Federal Reserve Notes are authorized by Section 16 of the Federal Reserve Act of 1913 (codified at 12 U.S.C. § 411) and are issued to the Federal Reserve Banks at the discretion of the Board of Governors of the Federal Reserve System. The notes are then put into circulation by the Federal Reserve Banks, at which point they become liabilities of the Federal Reserve Banks and obligations of the United States.
            Federal Reserve Notes are legal tender, with the words „this note is legal tender for all debts, public and private“ printed on each note. (See generally 31 U.S.C. § 5103.)
            They have replaced United States Notes, which were once issued by the Treasury Department. Federal Reserve Notes are backed by the assets of the Federal Reserve Banks, which serve as collateral under Federal Reserve Act Section 16. These assets are generally Treasury securities which have been purchased by the Federal Reserve through its Federal Open Market Committee in a process called debt monetizing.
            This monetized debt can increase the money supply, either with the issuance of new Federal Reserve Notes or with the creation of debt Money. This increase in the monetary base leads to larger increase in the money supply through the fractional-reserve banking as deposits are lent and re-deposited where they form the basis of further loans.“

            Quellen:

            Sullivan, Arthur; Steven M. Sheffrin (2003). Economics: Principles in action. Upper Saddle River, N.J.: Pearson Prentice Hall. p. 255. ISBN 0-13-063085-3.
            „Section 411 of Title 12 of the United States Code“.
            Bryan A. Garner, editor, Black’s Law Dictionary 8th ed. (West Group, 2004) ISBN 0-314-15199-0.
            Section 415 of Title 12 of the United States Code. Section 415 describes circulating Federal Reserve Notes as liabilities of the issuing Federal Reserve Bank.
            Cross, Ira B. (June 1938). „A Note on Lawful Money“. The Journal of Political Economy 46 (3): 409–413.

          • Wie gesagt ist das nur ein Ausschnitt, der Rest ist in der pdf zu finden, wer es ganz genau aufgedröselt haben will. Das von mir zu verlangen, ist etwas unverschämt – ich will hier niemanden missionieren oder sonstwas, lediglich etwas aufklären.

    • Nachfrage:

      Es erschließt sich mir nicht, was Londinium mit dem segensreichen Wirken der City of London zu tun hat?
      Nebenbei bemerkt soll nach archäologischen Erkenntnissen der Vorläufer von London bereits im Jahr 47 (nach Christi), also kurze Zeit nach der römischen Eroberung der Insel entstanden sein.
      (Fundstelle R. J. A. Wilson: A Guide to the Roman Remains in Britain, et.al.)

      ***

      „Die Hälfte der EU gehört dem britischen Königshaus“
      Ist dies eine Annahme, oder liegen Ihnen dazu belastbare Fakten vor?

      ***

      „KEINE Zentralbank ist privat … Regierungen die als Besitzer der Zentralbanken auch über das Geld bestimmen und die Zinsen kassieren“
      Noch so eine hübsche Behauptung! Haben Sie noch mehr davon? Vielleicht erläutern Sie uns hilfsweise den Status der FED?

      ***

      einige historische Anmerkungen zur britischen Geldgeschichte und der Vorgündungsphase der Bank of England:

      Englands Free Coinage Act von 1666 entzog der Krone die Kontrolle über das Geldwesen und gab sie in die Hände von Kaufleuten.
      Die Absicht dieses Gesetzes war jedoch nicht die Verteilung der Macht auf viele, sondern deren Rekonstitution in den Händen einer
      neuen, anderen Art von Souverän – einem Souverän, der die institutionelle Form einer privaten, privat kontrollierten Zentralbank
      annehmen sollte.

      Die Bank of England wurde 1694 gegründet. Ihre Geschichte kann lückenlos nachvollzogen werden, und es existieren Quellen, welche
      die verschiedenen Einstellungen gegenüber der Bank dokumentieren – einige ablehnende Positionen eingeschlossen. In der großen New
      York Public Research Library sind über 200 Einträge über diese Bank zu finden.

