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Ein Ameisenleben – Teil 3

Natur_tiere5Was bisher geschah (zum vollständigen letzten Teil gehts hier lang…):
Alice Bewusstsein nimmt – durch die Einnahme ihres weißen Goldes – stetig zu. Sie ist fest entschlossen, die aktuelle Gemeinschaftsstruktur ihrer Kolonie nicht mehr zu tragen und sammelt Erfahrungen bei anderen Kolonien. Nun ist es an der Zeit, ihre Freunde in den Komplott mit ein zu binden.

Ich finde keinen richtigen Schlaf, beschäftigt mich der Gedanke doch zu sehr, welche Wirkung das weiße Gold auf Silvia wohl haben wird. Ich bin mir sicher, dass Silvia ausreichend viel davon verzehrt hat, so dass eine Wirkung eintreten muss – andererseits möchte ich auch nicht, dass sie hinter mein Geheimnis kommt und sich selbst an dem weißen Gold bedient. Ich muss mir genau überlegen, wie ich sie versorge, ohne dass sie selbst den Weg findet…

Der neue Tag bricht an und ich mache mich gleich auf zu unserem Treffpunkt. Silvia ist bereits dort und macht auch keinen ausgeschlafenen Eindruck auf mich – soweit, so gut. Wir machen uns gleich auf den Weg.
Silvia erzählt von ihrer Nacht und es wird mir schnell klar, dass auch bei ihr die Wirkung des weißen Goldes eingesetzt hat. Zwar noch diffus, aber das wird schon. Es liegt nun an mir, ihre Gedanken auf die mir wichtigen Punkte zu lenken. Ich erzähle ihr von den zukünftigen Herausforderungen und der fehlenden Sichtweise von Klara. Sie folgt meinen Gedanken, ich spüre aber, dass sie auch gleichzeitig in Gedanken bei dem weißen Gold ist. Ich verspreche ihr, dass sie noch mehr bekommt.

Ich mache mich Nachmittags noch alleine auf den Weg zu meinem Vorrat und abermals komme ich mit einem weißen Gold-Stückchen zurück. Silvia wartet schon verheißungsvoll auf die neue Bewusstseinsnahrung und zu meiner Freude konnte sie auch Max überzeugen, bei dem Treffen dabei zu sein. So verspeisen wir nun in der Dreierrunde das weiße Gold.

Mein Plan gelingt, Silvia und Max sehen die Probleme so, wie ich sie ihnen geschildert habe. Dadurch, dass ich das weiße Gold stets knapp halte, muss ich auch nicht befürchten, dass mir die Sache entgleitet. Es ist schön an zu sehen, wie die beiden täglich auf ihre Ration warten. Ein schönes Gefühl mit einer solchen Gruppe zu arbeiten! Gemeinsam sehe ich eine Möglichkeit, meinen Plan Wirklichkeit werden zu lassen.

Es ist nun an der Zeit, Klara durch mich zu ersetzen. Ich gehe mit Max und Silvia bis zum Brutbereich vor. Klara geht wie gewohnt ihrer Arbeit nach und nimmt keine Notiz von uns. Es ist ein leichtes, dass wir gleichzeitig von allen Seiten an sie herankommen. Der Zeitpunkt ist da, wir schlagen zu!

Die ungeheure Kraft von Klara überrascht mich doch ein wenig. Ich bekomme keinen richtigen Ansatzpunkt für meinen Kiefer. Es geht zu lange.
Es kommen bereits Soldatinnen zur Hilfe, wir müssen unseren Angriff abbrechen. Max und ich nehmen den nächsten Weg nach draußen, Silvia stärkt uns den Rücken. Endlose Gänge bringen uns endlich nach außen. Von Silvia keine Spur. Auch aus den anderen Gängen kommen Soldatinnen heraus, wir müssen schnellstens weg von hier. Max Beine ergreifen mich und seine Flügel werden zum Retter in der Not. Noch beim Steigflug sehe ich Silvia, wie sie von Soldatinnen umzingelt ist – für sie kommt jede Rettung zu spät.

Schnell lassen wir die Ameisenkolonie zurück. Ich muss mich zuerst von diesem Schock erholen und in Ruhe überlegen, was wir nun tun können. Ich finde einen Weg, da bin ich mir sicher…

Fortsetzung folgt…

Ein Ameisenleben – Teil 3
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Auf den Punkt zu bringen, wer man ist, fällt weitaus schwerer, als andere in eine Schublade zu stecken ;-) Im Kern bin ich freiheitsliebend, querdenkend und gerne auch mal (benimm-)regelverstoßend. Ansonsten ganz "normal".
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