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Der IWF und sein Beitrag in der Ukraine

Schnappfisch-3707Die erste Tranche der Hilfsgelder des Internationalen Währungsfonds (IWF) an die Ukraine, dessen Gesamtvolumen sich auf 17 Milliarden US-Dollar (12,3 Milliarden EUR) beläuft, wurde im Mai überwiesen. In der Erklärung des IWFs soll das Geld

[…] dabei helfen, die finanzielle Stabilität der Ukraine wiederherzustellen und langfristiges Wirtschaftswachstum in Gang zu setzen.

Vermehrt wird nun klar, wofür das Geld ausgegeben wurde. Durch die Mobilmachung der ukrainischen Reservisten im Rahmen der „Anti-Terror-Operation“ fließen monatlich etwa 94 Millionen EUR ab. Laut einem Beitrag auf epochtimes reicht das vorhandene Geld noch für eine Woche Krieg.

Es wird also spannend werden, wenn der IWF in den nächsten Wochen über eine zweite Tranche von 1,4 Milliarden EUR entscheidet. Könnte der Krieg damit doch noch um einige Zeit verlängert werden.

Wie dies dann zu den Aufgaben des IWFs passt:

Zu seinen Aufgaben gehören: Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik, Ausweitung des Welthandels, Stabilisierung von Wechselkursen, Kreditvergabe, Überwachung der Geldpolitik sowie technische Hilfe.

dürfte aus einem eingeschränkten, westlichen Blickwinkel, noch erklärbar sein. Da der IWF aber als Sonderorganisation der Vereinten Nationen (UN) fungiert, wäre eine solche eingeschränkte Sicht mehr als entlarvend.

Es zeigt sich dieser Tage immer mehr, wie Organisationen instrumentalisiert werden. Die eigentlichen (humanen) Ziele bleiben dabei auf der Strecke.

Wenn die EU sich tatsächlich auf die Fahnen schreiben will, dass sie in der Weltpolitik aktiv mitspielt, dann haben diese nun die Gelegenheit. Heißt es doch auf dem Wikipedia-Beitrag zum IWF:

Da die Beschlüsse im IWF mit einer Mehrheit von 85 % getroffen werden müssen, verfügen jeweils die USA allein und die EU-Staaten gemeinsam de facto über eine Sperrminorität.

Wenn das mal keine EU-Vorlage ist, was dann?

Das Gegenteil von schlecht muss nicht gut sein –
es kann noch schlechter sein.
(Paul Watzlawick)

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