      Das erste ins Detail gehende Werk über die Bank of England ist The History of the Bank of England des griechischen Professors Andreas
      Andreades aus dem Jahre 1909.
      Obwohl das Buch eine Fülle von Fakten liefert, bleiben Fragen offen, z. B. wie diese Fakten zusammenhängen und welche Motivationen
      diejenigen hatten, die im Hintergrund die Fäden zogen.

      Aus Keith Horsefields Studie British Monetary Experiments geht hervor, daß im Hinblick auf Veränderungen in der Organisation des
      Geldwesens zwischen 1650 und 1710 mindestens 60 Vorschläge der unterschiedlichsten Art gemacht wurden, unter ihnen die Schaffung
      von Nominalgeld oder bessere Pfandhäuser.

      Zweimal wurden sogar negative Zinssätze vorgeschlagen und damit die Theorien von Silvio Gesell vorweggenommen.
      Mindestens vier Vorschläge kamen von William Paterson (1658-1719), dem späteren Gründer der Bank of England.
      Die Pläne des mit John Law verwandten Schotten William Paterson konnten jedoch erst 1694, nach der Landung Wilhelms III. von Oranien, in die Tat umgesetzt werden.

      Nach Horsefield kann die Annahme von Patersons Plan nur mit der Unterstützung durch zwei Männer von außergewöhnlichem Einfluß
      und besonderer Entschlußkraft erklärt werden — Charles Montagu (1661-1715), Schatzkanzler, und Michael Godfrey, Neffe von Sir
      Edmundbury Godfrey.

      Montagus Familie hatte in England ohne Unterbrechung bereits mehr als 500 Jahre lang — bis zurück zur normannischen Invasion —
      zahlreiche wichtige Positionen bekleidet.

      Charles Montagu muß eigentlich als der wahre Gründer der Bank of England angesehen werden, denn er war es, der den Plan durchs Parlament
      brachte, während Godfrey sich um die Zustimmung der Londoner Kaufleute bemühte.

      Paterson war jedoch mehr als nur ein Strohmann.
      Sein Biograph Sax Bannister berichtete über enge Beziehungen zu den reichen Juden Londons und vermutlich auch Amsterdams und Deutschlands.
      Paterson war auch über die wahre Natur der Bank von Amsterdam informiert:
      »Wenn gut unterrichtete Quellen nicht lügen, liegt dort nur ein gutes Viertel des Geldes, das dort eigentlich vorhanden sein
      müßte; die anderen drei Viertel wurde von den Magistraten für den Krieg gegen den König von Spanien verwendet, womit das allgemeine
      Vertrauen der Stadt (sollte jeder Vogel seine Federn zurückhaben wollen) riskiert wird.«

      Über die Diskretion, mit der die Gründung dieser »Revolutionsbank « – wie sie genannt wurde – vorangetrieben wurde, sagte Bannister,
      es sei die ganze Zeit hinweg vermieden worden, von einer »Bank« oder »Gesellschaft« zu sprechen, obwohl beide Konzepte beabsichtigt waren.

      Diejenigen, die die Gründung der Bank betrieben, hielten es nämlich für klug, einem Konstrukt dieser Art einen möglichst unauffälligen
      Anfang zu verschaffen.
      Auf diese Weise sollte die Entstehung von Vorurteilen und negativen Assoziationen in den Köpfen der Menschen verhindert oder wenigstens
      abgeschwächt werden.
      Zu einem späteren Zeitpunkt jedoch betrachtete man es als zweckmäßig, das Projekt der Gefahr auszusetzen und soviel wie nötig von dessen
      Wesen und Charakter preiszugeben, um es dem Parlament akzeptabel erscheinen zu lassen.

      Von der Öffentlichkeit kaum bemerkt – eine Taktik, die in Amerika bei der Verabschiedung von Gesetzen über das Geldwesen Schule machen
      sollte –, wurden die mit der Gründung der Bank of England notwendig werdenden Gesetze in aller Stille verabschiedet – als Zusatz zu einem S
      teuergesetz über Schiffstonnage.

