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Die Toleranz der Gesetzgebung

Schnappfisch-3714Es ist ja nicht so, dass wir in Deutschland wenig Gesetze hätten, die das gemeinsame Leben regeln. Vielleicht sind es derer bereits zu viele, so dass der eine oder andere schon gar nicht mehr einen Bezug zu diesen hat.

Eines dieser Gesetzte, konkret den §323c des StGB werde ich in diesem Beitrag etwas näher beleuchten. Dieser Paragraph des Strafgesetzbuchs trägt den Titel „Unterlassene Hilfeleistung“ und lautet wie folgt:

Wer bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not nicht Hilfe leistet, obwohl dies erforderlich und ihm den Umständen nach zuzumuten, insbesondere ohne erhebliche eigene Gefahr und ohne Verletzung anderer wichtiger Pflichten möglich ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

Jeder, der den Führerschein gemacht hat, sollte ihn kennen. Auch ohne Führerschein ist man aber verpflichtet, sich nach dem Gesetz zu richten.

Viele Studien belegen, dass gerade die Erstversorgung am Unglücksort viele Leben rettet und so ist dieser §323c nicht zu unterschätzen.

Jetzt aber mal Hand aufs Herz, wie viele Menschen sehen ein Unglück und versuchen schleunigst vom Ort weg zu kommen, so dass sie nicht „mit hineingezogen“ werden. Flüchten sich in Ausreden, von dem Unglück nichts mitbekommen zu haben oder einfach nicht in der Lage zu sein, qualifiziert zu helfen.

Kommen wir zu einem anderen Schauplatz, der aktuell ein Gefahrenpotential birgt, welches umfassender nicht sein könnte. Die Lage in der Ukraine.

Fast täglich berichten die Medien von dort und fast täglich wird diese einseitige Sicht Lügen gestraft. So wird der Putsch der rechtsradikalen Swoboda-Partei als demokratisch gefeiert. Wenn nun die Bevölkerung von der faschistischen Zukunft Angst bekommt und ebenso um ihre Freiheit kämpft – nämlich um eine regionale Machtverteilung der Ukraine, statt der zentral gesteuerten Macht von Kiew aus – dann werden diese Demonstranten als „Kreaturen-Demonstranten“ bezeichnet, welche die Swoboda-Regierungsbeteiligten „einfach abknallen“ lassen will, den diese haben nach ihrer Ansicht den „Tod verdient“.

Da bleibt einem die Spucke weg, speziell dann, wenn man sieht, dass die USA und die EU – allen voran auch Deutschland – diese menschenverachtenden Personen auch noch hofiert und mit ihrem Steuergeld unterstützt!

Wenn ich nun nochmals auf den zuvor zitierten §323c StGB schaue, so stelle ich mir die Frage, ob wir bei einem solchen Umgang mit einer gemeinen Gefahr nicht auch unsere bürgerlichen Pflichten schändlich verletzt haben und uns unterlassener Hilfeleistung schuldig machen?!

Es genügt nämlich nicht, die Verantwortung auf die Politiker oder die Presseorgane ab zu wälzen. Auch gilt vor dem Gesetzt immer noch der Satz: „Unwissenheit schützt vor Straftat nicht!“.

Das wir alle, trotz besseren Wissens, noch nicht alle im Gefängnis gelandet sind, mag vielerlei Gründe haben. Die begrenzten Kapazitäten sind sicher auch ein Grund, die Toleranz unserer Gesetzgebung ein weiterer. Ja, die Ukraine ist nicht Deutschland, was schert uns also ein deutsches Gesetz. Nachdenklich stimmt es mich allemal, sobald die Fassungslosigkeit sich verzogen hat…

Die reinste Form des Wahnsinns ist es,
alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen,
dass sich etwas ändert.
(Albert Einstein)

Die Toleranz der Gesetzgebung
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Auf den Punkt zu bringen, wer man ist, fällt weitaus schwerer, als andere in eine Schublade zu stecken ;-) Im Kern bin ich freiheitsliebend, querdenkend und gerne auch mal (benimm-)regelverstoßend. Ansonsten ganz "normal".
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6 Kommentare zu Die Toleranz der Gesetzgebung

  1. Wie soll man Hilfeleistungen von Menschen erwarten, die sich mit einem Leben als Prostituierte und Zuhälter arrangiert haben? Mit Menschen, die dies nicht einmal im Ansatz erkennen und mit dem Finger auf andere zeigen?

    Ich erwarte keine.

