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Kann man aus der Geschichte lernen?

Zugfahrt-1548Geschichtsvergleiche sind derzeit wieder voll im Trend.
Nachdem die US-Geopolitik wieder Aufwind bekommen hat, hier ein spannendes Detail aus unserer Vergangenheit:

bereits bevor es zum Einmarsch in Polen kam und der II. WK ausgelöst wurde, hat Hitler am 22.08.39 vor den Oberbefehlshabern folgendes geäußert:

Die Auslösung des Konfliktes wird durch eine geeignete Propaganda erfolgen. Die Glaubwürdigkeit ist dabei gleichgültig, im Sieg liegt das Recht.

Bereits am 10. August wurde der Anschlag auf die Radiostation Gleiwitz in der Nähe der polnischen Grenze vorbereitet, um als Beweis für polnische Übergriffe dem Ausland zu präsentieren. Am 31. August wurde die Operation dann unter dem Tarnnahmen „Unternehmen Tannenberg“ durchgeführt. Tags darauf begann der Polenfeldzug.

Die Propaganda der am 17. Juli 2014 abgestürzten Boeing 777 auf dem Flug MH17 zeigt gewisse Parallelen.

Hitlers Zitat ist aus der Sicht verfasst, dass das angestrebte Unterfangen zum gewünschten Ziel führt – denn die Geschichtsschreibung ist dem Sieger vorbehalten. Durch die Niederlage Hitlers sind uns nun viele Strategien bekannt, wir können aus ihnen lernen.

Warum aber führte das abgestützte Flugzeug am 17.07. nicht zum darauf folgenden Kriegsausbruch?

Es scheint so, dass die Politik, Militärs und Propagandainstrumente es noch nicht in dem Maße geschafft haben, das Volk auf ihre Seite zu ziehen. Liest man die einseitige Betrachtungsweise der genannten Institutionen, so kann man ihnen nicht vorwerfen, dass sie nicht alles versucht hätten, einen Grund für den Kriegsbeginn zu finden und alle Propagandakanäle bedient hätten.

Die Gründe mögen vielfältig sein. Ein Grund ist sicherlich der, dass die Menschen nicht mehr blind einer Meinung folgen – auch wenn sie oft genug wiederholt wird. Auch lässt sich Meinungsmache (momentan) nicht in dem Maße gleich schalten, wie noch vor 75 Jahren. Diese andere Sichtweise lässt Zweifel in der einseitigen Argumentation aufkommen.

Insgesamt lässt sich feststellen, dass die Menschen nicht mehr einer einseitigen Betrachtung das absolute Gewicht schenken, wie früher durch die wenigen Informationsquellen bedingt. Vielen ist klar geworden, dass eine Medaille zwei Seiten hat und die Interessen der Kriegstreiber nicht die ihren sind.

Zum Reichtum führen viele Wege,
und die meisten von ihnen sind schmutzig.
(Peter Rosegger)

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Auf den Punkt zu bringen, wer man ist, fällt weitaus schwerer, als andere in eine Schublade zu stecken ;-) Im Kern bin ich freiheitsliebend, querdenkend und gerne auch mal (benimm-)regelverstoßend. Ansonsten ganz "normal".
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1 Kommentar zu Kann man aus der Geschichte lernen?

  1. muktananda13 // 26. Juli 2014 um 16:44 //

    Lass die Vergangenheit bergab laufen.
    Lass den Bergfluss der Zukunft zu dir kommen.
    Du stehst jetzt vor ihm. Trinke daraus,bade darin und geh deinen Weg.

Kommentare sind deaktiviert.