      Quelle: Zarlenga, „Der Mythos vom Geld – die Geschichte der Macht“
      11. Kapitel Die Bank of England wird ausgeheckt
      ab Seite 203

      Dies zum Thema Nonsens, werter @Tester

      • Die Bank of England gehört der Krone bzw. dem Empire.

        Die entstehung der heutigen City ist im englischen Wiki wunderber beschrieben, hat null mit Banken oder sonstwas zu tun. Siehe Abschnitt „anglo-saxon restoration“:
        http://en.wikipedia.org/wiki/City_of_London

        Zum ganzen Rest, es ist ein Haufen nutzloses, nebensächliches Wissen. Die Zentralbanken sind ungefähr so unabhängig wie das Arbeitsamt oder Straßenbauamt. Sie wurden von Staten erschaffen, werden von Staaten kongtrolliert, emittieren Geld gegen staatliche Bonds und die Führung wird vom jeweiligen Präsi/König/whatever ernannt. Obama ernennt den FED-Präsidenten, die FED wurde durch Kongress erschaffen und kann auch morgen aufgelöst werden. Ähnlich ist es mit BoE, durch „royal charter“ geschaffen und geregelt.

        Nochmal, relevante Gesetze lesen, dann wird alles klarer. Ich kann nicht alles vorkauen. Der obige Link ist ein guter Anfang.

        • „Die Bank of England gehört der Krone bzw. dem Empire.“

          Die Wiederholung von nichtbelegten Behauptungen bringt keinen Erkenntnisgewinn!
          Im übrigen bestätigt der Wiki-Link (Sie wissen schon, dass solche Quellen im universitären Bereich als nicht zitierfähig gelten) meine vorherige Bemerkung zu Londinium (47 nach Christi).

          Ja, der US-Präsident ernennt mit Zustimmung des Senats die Mitglieder des Board of Governors.

          Ich nehme an, dass Sie darauf Ihre Überzeugung stützen, die FED sei keine private, sondern eine öffentliche Organisation.

          Mir sind einige Eckdaten öffentlicher Diskussionen zu diesem Punkt sehr wohl bekannt, aber weder Sie noch ich waren als Zeitzeugen bei der Gründung der FED anwesend.

          Daher verlasse ich mich auf historische Dokumente und empfehle das entsprechende Studium solcher Quellen (viele davon finden sich in der Library of Congress):

          Hier einige Beispiele:

          Biographie von Ezra Pounds von Eustace Mullin „A most difficult Individual“

          Eustace Mullin: „The Federal Reserve Conspiracy“ – 1952 (Library of Congress)

          Alexander Del Mar: „Monetary Crimes“

          Studenski/Kroos „Financial History“

          Friedman/Schwartz „Monetary History of the U.S. – 1867-1960“

          Stephan Zarlenga „Der Mythos vom Geld – die Geschichte der Macht“
          ab Kapital 19/Seite 375

          sehr aufschlussreich sind auch diese historische Dokumente:
          -Aldrich-Plan
          -Owen/Glass Gesetzesvorlage

          Da Sie solche Erkenntnisse als „nutzloses, nebensächliches Wissen“ einschätzen vermute ich, dass Sie an einem ergebnisoffenen Diskurs kein Interesse finden und überlasse Sie in diesem Fall gerne Ihren Überzeugungen.

          Oeconomicus

        • Welche „nicht belegte Behauptungen“? Ich sagte bereits mehrfach – Gesetzestexte lesen, so einfach ist das. Es steht alles schwarz auf weiß drin.

          „Nutzlos“ heißt so viel wie „irrelevant, was diese Sache betrifft“ oder „am Thema völlig vorbei“. Das ist alles nur Schall und Rauch, dient höchstens der Ablenkung.

          Wir reden hier nicht von Überzeugungen, sondern Fakten. Und Gesetzestexte sind solche, ganz im Gegensatz zu Biographien oder Statistiken.

