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„Arrangiert Euch“ ist kein erstrebenswertes Ziel!

AdlerEs ist beeindruckend, mit wie viel Engagement und Eifer sich Menschen auch im hohen Alter für eine bessere Gemeinschaft auf Erden einsetzen bzw. eingesetzt haben. Die Hinterlassenschaften von Bertrand Russell sind mir immer wieder eine Inspiration. Dabei zeichnen ihn nicht nur seine Schriften aus, auch sein Widerstand gegen die Staatsgewalt, gegen die er im Alter von 89 Jahren noch ausgerufen hat, und ihn eine zweimonatige Freiheitsstrafe einbrachte, zeichnen sein Leben.

Ein weiterer Kämpfer um die Freiheit der Menschen war Stéphane Hessel. Besondere Aufmerksamkeit erlangte er 2010 durch sein Essay Empört Euch!, welches er im Alter von 93 Jahren verfasste.
In dieser zehn seitigen Schrift benennt er klar die Gefahren der derzeitigen Haltung der Gleichgültigkeit, angesichts der allseits sichtbaren Missstände. Es ist ein Wesen unserer Zeit, per Internet das gesamte Weltgeschehen im Blick zu haben, aber unfähig zu sein, aktiv in das Geschehen ein zu greifen. Stéphane Hessels Essay zeig Mittel und Wege auf – einzig das Tun obliegt jedem selbst. Die Hoffnung, dass andere es schon richten werden und man selbst (weiterhin) stiller Beobachter bleiben kann, wird eines Tages zum Märchen, nur dann ist es zu spät.

Hessel wendet sich in Empört Euch zwar direkt an seine französischen Landsleute, welche traditionell ein größeres Bewusstsein für den Widerstand haben – ich selbst konnte es 2010 im Frankreichurlaub selbst erleben: innerhalb von einem Tag waren alle Tankstellen lahm gelegt und ich für eine Woche im „Zwangsurlaub“. Durch die voranschreitende Globalisierung ist es aber längst nicht (nur) Thema der Franzosen, etwas gegen die Missstände zu tun, sondern Pflicht und Aufgabe eines jeden. Themen gibt es genügend, z.B. das alles andere als demokratische transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP):

So schön und bequem Online-Petitionen auch sein mögen, unsere Politiker werden sie nicht in die Schranken weisen (wie z.B. bei dem EU-Vorstoß, Wasser zu einem Menschenrecht zu machen). Zu viel Geld und Macht steht auf dem Spiel. Dabei ist unser Geldsystem bereits soweit überhitzt, dass ein geregeltes Herunterfahren nicht mehr möglich erscheint. Analog zur Katastrophe in Fukushima steht uns der Super-Gau im Geldwesen unmittelbar bevor. Wir können aber zumindest die Zerstörung abmildern, wenn wir beginnen die Dinge kritisch zu hinterfragen und dies auch so benennen. Dazu ein weiterer Beitrag:

Zum Abschluss möchte ich KenFM zu Wort kommen lassen, welcher den Ball von Stéphane Hessels Folgethesen aus „Engagiert euch!“ 2012 aufgegriffen hat. In den knapp zwei Jahren bis heute hat sich die Situation weiter verschärft – aber hören Sie selbst:

https://www.youtube.com/watch?v=QUqppJRDVgk

Chancen multiplizieren sich wenn man sie ergreift.
(Sunzi, Chinesischer Stratege)

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Auf den Punkt zu bringen, wer man ist, fällt weitaus schwerer, als andere in eine Schublade zu stecken ;-) Im Kern bin ich freiheitsliebend, querdenkend und gerne auch mal (benimm-)regelverstoßend. Ansonsten ganz "normal".
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