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Ein neuer Blick auf die Armut

Schnappfisch-1755Mit seiner faszinierenden Datenanalyse-Software zeigt der Wissenschaftler Hans Rosling, wie Länder der Armut entkommen.

Er zeigt die „Dollar Street“, auf der er weltweit Haushalte mit verschiedenen Einkommen vergleicht. Und dann tut er etwas wirklich Beeindruckendes…

Den Beitrag mit Untertitel gibt es hier!

Selten habe ich so einen erfrischenden Statistik-Vortrag gesehen. Die Zutaten mögen die gleichen sein, aber erst durch das Wissen von Hans Rosling wird die Zubereitung zu einem Fest der Einsicht!

Verblüffend sind die dargestellten Zusammenhänge. Zum einen sind hier zu nennen, dass die Industrienationen auf Kosten des CO2-Ausstoßes überhaupt dieses Wachstum erzielen konnten – keine Neuigkeit in der aufgeklärten Zeit, in der wir leben.

Das Entscheidende ist aber seine Darstellung der Hilfsmittel für die Entwicklungsländer um aus der Armut heraus zu kommen. Als wichtigsten Faktor nennt er das Wirtschaftswachstum (+++), gefolgt von der Staatsführung (++) und der Bildung (++). Gesundheit (+), Umweltbelange (+), Menschenrechte (+) und Kultur (+) sind dabei nicht zentrale Faktoren.

Dann die Gegenüberstellung der Entwicklungsziele. Hier verhält es sich anders. Treibender Faktor ist hier die Kultur (+++) und die Menschenrechte (+++). Erst dann kommen die Umweltbelange (++) und die Gesundheit (++), gefolgt von der Bildung (+) und Staatsführung (+). Abgeschlagen das Wirtschaftswachstum (0)!

Die Kultur macht das Unmögliche möglich, so die zentrale Botschaft von Hans Rosling!

Und was machen die „Beglücker“ der westlichen Nationen stattdessen? Sie exportieren Coke, saftige Burger und was es noch alles für Leckereien gibt.

Der Geist denkt, das Geld lenkt.
(Oswald Spengler)

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Auf den Punkt zu bringen, wer man ist, fällt weitaus schwerer, als andere in eine Schublade zu stecken ;-) Im Kern bin ich freiheitsliebend, querdenkend und gerne auch mal (benimm-)regelverstoßend. Ansonsten ganz "normal".
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2 Kommentare zu Ein neuer Blick auf die Armut

  1. Bei der Gegenüberstellung der Entwicklungsziele gehe da nicht ganz mit und meine ohne Bildung (Rang 1) sind Gesundheit (Rang 2), Menschenrechte (Rang 3), Kultur (Rang 4), Umwelt (Rang 5), Staatsführunge (Rang 6) und schließlich Wirtschaftswachstum (Rang 7) nur schwer vorstellbar.

    • Ich glaube, wir können hier nicht mit unserer Denkweise an die Problemlösung herangehen, bei der Bildung klar dominiert. Denn das, was wir in der Regel als Bildung exportieren, sind unsere Denkmuster, unsere Ideologien und Überzeugungen. Gleichzeitig exportieren wir damit (unweigerlich) auch das, was uns als Industrienation nutzt – der gesicherte Fluss an günstigen Rohstoffen.
      Daher fand ich den Blickwechsel, den Hans Rosling beschreibt sehr wirkungsvoll. Setzt der Ausbruch aus der Armutsspirale bei der verwurzelten Kultur an, so entsteht eine eigene Kraft, die den Wandel gestalten kann. China kann hier durchaus als Beispiel angeführt werden…

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  1. Der Wandel unserer Zeit | Schnappfischkapitalismus

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