      • Zum Jakyll Island, die Version die verkauft wird ist eine Legende. Es war nichts neu oder geheim dort und es war weder das erste noch das letzte Treffen dieser Art. Und ganz sicher war es auch keine „nacht-und-nebel“ Aktion über Weihnachten, wie es erzählt wird.

        http://realitybloger.wordpress.com/2012/09/01/todays-creatures-from-jekyll-island/

        „While it is certainly true that men congregated to create a bill that could then be eventually run through and passed by congress, the legend of that meeting is one of the more discrediting aspects of the movement. In fact, it unfortunately gives people the false impression that this meeting at Jekyll Island was some rare event in history – as if the rest of the time in government, bills and acts are created by the actual congressmen who spend days and weeks composing and signing them. This is far from the truth.

        Was there a meeting on that island? Of course. This fact is not in question.

        Did these men create the Federal Reserve? Of course not. They simply wrote a draft of a bill that would take some three years to finally be rewritten, amended, and passed by congress. Congress created the Federal Reserve, which was finalized by then President Woodrow Wilson’s signature. Government, in fact, created the Federal Reserve Board and banks in committee after the Federal Reserve Act was signed, just as it was instructed to do by the Act.

        Did the bill pass by the vote of just a few house members on a late stormy night when most of congress was at home sleeping or celebrating the holidays? For this myth, I simply did a bit of simple, logical research….

        –=–

        “The House passed the bill 298-60 on the evening of Dec. 22, 1913″

        “The Senate began debate the following day at 10am, and passed it 43-25 at 2:30pm.”“

      • House: Bill passed the house on September 18th by a vote of 282-85 with only 3 democrats voting against it.
        Senate: The Senate passed the Federal Reserve bill, 54-34 on December 19th with full Democratic support.
        Conference Committees: agreed and on December 22nd and 23rd the two houses ratified the bill and the President signed the measure as follows…

        1) Dec. 22, 1913 – House agreed to conference report on H.R. 7837 by 298 yeas to 60 nays and 76 not voting but with 34 announced pairs.
        (Link–> http://www.llsdc.org/attachments/files/102/FRA-LH_v51-CR-1464.pdf)
        2) Dec. 23, 1913 – Senate agreed to conference report on H.R. 7837 by 43 yeas to 25 nays and 27 not voting but with 13 announced pairs.
        (Link–> http://www.llsdc.org/attachments/files/103/FRA-LH_v51-CR-1487-1488-SEN.pdf)

        3) Dec. 23, 1913 – President signs H.R. 7837, the “Federal Reserve Act”.
        (Link–> http://www.llsdc.org/attachments/files/105/FRA-LH-PL63-43.pdf).

  5. Der Zinseszins mit seinem exponentiellen Effekt ist wirklich ein entscheidentes Problem der heutige kapitalistischen Wirtschaft. Er verschafft vor allem den Reichen einen ungeheuren Zuwachs an arbeitslosem Einkommen zu ihrem großen Geldvermögen, das zumeist auch als arbeitsloses Einkommen aus Unternehmensanteilen kassiert wurde. Da diese arbeitslosen Einkommen von anderen Menschen erarbeitet werden müssen, die mit geringen Löhnen abgespeist werden, findet eine permanente Umverteilung von Arm nach Reich statt. Hinzu kommen die arbeitslosen Einkommen aus Mieten und Pacht, die das Eigentum an Grund und Boden ermöglicht, das sich nur in den Händen eines Teiles der Menschen befindet, von denen die anderen abhängig sind.
    Vgl.: http://fassadenkratzer.wordpress.com/2013/12/06/ausbeutung-durch-das-zinssystem/
    http://fassadenkratzer.wordpress.com/2013/11/08/soziale-auswirkungen-des-eigentums-an-grund-und-boden/

  6. Vielen Dank @Oeconomicus für die vielen wertvollen Quellen, mittels denen sich jeder selbst ein Bild der „Wahrheit“ machen kann.

