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Schatzkiste #2: Denn sie wissen nicht, was sie tun!

Kreativ_formFarbe1Hier kommt der nächste Beitrag aus der Schatzkisten-Reihe längst vergessener Texte. Der folgende Text ist aus 2003 und war der Anfang einer Reihe von (geplanten) Beiträgen zur Diskurskonformität – zumindest steht es so über dem Text. Mehr als dieser Beitrag gab es aber nicht 😉

 

Warum Männer so schlecht zuhören (können)

Nach neuesten Untersuchungen hören Männer im Gespräch mit Frauen deshalb weniger zu, weil sie sich voll auf Ihre rationale Argumentation konzentrieren. Um den Wahrheitsgehalt der (eigenen) Gedanken nicht zu verfälschen ist es deshalb genetisch sinnvoll, nicht der Argumentation seiner Gegenüber zu folgen – dies könnte uns nur verwirren. Da Männer mit ihren Kräften stets haushalten müssen, wundert es auch nicht, dass wir in solchen Diskussionen stets nur auf unsere linke – rationale – Gehirnhälfte zurückgreifen!

Dieses Gesetz unserer gegebenen Energiesparsamkeit lassen wir aber gerne fallen und aktivieren dann um so mehr unsere emotionale (ja, auch die gibt es bei Männern) rechte Gehirnhälfte – es kommt dabei lediglich auf die optischen, äußeren Anreize an. Sind diese ‚Stimulanzien’ gegeben, so zeigen wir unsere kreative Vorstellungskraft aufs äußerste. Da werden selbst gefangene Forellen zu kleinen Haien, aus Fliegen können wir problemlos Elefanten machen und verstehen es gar nicht, wieso wir nach der erfolgreichen Beendigung unseres Studiums nicht unmittelbar für den Nobelpreis vorgeschlagen wurden.

Andererseits sind wir auch wieder so verständnisvoll, das unsere – auf Butterbrotpapier geschmierten – Gedichte aus der Jugendzeit nicht für den Pulitzerpreis nominiert wurden; vielleicht gerade deshalb nicht, weil uns diese besagten Höchstleistungen aus Jugendtagen vor kurzem wieder in die Hände kamen. Eines muss man jedoch bei unserer damaligen Prosa anerkennen, wir haben wesentliche Elemente der neuen Rechtschreibung vorweggenommen – wenn das kein Zeichen von Kreativität war, was dann?!

Kommen wir aber nun zum Schluss und zur allgemeinen Handlungsempfehlungen für unsere weiblichen Zuhörerschaft.

Wenn ihr wirklich an unseren sachlichen Argumenten interessiert seid, lasst uns gefälligst Erzählen und berücksichtigt dabei stets Euer Erscheinungsbild nach dem Motto: „weniger ist mehr!“. Wollt ihr andererseits, dass wir Euch zuhören und dabei auch noch emotional in Erscheinung treten, so wisst Ihr nun, was Ihr zu tun habt. Bedenkt dabei aber die Konsequenzen!
Ihr tragt in diesem Fall die Verantwortung für unser Handeln, da wir nicht mehr im Stande sind, die ausreichende Menge Energie für unsere sachlichen Argumente aufzubringen – von der zaghaften Verknüpfung unserer beiden Gehirnhälften mal ganz abgesehen…

… „denn sie wissen nicht, was sie tun!“

Schatzkiste #2: Denn sie wissen nicht, was sie tun!
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Auf den Punkt zu bringen, wer man ist, fällt weitaus schwerer, als andere in eine Schublade zu stecken ;-) Im Kern bin ich freiheitsliebend, querdenkend und gerne auch mal (benimm-)regelverstoßend. Ansonsten ganz "normal".
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