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Wenn Konsum zur Droge wird

Natur_tiere10An diesem Freitag war in USA wieder der berüchtigte Black Friday – das Shopping-Erlebnis für jeden Schnappfisch. Wer also zum Schnappfisch-Ritter geschlagen werden möchte, muss dieses Ritual über sich ergehen lassen. Damit sie eine grobe Vorstellung von dem haben, was es bedeutet „dabei“ gewesen zu sein, hier eine Video-Kompilation:

Zum Ende des Videos bekommt man ein grobes Gefühl, wie viel Anstrengung und physischer Schmerz notwendig ist, um überhaupt in einen der Läden zu kommen. Übrigens wird da nichts anderes verkauft, als sonst auch, nur mit einem zusätzlichen %-Schild versehen und auf Paletten präsentiert, statt im Regal eingeräumt (manche schreiben gleich den reduzierten Preis auf, damit die im Rausch befindlichen Menschen nicht selber rechnen müssen – hier wird Dienstleistung halt noch gelebt!)

Das ganze erinnert mich ein wenig an eine vor kurzem bei gewohnte Wolfs-Fütterung:

Wolffuetterung

Es ist emotional eine völlig andere Bindung zu einem LCD-Fernseher, wenn er wie in folgender Szene hart umkämpft wird – der Preis ist dabei eigentlich völlig belanglos. Ich spekuliere sogar, dass die meisten gar nicht wissen, wie viel das Gerät überhaupt kostet, denn diese Überlegung kostet schon zu viel Zeit und das „Schnäppchen“ wäre dann bereits weg. Von daher einfach zugreifen – bis zur Kasse ist dann ja noch genügend Zeit zum überlegen – wenn man denn überhaupt bis dahin kommt:

Bei all dem Kaufrausch darf man nicht außer acht lassen, dass dieses Großereignis auch ein Event ist. Hier können Menschen endlich wieder zusammenstehen und genießen:

http://www.youtube.com/watch?v=5AGZ36wTuEE&

Das tragische dabei ist, dass nicht jeder in diesen „Genuss“ kommt. So z.B. 2008 als eine Wal-Mart Mitarbeiterin von den Konsumentenmassen zu Tode getrampelt wurde. Das die Einwohner der USA auch andere Mittel haben, ihr Recht auf Konsum durch zu setzen, zeigt ein aktueller Artikel der Dailymail – über den Sinn und Unsinn der dortigen Waffengesetze muss man nicht weiter debattieren. Wie es auch ohne Waffen geht zeigt folgendes Video vom Freitag:

Wozu das ganze Theater führt, lässt sich in Gänze noch nicht abschätzen. Das die Vereinigten Staaten von Amerika noch großes vor haben, lässt sich aber aus dem Buch „DIE EINZIGE WELTMACHT – Amerikas Strategie der Vorherrschaft“ von Zbigniew Kazimierz Brzeziński – immerhin einem Kenner der US-amerikanischen Globalstrategie – ablesen.

Wer mit allem Tun und Sinnen immer in die Zukunft starrt,
wird die Zukunft nie gewinnen und verliert die Gegenwart.
(Julius Wolff)

Wohlstand ist, wenn man mit Geld,
das man nicht hat, Dinge kauft, die man nicht braucht,
um damit Leute zu beeindrucken, die man nicht mag.
(Alexander v. Humbold)

Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit,
gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
(Jiddu Krishnamurti)

Wenn Konsum zur Droge wird
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Auf den Punkt zu bringen, wer man ist, fällt weitaus schwerer, als andere in eine Schublade zu stecken ;-) Im Kern bin ich freiheitsliebend, querdenkend und gerne auch mal (benimm-)regelverstoßend. Ansonsten ganz "normal".
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