    Danke auch an @Tester, der uns in einer ungewohnten Klarheit gezeigt hat, wohin Halbwissen und Überzeugungen uns führen können. Ein weiteres Merkmal unseres gesuchten Schnappfisches. Ich möchte hier nochmals kurz die „Argumente“ von Tester ins Gedächtnis rufen:

    Die City besteht seit 800-noch-was nach Christus, noch lange bevor dort eine Bank existiert hatte.Das ist das alte Londonium, umrandet von der römischen Mauer.Und “kein Teil von EU” Stimmt auch nicht, die City ist ein Teil des Vereinigten Königreichs. Viel mehr, gehört eigentlich mindestens die hälfte von EU (also das Land) der britischen Königsfamilie.

    Fiatgeld ist überhaupt nicht das Problem, sondern die korrupte und kriminelle Praxis im Umgang damit. Und zwar durch die Regierungen (die als Besitzer der Zentralbanken auch über das Geld bestimmen und die Zinsen kassieren). KEINE Zentralbank ist privat, so am Rande. Lest einfach mal die jeweiligen Gesetzestexte dazu.

    Der Rest ist größtenteils Nonsens, habe jetzt aber keine Lust auf ellenlange Erklärungen. Man kann sich mal ernsthaft informieren statt jeden Quatsch nachzuplappern, so schwer ist das nicht.

    Gerade der letzte Absatz entlarvt sein eigenes Denken und Handeln und ist ein Spiegel seiner Selbst. Das zu Erkennen wird seine eigentliche Aufgabe sein.

    Lieber Tester, es gibt auch noch eine steilere Lernkurve. Dazu muss nur alles Geld in Bitcoins investiert werden – besser noch sich dafür zu Verschulden! Dann einfach etwas warten und ich gebe fast schon eine Garantie, das damit Ihre Lernkurve in ungeahnte Höhen gebracht wird, leider sind Sie dann auch finanziell bis ans Ende Ihrer (noch jungen Tage, wie ich mal vermute) ruiniert.
    Aber jeder lebt sein Leben und macht Seine Erfahrungen. Das ist nicht weiter schlimm, wenn die Erkenntnisse dabei nicht vergessen werden.

    Wie heißt es doch so treffend:

    „Der Dumme lernt aus seinen Fehlern, der Kluge aus den Fehlern der anderen….“

  7. Oho, danke für den Pranger oben! Nette Mobbing-Mentalität hast du hier, zeigt sich in der Regel immer dann, wenn man mit Fakten nicht kontern kann. Ansprechen in dritter Person gehört übrigens auch zu beliebten Diffamierungswerkzeugen. Das ist der Spiegel DEINER selbst, mein Lieber.

    Das mit der Lernkurve geb ich zurück, ich warte noch auf habhafte Fakten von „eurer“ Seite (und nein, eine Bio oder irgendwelche Stories sind keine solche, ganz im Gegensatz zu den geltenden Gesetzestexten).

    Zu BoE:

    http://www.economicshelp.org/blog/626/economics/who-owns-the-bank-of-england/

    The Bank of England is the central bank of the United Kingdom and was established as a corporate body by Royal Charter under the Bank of England Act 1694. The Bank was nationalised on 1 March 1946, and gained operational independence to set interest rates in 1997 (the Bank of England Act 1998 Part II sets out the responsibilities and objectives of the Bank in relation to monetary policy).

    The Bank is a public sector institution, wholly-owned by the government, but accountable to Parliament. The entire capital of the Bank is, in fact, held by the Treasury solicitor on behalf of HM Treasury. Each year, the Bank is required to submit its Report and Accounts to Parliament, via the Chancellor of the Exchequer. For more information you may be interested to see the Bank’s latest Report and Accounts, which can be found on our website at:

    http://www.bankofengland.co.uk/publications/annualreport/index.htm

    As to the supposed ‘Rothschild’ connection, I don’t know why people should think that the family own us. But a number of the Rothschilds have served on the Bank’s Court of Directors over the years.
    ——————-

    ‚Nuff said.

