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Über politische Bauarbeiten

AdlerDie letzte Woche war durch den Brückentag für viele eine passende Gelegenheit, einmal auszuspannen. In dieser Zeit wurden die politischen Baustellen weiter beackert. So wurde bekannt, dass das Transatlantische Handelsabkommen (TTIP) einen umfassenden Investitionsschutz für Konzerne bietet, wie ich hier ausführlich geschildert habe. Dadurch können politische Entscheidungen vergoldet werden. Durch einen Atomausstieg, so begrüßenswert dieser auch immer sein mag, kommen Milliardenklagen auf die Staatskassen zu. Diese werden dann klammheimlich (da geheim) gezahlt. Das Steuergeld-Fass hat dann, neben den Zins und Zinseszins-Zahlungen, ein weiteres großes Loch, aus dem ungehindert die Steuergelder hinaus strömen.

Das dies nicht die einzigen Futtertöpfe sind, von denen sich in naher Zukunft die Konzerne bedienen können, zeig ein weiteres Handelsabkommen, das die Tage bekannt wurde. Es geht um das Trade in Service Agreement (TiSA), welches auf die kommunalen Dienste zielt. Damit ist es Konzernen möglich, kommunale Rechte zu erwerben. Die Wasserrechnung kommt dann nicht mehr von der lokalen Gemeinde, sondern von Nestle und Co., für die staatliche Bildung an der Schule gibt es dann auch private ZwangsExtras etc.

Beide, in Geheimverhandlung befindlichen Verträge, lassen nur einen Schluss zu. Die politische Großbaustelle heißt weniger Demokratie!

Die derzeitige Lage in der Ukraine, bei der nun die angeblichen OSZE-Beobachter freigelassen wurden, zeigt ebenfalls in diese Richtung. Von demokratischen Entscheidungen ist in dieser Tage nur noch wenig zu sehen oder gar zu spüren.

Wie viel Freude und Energie frei wird, wenn man die Eigenverantwortung stärkt, konnte ich am Freitag erleben, in dem Schulkinder ein Blumenbeet freigeräumt haben, um die Tulpen zu verschenken. Dieses Beet soll in den nächsten Tagen dann mit der Unterstützung von Bürgerinnen und Bürgern bepflanzt und gemeinsam betreut werden. Welche Dialoge, welche gemeinsame Aktivitäten sich aus der gemeinsamen Arbeit in und mit der Natur ergeben, wird spannend zu beobachten sein!

Ich bin daher sehr gespannt, ob die kleine Initiative so anwächst, dass die Werte des Menschen nicht auf sein Humankapital reduziert werden, wie ich in diesem Beitrag kürzlich dargestellt habe.

Es sind keine drei Wochen mehr zur EU-Wahl. Damit ist die heiße Wahlphase eingeleitet. Eine passende Gelegenheit bei denjenigen nach zu fragen, die uns demnächst bei den EU-Entscheidungen vertreten, wie sie zu den Geheimverhandlungen stehen. Ich werde auch die Frage stellen, ob unsere Politiker das Geldsystem verstehen, denn wer dieses nicht verstanden hat, kann nur sehr bedingt die politischen Entscheidungen treffen (egal auf welcher Ebene), die uns aus dem Chaos führen und nicht immer tiefer hineintreiben.

Ich bin auf die Antworten gespannt. Die Werbesprüche verheißen ja bereits spannende Gespräche, wenn es nicht nur Marketingsprüche sind, sondern auch ein WesensGehalt dahinter steckt.

Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf.
(Johann-Wolfgang von Goethe).

Über politische Bauarbeiten
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Auf den Punkt zu bringen, wer man ist, fällt weitaus schwerer, als andere in eine Schublade zu stecken ;-) Im Kern bin ich freiheitsliebend, querdenkend und gerne auch mal (benimm-)regelverstoßend. Ansonsten ganz "normal".
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3 Kommentare zu Über politische Bauarbeiten

  1. Ich weiß nicht, warum so viele Leute gegen Kernkraft sind. Vermutlich, weil sie dazu zu wenig wissen. Die Nutzung der Kernkraft hat sich im Windschatten der grassierenden Wissenschaftsfeindlichkeit in der totkranken ‚brd‘, aufgrund der rotgrünen Versiffung der Hirne (Akif Princci) der Intelligzia, gut weiterentwickelt. Die „regenerativen Energien“ dagegen sind Steinzeittechnik. Die bösartigen Vogelschredder sind die heimatverhäßlichenden Schandmale eines modernen Schilda!
    „Atomkraft“ ist übrigens jedes Kohle- oder Gaskraftwerk – nur mal am Rande…
    Man sehe mal hier:
    http://dual-fluid-reaktor.de/video

    Einige Gedankensplitter zur prinzipiellen Möglichkeit von „mehr Demokratie“:
    http://www.youtube.com/watch?v=KmfRVF1Xj4M&feature=youtu.be

    Gruß
    Norbert
    Norbert

  2. Wir machen uns durch die rot-grüne Hirnversiffung das Leben unnötig schwer.
    Als ich noch zur Schule ging, hatte ich bereits die ersten ökobewußten Lehrer, die uns Schülern erklärten, wie die Welt besser wäre. Lehrer sind eigentlich Menschen mit wenig echtem (erprobtem!) Wissen, die dennoch alles besser wissen zu meinen.
    Die erklärten uns, daß Müllverbrennung böse wäre und schwärmten uns vom der flausigen Müllverschwelung vor.
    Erinnert sich noch jemand an die Karlsruher Müllverschwelungsnalage? Hier wurde nicht der Müll aber viel „Staatsknete“ verbrannt!
    Ich sagte schon damals: „Warum zum Teufel soll man Müll nicht verbrennen? Wir können zum Mond fliegen (naja, eigentlich auch eine Lüge) und können keine wirksamen Abgasfilter bauen?
    Die Holländer und die Dänen haben uns gezeigt, daß man sie doch bauen kann. Wir klauben wie bekloppt – und teuer – Müll auseinander nur damit er dann doch verbrannt wird – wie verrückt sind wir eigentlich?
    Das Problem ist, daß wir zu viele Ideologen haben und zu wenige Praktiker. Die Wissenschaft ist politikversifft und nur wer den spinnerten Politikideologen nach dem Munde redet bekommt „Staatsknete“. Eine der größten Betrügereien ist z.B. der Klimawandel. Nur wer diese Religion anbetet bekommt von der Politik Staatsknete. Also plappern fast alle Wissenschaftler vom Klimawandel. Und wir werden wegen der angeblichem Erdrettung vorn und hinten abgezockt.
    Weniger Politik – das wäre die Lösung vieler unserer Probleme!

    • Der Thermoselect-Anlage, welche nie in Regelbetrieb ging, sagt mir noch etwas.
      Die Lösung in umfassender Müllverbrennung – und damit Rohstoffentzug – kann ich nicht sehen. Der Aufwand der Mülltrennung ist aber nicht von der Hand zu weisen und viele Verbundstoffe lassen sich gar nicht erst trennen.
      Die Lösung sehe ich eher in der intelligenten „Stoffauswahl“. Wenn die Rohstoffe so kombiniert werden, dass diese nach ihrem Lebenszyklus wieder zu Rohstoffen verfallen, dann können wir uns die Müllverbrennung sparen und haben einen Kreislauf geschaffen, so wie ihn die Natur seit Millionen wenn nicht gar Milliarden von Jahren betreibt… Stichwort ist hier cradle2cradle.

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