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Die Investitionsanlage

Schnappfisch-1740Die Süddeutsche Zeitung hat am Wochenende einen Beitrag online gestellt, der den Titel „Konsumkick statt Reihenhaus“ trägt.

Vieles, was in dem Beitrag angesprochen wird, kann ich sehr gut nachvollziehen und habe auch eigene Beiträge dazu verfasst. Es ist unübersehbar, dass das Vertrauen in unsere Währung(en) schwindet. Zu sehr ist die Geldmenge des US-Dollars die letzten Jahre gestiegen, zu wenig die Wirtschaftsleistung auf der Gegenseite. Dies führt unweigerlich zu einer Inflation, wenn die Märkte frei sind. Da es nicht zu einer so starken Inflation gekommen ist, wie es eigentlich sein müsste, zeigt, dass die Märkte doch nicht so frei sind, wie sie es in einer freien Marktwirtschaft sein müssten. Dies unterscheidet den (klassischen) Liberalismus vom Neoliberalismus.

Der Vorschlag der SZ, noch kurz die letzten Minuten in Konsumfreuden zu verbringen, erscheint daher logisch – jedoch zu kurz gedacht.

Es ist richtig, jetzt zu investieren. Sein Geld, was auf der hohen Kante liegt, in etwas anderes zu verwandeln, denn ist einmal das Vertrauen weg, bleibt nur bedrucktes Papier (US-Doller) oder bedruckte Baumwolle (EURO) übrig. Von den Giftstoffen, die im Geld stecken, rede ich jetzt lieber nicht. Frage dazu: wieso setzt sich kein Schimmel auf Geldscheinen an?!

Zurück zur Investition. Spontan fallen mir drei Dinge ein, für die ich (als fiktiver Anlageberater) einstehen würde:

  1. Investition in Bildung – ganz gleich welche, solange es von Herzen kommt und nicht unter Zwang erfolgt.
  2. Investition in Dinge des täglichen Gebrauchs, z.B. Lebensmittel. Kaufen Sie diese heute und sie sparen Geld, da Lebensmittel zunehmend teurer werden. Aber nur die kaufen, die ihnen auch schmecken, sonst wird der Vorrat zur Qual und nicht zum Genuss.
    Dabei sparen Sie auch Zeit, wenn Sie weniger, dafür aber größere Einkäufe machen.
  3. Investition in soziale Projekte. Viele Sozialprojekte in ihrer Nähe können sie mit kleinem Geld fördern. Das muss sogar nicht einmal Geld sein, auch Zeit und Unterstützung sind immer willkommen. Die Rendite ihrer Investition ist Ihnen sicher – wenn auch nicht zwingend monetär!

Soviel zu meinem Anlagetipps.

Seinen Sie mir wohlgesonnen aber auch gerne konstruktiv Kritisch. Danke!

Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen.
(Benjamin Franklin)

Über Ro!and (401 Artikel)
Auf den Punkt zu bringen, wer man ist, fällt weitaus schwerer, als andere in eine Schublade zu stecken ;-) Im Kern bin ich freiheitsliebend, querdenkend und gerne auch mal (benimm-)regelverstoßend. Ansonsten ganz "normal".
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11 Kommentare zu Die Investitionsanlage

  1. Ich sage dies nur äußerst ungern aber Recht hat die Süddeutsche! Das Geld was Sie Heute in die Zukunft investieren wird es bald nicht mehr geben. Der nächste rituelle Geldcrash steht unmittelbar bevor. Dann ist alles weg -das Auto, das Haus das Boot – alles futsch. Wollen wir einfach hoffen dass es diesmal ohne Weltkrieg abläuft, aber zusammenbrechen wird das System demnächst – das ist alles was wirklich sicher ist.

    • Daher ja die Investition ich sich selbst (–> Wissen) und in soziale Projekte.
      Das gekaufte Essen wird uns der Staat ebenfalls nicht nehmen.

      Ansonsten teile ich Ihre Meinung. Es ist Zeit zum Handeln, aber nicht mehr viel Zeit!

  2. Peter Krüger // 7. April 2014 um 11:17 //

    Ich kann leider nicht nachvollziehen, weshalb
    im Artikel „nach voll ziehen“ steht, habe sofort
    auf-ge-hört zu lesen…
    Erbitte Besserung. MfG, krüger.

    • Danke für den Fingerzeig. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich den Beitrag heute nicht noch einmal gelesen habe und diese „Denkfehler“ entfernt habe. Dies werde ich jetzt aber nachholen.

      /update: erledigt, wenn jetzt noch was „Falsch“ ist, werde ich mich dafür schämen, versprochen 🙂

  3. Die beste Investition ist es, sich bewußt zu werden – sich selbst zum besten Werkzeug zu machen. Zusammen mit dem Fokus auf eine konstruktive Basis können Entscheidungen dann schnell und präzise getroffen werden.

    Be the best service and you get the best service.

    • Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!

      Wer einen Garten hat und es versteht, dort essbares wachsen und gedeihen zu lassen, sollte diese Möglichkeit nutzen. Für alle anderen gibt es Konserven 🙂

  4. Norbert G. // 7. April 2014 um 20:58 //

    „wieso setzt sich kein Schimmel auf Geldscheinen an?!“

    Wieso verschimmelt oder verfault die Hanffaser nicht?
    Sie wird noch heute zur Abdichtung von Flanschen auch im Naßbereich benutzt!

    • (legalisierter) Hanf wird aber meines Wissens nicht für Geldscheine verwendet 🙂
      Eher schon in hochpreisigen Luxuslimmos.

      btw. Wolfgang hat einen schönen Beitrag über Hanf vor einem Jahr geschrieben…

  5. Norbert G. // 7. April 2014 um 21:13 //

    Dann setze ich dagegen, daß sich auf Geldscheinen durchaus Schimmel bildet, so sie genügend feucht gehalten werden!
    Läßt man zudem Asseln an sie heran, so werden sie aufgefressen, bevor sie verschimmeln können …

    • Muss ich unbedingt mal ausprobieren. Wobei mir die Asseln da schon fast etwas leid tun 😉

      Es macht ja bekanntlich die Dosis das Gift.

  6. Norbert G. // 7. April 2014 um 22:11 //

    „Wer einen Garten hat und es versteht, dort essbares wachsen und gedeihen zu lassen, sollte diese Möglichkeit nutzen“

    Wobei jedem klar sein sollte, daß ein Garten nur in Vorbürgerkriegszeiten ein lieblich Plätzchen ist. Gelegentlich schaut vielleicht die multikultikulturelle Bereicherung auf der Suche nach Bereicherndem nachts vorbei, doch sonst ist es wirklich nett.
    Doch in Zeiten echter Not kann man die meisten Gärtchen schlichtweg abschreiben, sofern man nicht aus masochistischer Neigung für Fremde Ernter produzieren möchte …

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