    Ich kann nur warnen, daß ich mich alsbald der Zwangsprostitution entledige. Ich bin durchaus bereit, meine Ideen, Inspirationen, meinen Wert mit der Allgemeinheit zu teilen. Sollte jemand aber denken, er kann unendlich auf diesem aufbauen und bräuchte genau nichts zu tun, so täuscht er sich.

    Entschuldige bitte, lieber Roland. Ich bin ja sehr geduldig. Aber irgendwann wird der Moment kommen und ich werde es satt haben und mein Mitgefühl wird für einen Moment aussetzen. Ich arbeite Tag und Nacht, alle profitieren, doch unter den Umständen bin ich es wirklich Leid. Vielleicht helfen klare Worte. Und vielleicht fühlt sich auch jemand (nicht Du) angesprochen.

  2. wie oder was denn bitte schön in der bananenrepublik der brvd gibt es schon lange keine gültigen gesetze mehr .oder besser gesagt was nicht ist kann nicht sein !!! siehe http://www.volksbetrug , http://www.staatenlos, http://www.steuerboykot. schom mal was von berinigungsgesetzen gehört. oh michel du schlafschaf schlaf schlaf einfach weiter mmmmmmmmmmääääääHHHHHHHHHH !!!!!!!!!!!

  3. AW: auch wenn wir keinen Staat haben, haben wir noch eine Wirtschaft.

  4. In der BRD ist Hilfeleistung eine totgefährliche Sache.
    Steht man jemandem bei, der von multikulturellen Bereicherern bedrängt wird, riskiert man sein eigenes Leben – wie viele Fälle beweisen. Hält man nachts auf einsamer Strecke an, so riskiert man von anderen Bereicheren ausgeraubt zu werden.
    Die brd-Justiz belohnt die bunten Straftäter mit einem bunten Strauß an Rabatten für vielfältige Benachteiligungen.
    Der Bevölkerung ist es wurscht.
    Daher möge jeder sich gut überlegen, ob er gesetzestreu sein will, wo es Politik und Justiz längst nicht mehr sind.

    „… die Toleranz unserer Gesetzgebung ein weiterer.“
    Es ist nicht nur die Gesetzgebung, die verludert ist, es ist die Rechtssprechung! Das Recht darf heutzutage gebogen werden, daß Richter öfters sogar „contra legem“ entscheiden!

    „… was schert uns also ein deutsches Gesetz.“
    Die Bevölkerung schert gar nichts mehr. Was ist an einem „No bail out“-Gesetz eigentlich mißverständlich? Was schert sie, daß Angriffskriege eigentlich lt. GG verboten sind?

    Rette sich wer kann!

  5. Nachtag, Zitat:

    Die Frage “ist das wahr?” darf niemals gestellt werden, denn würde sie gestellt, dann bräche alles, was nicht aus sich selbst heraus logisch ist, wie ein Kartenhaus zusammen.

    Deshalb werden die Menschen ständig von den Journalisten dazu angeleitet, das nicht zu glauben, was sie mit eigenen Augen sehen, was sie mit eigener Erfahrung wahrnehmen, was ihrem natürlichen Empfinden entspricht, Empörung oder Ängste hervorruft, und sich stattdessen permanent auf die Einflüsterungen von sogenannten Experten, von institutionell gelenkten Intellektuellen, von gerichtssachverständigen Soziologen (die natürlich von einem dogmatisch-antirassistischen Gericht vereidigt wurden) zu verlassen, die ihnen erklären sollen, wo es lang geht, dass alles, was sie zu sehen glauben, eine Illusion ist, dass sie das alles nur in ihrer Phantasie abspielt, dass ihr Unsicherheitsgefühl nichts anderes sei als eben ein Gefühl und sonst nichts, und dass das Niveau in der Schule ansteigt, im Gegensatz zu dem, was eine oberflächliche Betrachtung einen vielleicht glauben machen könnte.
    (Zitat Ende)

    Bei all dem Wahnsinn, das Lachen nicht vergessen:
    http://www.politplatschquatsch.com/2014/04/gesange-fremder-volkerschaften-tanz-den.html

    • Jede Illusion muss irgendwann ihre Beschränkung einsehen und zwangsweise an seiner Selbst scheitern.

      So wird es auch diesem neoliberalen Potemkinschen Dorf anheim fallen, dass schon jetzt die Risse der Fassade offenbart. Nur hinsehen muss mal selbst und nicht die Fotos längst vergangener Tage betrachten, ansonsten läuft man Gefahr von der herunterfallenden Fassade eines Tages erschlagen zu werden.

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