    Dass du z.B. das Propagandastück „Zeitgeist“ oder die völlig verrückte Ayn Rand als „wertvolle Quelle“ bezeichnest, sagt alles über deine Seriösität und deinen Wissensstand aus…

    Und nun bin ich hier weg. Die weiterführende Info für die ernsthaft interessierten wurde verteilt, an sinnlosen „Längenvergleichen“ habe ich keinerlei Interesse und das Niveau der Diskussion hier ist mir schlicht zu unterirdisch.

  8. Achja, eins noch – dein auffäliges Bitcoin-Bashing und negative Unterstellungen („sich dafür verschulden…“), das ganze ist auch vielsagend. Was ich jedoch mit meinem Geld mache, geht weder dich noch sonstwen was an, auch sagt es nichts über mich aus.

    Aber lass mich raten – ich sollte lieber Gold/Silber kaufen?

    Und Tschüss, diesmal ernsthaft.

  9. „Mit diesem Giralgeld haben die Banken aber die Möglichkeit ihr eigenes Geld zu Schöpfen“

    Es gibt keine „Geldschöpfung der Geschäftsbanken“. Dieser mittlerweile in staatlichen Verdummungsanstalten (so genannte „Universitäten“) gelehrte Unsinn dient allein dem Zweck, das Geld NICHT zu verstehen. Der ganze Unsinn löst sich in Nichts auf, sobald man das so genannte „Giralgeld“ richtigerweise zum Faktor „Umlauffrequenz“ in der Quantitätsgleichung rechnet.

    • Wie erklären Sie dann die sich ergebenden Zinsen und Zinseszinsen bei einer nicht vorhandene (Giral-)Geldschöpfung der Banken? Nur mit der Umlauffrequenz lässt sich diese „Gleichung“ nicht lösen…

