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Namen, die wir uns merken

Natur_landschaft5Es ist schon seltsam mit der Motivation, es gibt Namen, die merken wir uns ohne großes Zutun, bei anderen fällt es uns unglaublich schwer. So gibt es nicht wenige Menschen aller Altersgruppen, welche die Fußballspieler der anstehenden Weltmeisterschaft in Brasilien beim Namen kennen, nicht jedoch unsere unmittelbaren Nachbarn in der Straße.

Bei den Fußballspielern gehen die Kenntnisse sogar über den Namen hinaus. Die favorisierte Spielposition ist genau so bekannt, wie die besonderen Eigenschaften eines Spielers und manches mehr. Wie viel wissen wir über die Pflanzen, die Bäume in unserer unmittelbaren Umgebung? Wie viel von den Kräutern und deren Eigenschaften?

Ebenso scheinen die Schauspieler in den „Weekly Soaps“ hängen zu bleiben, wie auch dessen Charaktereigenschaften. Im Gegenzug fällt uns der Namen der Verkäuferin beim Bäcker um die Ecke nicht ein, schon gar nicht, was sie beschäftigt.

Ist es nur die Identifizierung mit dem Sport oder der Schauspieler, welche uns es so leicht macht in dessen Welt einzutauchen? Ist es das gemeinsame Interesse? Oder die fehlende Dialogmöglichkeit mit den „Stars“, dessen Mangel wir dann mit unseren Freunden teilen können?

Bei der Fußball-WM kommt sicherlich ein weiterer Faktor hinzu. Es wird die nächsten Tage bestimmendes Thema sein, wer mitreden will, muss Bescheid wissen. Damit ein jeder dann auch Bescheid weiß, werden wir medial schon einmal auf das Ereignis eingestimmt. Eine solche Lobby in Form einer FIFA haben die Dinge, die uns unmittelbar umgeben, sicherlich nicht. Sie haben aber den Vorteil, dass sie real zum Anfassen sind. Die Kräuter in der Umgebung kann ich pflücken und essen, mit den Menschen aus der Nachbarschaft ins Gespräch kommen.

Glücklicherweise ist die Welt nicht maßlos polarisiert, wie ich sie gezeichnet habe. Vielleicht liegt gerade in dem scheinbar Gegensätzlichen das Gemeinsame, denn der Mangel an dem Gespräch mit dem Star führt womöglich zum Dialog mit einem Gleichgesinnten aus der Nachbarschaft und aus diesem Gespräch ergibt sich wieder etwas Neues. So führen scheinbare Widersprüchlichkeiten letztendlich doch zu etwas ganz anderem.

Das Bewusst werden der Möglichkeiten ist der erste Schritt zu einem gemeinsamen Dialog und damit zu einer gemeinsamen Zukunft fern ab des Unwägbaren.

Der Wert eines Dialogs hängt vor allem von
der Vielfalt der konkurrierenden Meinungen ab.
(Karl Popper)

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Auf den Punkt zu bringen, wer man ist, fällt weitaus schwerer, als andere in eine Schublade zu stecken ;-) Im Kern bin ich freiheitsliebend, querdenkend und gerne auch mal (benimm-)regelverstoßend. Ansonsten ganz "normal".
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2 Kommentare zu Namen, die wir uns merken

  1. Norbert G. // 4. Juni 2014 um 1:35 //

    DAS ist ein Name, den man sich merken sollte:

    http://www.youtube.com/channel/UCtESzVtR8Ls-ts0Hew06Lsw/videos

    Viel Vergnügen beim Gewinnen von Einsichten!

  2. Norbert G. // 6. Juni 2014 um 9:53 //

    10 Stunden Seneca als Hörbuch?
    Kant, Kierkegaard?

    Dann gugsu hier!
    http://www.youtube.com/user/Mayhemghost/featured

    Ein junger weißer Ritter des Geistes:
    *1990 – Philosoph, Vorleser und Aphoristiker
    http://egregantius.wordpress.com/about/

    Den Namen sollte man sich merken!

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