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Drohnenkriege und der Anfang vom Ende

Schnappfisch-3709Gestern früh erschien in der Süddeutschen ein bestürzender Beitrag:

„Ohne den Stützpunkt in Rheinland-Pfalz wäre der Drohnenkrieg des US-Militärs nicht möglich. Der ehemalige Drohnenpilot Brandon Bryant wirft der Bundesregierung Naivität im Umgang mit den Amerikanern vor: Sein Land missbrauche das Vertrauen der Deutschen.“

Es geht um die aktive und passive Unterstützung eines Angriffskrieges (gern auch als Präventivkrieg bezeichnet) des US-Militärs von Ramstein aus.

Unser Grundgesetz soll aber genau jenes verhindern, so steht dort in Artikel 26 Abs.1:

Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.

In diesem Zusammenhang sollten man sich auch den einen Tag zuvor auf ARD erschienenen Panoramabeitrag „Deutschland: Schaltzentrale im weltweiten Drohnenkrieg“ ansehen:

Einige Auszüge daraus:

Bislang ging man davon aus, dass lediglich Drohnenangriffe in Afrika von Deutschland aus gesteuert werden. Die Recherche stützt sich auf amerikanische Dokumente und die Aussagen des ehemaligen Drohnen-Piloten Brandon Bryant:

Ohne Deutschland wäre der gesamte Drohnen-Krieg des US-Militärs nicht möglich

so Bryant. Er war bis April 2011 auf einer Basis in New Mexico stationiert und steuerte von hier aus Drohnen. Während Bryants Dienstzeit war seine Einheit an der Tötung von 1.626 Menschen beteiligt.
Die Bundesregierung erklärte auf Anfrage, die US Regierung habe ihr versichert,

dass von amerikanischen Stützpunkten in Deutschland
Einsätze bewaffneter ferngesteuerter Luftfahrzeuge weder geflogen noch befehligt werden.

Die Reaktion der Regierungsvertreter auf die Fragen von Panorama, wie auch er Opposition sind ein Schlag ins demokratische Gesicht. Mit etwas gesundem Menschenverstand erkennt man, dass einem hier nicht reiner Wein eingeschränkt wird. Es wird abermals versucht mit Ausflüchten „im Sinne der Fragestellung“ oder mit Spitzfindigkeiten zu reagieren. Transparenz und Offenheit sieht klar anders aus.

Wenn das Grundgesetz so massiv gebeugt wird und auf Art. 26 schon nichts mehr gegeben wird, darf man gespannt sein, in wie weit der Art. 20 Abs. 4 noch Geltung hat, in dem geschrieben steht:

Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

Es stellt sich die tatsächlich die Frage, ob es noch andere Abhilfe gibt, gegen das offensichtliche Unrecht. Laut einem weiteren Artikel aus der Süddeutschen sind die möglichen Mittel sehr begrenzt – zumindest solange Deutschland ein Vasallen-Staat der USA ist und bleibt!

Wenn wir zu schlechten Methoden greifen, um das Schlechte zu besiegen, dann sind oder werden wir selbst schlecht und verewigen das Schlechte.
Unrecht mit unrechten Mitteln zu bekämpfen, gibt dem, was Unrecht ist, Stärke.
(Jiddu Krishnamurti)

Drohnenkriege und der Anfang vom Ende
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Auf den Punkt zu bringen, wer man ist, fällt weitaus schwerer, als andere in eine Schublade zu stecken ;-) Im Kern bin ich freiheitsliebend, querdenkend und gerne auch mal (benimm-)regelverstoßend. Ansonsten ganz "normal".
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4 Kommentare zu Drohnenkriege und der Anfang vom Ende

  1. Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist. GG Art. 20 Abs. 4
    Welche Möglichkeit des Widerstandes gibt es denn ohne gegen Gesetze zu verstoßen? Das beschäftigt mich schon seit einiger Zeit. Sophie Scholl ( Weiße Rose ) würde ja schon für das verbreiten von Flugblätter gesucht und später ermordet.
    http://hinter-der-fichte.blogspot.de/2014/04/schauble-schwarze-null-gegen-weie-rose.html etwas weiter unten sind 6 Flugblätter die auch heute noch aktuell sind
    Gedanken sind mächtiger als Waffen. Wir erlauben es unseren Bürgern nicht, Waffen zu führen. Warum sollten wir es ihnen erlauben, selbständig zu denken?

  2. und das schlimmste dabei;
    jede drohnen-rakete setzt etwa 13kg hochgiftigen uranstaub frei.
    Halbwertszeit 4,7 MILLIARDEN (!!!) jahre!!!
    das sind genau jene schmutzigen bomben vor denen sich Obama so fürchtet…
    wer die folgen der waffe kennen lernen will und einen guten magen hat sollte auf YouTube die doku „todesstaub“ ansehen…

    leider ist es in unserem land nicht möglich so etwas im tv zu zeigen!
    so weit ist es wieder gekommen….Deutschland 2014

    • Das ist auch meine Wut und mein Zorn, die der Ohnmacht gewichen ist. Nun wurde aus der Wut eine Kraft zu handeln, denn das Glas ist nun voll und läuft über. Es reicht!

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  1. UNFASSBAR! Dronenkrieg von Deutschen Boden aus ! - Erwerbslosen Forum Deutschland (Forum)

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