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Zukunftsvorhersage durch Schwarmintelligenz

Vogelschwarm-0557Es ist ja bereits gute Tradition, zum Jahresende das vergangene Revue passieren zu lassen und eigentlich hatte ich das auch vor. Jetzt habe ich aber in Susanne Kablitz Blog einen so schönen Jahresrückblick zu lesen bekommen, dass ich mir nun diese Arbeit sparen kann. Was mir nun noch bleibt, ist einen Blick in die Zukunft zu wagen. Denn der Kunst obliegt es ja, die Vergangenheit unvergänglich zu machen und Kunstwerke von zeitloser Schönheit zu schaffen, genauso wie es der Wirtschaft obliegt, die Zukunft zu gestalten. Uns mit ihrem Geld ein zukünftiges Leben in Glück und Wohlstand zu verschaffen. Und so setzte ich nun die ‚Brille‘ auf, welche mir es dank der Schwarmintelligenz ermöglicht, einen kurzen Blick in die zukünftige Wirtschaft zu erhaschen…

Mein Fazit: Es ist dieses Jahr vielleicht etwas schlimmer geworden und auch rauer. Im Groben aber bleibt es auf einem stabilen Niveau für 2014…

Sie werden sich vielleicht fragen, auf was ich diese Prognose stütze? Vielleicht auf das positive (?) Fazit der Irland-Rettung? Mitnichten, mir stehen ganz reale Fundamentaldaten zur Verfügung, die ich täglich verifizieren kann. Gerne verrate ich Ihnen mein Geheimnis, dann können Sie direkt vor Ihrer Haustür eine lokale Prognose für 2014 starten.

Hier nun meine fundamentalen Wirtschaftskennzahlen: ich beobachte beim Spazieren die täglich neuen Hundehaufen auf dem Weg und die Dauer, wie schnell diese breit getreten werden:

Hundehaufen-0561

Dieser Haufen war um 11:00 Uhr heute noch frisch und bereits um 13:30 Uhr in diesem erbärmlichen Zustand. Ein weiterer Indikator ist, wie viele dieser Schwarm-Hinterlassenschaften in ihrer direkten Umgebung sind – also in etwa so weit, wie zum nächsten Briefkasten (ich weiß, dass Maß hat vor ein paar Jahren eine neue Dimension erhalten, daher dürfen Sie die Werte von 2000 auch nicht direkt mit den heutigen vergleichen).
Anhand dieser Dichte können Sie direkte Rückschlüsse auf unsere Gesellschaft erhalten. Ab einer Dichte von einem Haufen pro 100 Meter wird es gefährlich! Zur Zeit würde ich noch von grob 150 Metern aus gehen, also kein Grund zur Panik würde unsere GroKo hier versichern.

Ein weiterer Indikator ist, wo diese Messgrößen überall zu finden sind. So sind diese, die in der Nähe von Kinderspielplätzen gefunden werden, wie z.B. im folgenden Bild, höher zu werten:

Hundehaufen-0559

Insgesamt ist es nicht so einfach, ohne umfangreiche Erfahrungen mit der „Materie“ hier Prognosen zu wagen. Wichtig aber ist, es nicht persönlich zu nehmen, wenn man in gerade einen dieser Haufen tritt – denn diese dienen nur (wie sie jetzt wissen) unserer besseren Prognosemöglichkeit für die nahe Zukunft. Tragen also ihren Beitrag, damit die Welt, in der wir leben, etwas verlässlicher wird.

Auch ich bin diesem Irrtum bis vor kurzem noch erlegen und hatte einen Hundehalter gefragt, ob er die Hinterlassenschaft nicht wegräumen wolle, die direkt in mitten auf dem Gehweg lag. Er gab mir zur Antwort: „Wie denn, etwa mit den Händen?“. Da wurde mir erst klar, dass der Mann ja nur eine Jogginghose und ein T-Shirt an hatte und die 2. Hand ja mit einer glühenden Zigarette schon völlig ausgelastet war. Auch mein Einwand bei der 20 Meter entfernten Eisdiele sich Papier zu holen, wurde nicht gehört. Zu Recht, wie ich heute meine! Zu diesem Zeitpunkt war mein naiver Standpunkt jedoch, dass er als Hundehalter doch Sorge tragen müsse, diese Hinterlassenschaften zu entfernen. Mein Dank daher an die vielen Hundehalter/innen, die dies heute noch so sehen – auch wenn diese gefühlt heute in der Minderzahl sind.

Ein weiterer sozialökonomischen Grund möchte ich für die Wahrhaftigkeit meiner Zukunftsprognose anführen. Auf die Frage, wieso die Hinterlassenschaften nicht entfernt werden, kommt auch öfters die Antwort, dass dafür doch Hundesteuer bezahlt wird. Diese Argument lässt sich direkt auf die Gesellschaft übertragen und erhärtet meine Vermutung. Denn auch in anderen Bereichen glauben wir, in dem wir eine Steuer zahlen, wird dieses Geld zweckgebunden auch dort eingesetzt und kümmern uns nicht weiter um das, was uns unmittelbar betrifft.

Somit wünsche ich allen einen Guten Rutsch in 2014 und denken Sie dran, mit jeder Flasche Sekt tragen Sie ihren Teil dazu bei, dass wir wieder eine neue (kaiserliche) Kriegsmarine bekommen. Oder etwa nicht? Na egal, dann mal Prost Neujahr!

 Was Schicksal ist, lässt sich nicht definieren,
nur sehend erleben.
(Oswald Spengler)

Zukunftsvorhersage durch Schwarmintelligenz
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Auf den Punkt zu bringen, wer man ist, fällt weitaus schwerer, als andere in eine Schublade zu stecken ;-) Im Kern bin ich freiheitsliebend, querdenkend und gerne auch mal (benimm-)regelverstoßend. Ansonsten ganz "normal".
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