  10. Die Schuldenkrise gehört zum „Falschgeldsystem“ wie das Amen zum Gebet.
    Die Krise in welcher wir uns befinden, ist ja keine neue Erfindung. Sie hat schon viel früher begonnen. Um ein einigermaßen markantes Ereignis zu benennen, nehme ich jetzt einfach mal das „Essen des Apfels vom Baum der Erkenntnis“, allerdings ohne geschlechtsspezifische Schuldzuweisung.
    Diese „Vertreibung aus dem Paradies“ (eine Metapher, die allerdings Nichts an Aktualität verloren hat), hat uns letztendlich zu unserem jetzigen Falschgeldsystem geführt.
    Was dieses Falschgeldsystem an „Negativem“ hervorgebracht hat (es gibt auch Positives),
    ist unabhängig von allen –Ismen, für sehr viel Übel in dieser Welt verantwortlich. Ausgelöst durch den Zins (er treibt uns in die Rentabilitätsfalle) und der Tatsache, dass das Geldschöpfungsmonopol in den Händen Weniger liegt, können diese mit uns nahezu Alles machen was sie wollen, wenn wir nicht verhungern oder erfrieren möchten. Die Menschlichkeit (in positivem Sinne) und unser Planet bleiben dabei auf der Strecke.
    Dieser tägliche Kampf um das tägliche Brot hält uns davon ab, einfach mal Nachzudenken, was denn „das Ganze“ eigentlich soll.
    Unser gesamtes staatliches Bildungssystem ist mittlerweile danach ausgerichtet, die Menschen vom selbstständigen Denken abzuhalten. Sogar die Schulen der Eliten betreiben nichts anderes wie Gehirnwäsche. Einzig die Freien Schulen arbeiten mit Konzepten, welchen es den jungen Menschen ermöglichen soll. ihr angeborenes Potential voll zu entwickeln und für ihr Leben selbst die Verantwortung zu übernehmen, um sich nicht einem völlig maroden staatlichen Sozialsystem zu unterwerfen, bzw. kritiklos eingliedern zu müssen.
    Unser Falschgeldsystem hat an Positivem eine Automatisierungstechnik hervorgebracht, welche es uns erlauben würde, den Großteil unseres Lebens in der Hängematte zu verbringen und den Maschinen die Sinn tötende Arbeit zu überlassen. Die restliche notwendige nicht automatisierte Arbeit, könnte man unter aktuell ca. 9 Mrd. Menschen aufteilen.
    Was hält uns also davon ab, dies auch zu machen?
    Es sind die Hüter dieses Falschgeldsystems mit ihren Erfüllungsgehilfen (den gierigen Bankern) und ihren Marionetten (den machtgeilen Politikern), welche auf unsere Kosten wie die Made im Speck leben und daran am liebsten nichts ändern wollen.
    Getragen wird dieses System auch von den sexuell völlig pervertierten Kirchen jeglicher Glaubensrichtung, welche über die Jahrhunderte hinweg die Menschen am Entwickeln einer gesunden Philosophie erfolgreich (bis auf sehr wenige Ausnahmen) gehindert hat.
    Was hält uns also davon ab, mit einem BGE diesen Druck aus unserer Menschsein zu nehmen und ein Bildungssystem zu finanzieren, welches Menschen hervorbringt die fähig sind, unsere Probleme zu lösen, vor allem Probleme medizinischer und ernährungstechnischer Natur.
    Was hält uns also davon ab, für Alle echte Lebensmittel zu produzieren und das Vergiften der der Menschen und Tiere mittels Impfung und der Pharmazie zu unterbinden?
    Was hält uns also davon ab, Energieformen zu installieren, welche nicht an Konzerne gebunden sind und Lebensräume zu bewohnen, die noch in einer halbwegs intakten Umwelt liegen, nämlich unsere Dörfer auf dem Land neben den Wäldern? Niemand bräuchte mehr Energie verschwenden um völlig sinnlose Verwaltungsjobs in den Städten zu auszuüben, gleich welcher Natur. Wir bräuchten keine Autobahnen, keine Renn- und Luxuswagenhersteller. Wir hätten genug Geld um Verkehrs- und Transportkonzepte zu installieren, welche uns und unserer Umwelt keinen Schaden bringen. Jeder kann sich frei auf diesem Planeten bewegen, wo auch immer er will, ohne jemanden zu schaden und ohne Angst, denn wenn jeder etwas hat, braucht niemand Waffen um dem Anderen etwas wegzunehmen.
    Was hält uns also davon ab, wieder zurückzukehren ins Paradies?
    Ist es unsere Dummheit, ist es unser Unvermögen oder ist es unser Falschgeldsystem, welches von den Eigentümern der FED und ihren Spießgesellen und Landsknechtheeren bis zum letzten Blutstropfen verteidigt wird, was uns daran hindert?
    Hand aufs Herz. Das jetzige System ist nicht mehr zu ändern. Weder durch die PdV noch durch die irgendeine andere politische Partei. Wir müssen wohl oder übel darauf warten, bis das jetzige Programm voll durchgelaufen ist. Es endet mit seinem Scheitern wie alle anderen Systeme der paar letzten Tausend Jahre auch (man kann sich nur mit der Gewissheit trösten, dass auf diesem Planeten Nichts passiert, was auch nicht passieren soll).
    Wir können uns nur darauf vorbereiten. Wir müssen unser Kinder darauf vorbereiten. Wir müssen es Schaffen, das kollektive Bewusstsein, für ein neues Paradies zu mehren. Wir müssen die Menschen aufklären über das, was momentan abgeht um einen Neustart des jetzigen Systems nach seinem Zusammenbruch zu verhindern. Dies ist mein Anliegen. Dies bin ich meinen kleinen und großen Kindern schuldig. Und jeder der kann und mag, kann es mir gleichtun. Wir müssen es schaffen die Träume an ein neues Paradies in der Welt zu verbreiten. Die Chancen dafür sind da. Die Voraussetzungen dafür sind bestens. Die Krise ist dieses Mal global, das Internet auch. Alle werden fragen und wir können Alle erreichen.

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