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Angst das lähmende Gift unserer Gesellschaft

Schnappfisch-1916Welche ungeheuer Kraft in der Angst steckt, wird deutlich, wenn man sie beherrscht. Bis es soweit ist, gibt es einiges zu Erfahren. Bereits mit der Geburt sind wir mit der Angst konfrontiert – konkret mit der Angst zu sterben. Diese Ur-Angst tragen wir in uns mit dem ersten eigenen Atemzug. Erst später kommen weitere Ängste hinzu, welche zum Großteil auf unsere Gesellschaft und deren Werte zurück gehen. Wir kultivieren diese Ängste (oftmals) ohne es überhaupt zu merken.

Diese kultivierten Ängste wirken wie ein schleichendes Gift. Sie lähmen uns, töten uns jedoch nicht sofort. Diese Lähmung kann ganz gut über die Atmung nachgespürt werden – sie wird flacher, enger, schwerer – die Leichtigkeit der Atmung geht verloren. Dies ist auch die einfachste Art und Weise zu spüren, wann Angst (über uns) die Kontrolle übernimmt. Unser Körper hat jedoch noch weitaus mehr Indikatoren parat, um uns über die aufkommende Angst bewusst werden zu lassen. Der Speichel wird trocken, die Luftröhre verengt sich und nicht zuletzt schüttet unser Körper Botenstoffe aus, welche ihre Wirkung in jeder Zelle entfalten.

Zu oft aber nehmen wir diese Körperreaktionen nicht wahr bzw. gehen der Ursache nicht auf den Grund. Unsere Gedanken kreisen nur noch um den Punkt, wie wir wieder zur Ruhe kommen. Ist die Ruhe dann eingekehrt, sind wir heilfroh und machen weiter wie bisher – haben wir durch die Angstattacke doch schon zu viel Zeit verloren…

So bereiten wir den Boden, dass die Angst in uns wachsen kann. Wir gehen sogar so weit, dass wir die Angst nicht einmal mehr steuern können. Steuern können wir diese nur, wenn diese mit unserem Bewusstsein wahrgenommen wird, ist lediglich unser Unterbewusstsein involviert, so läuft der Kreislauf der Angst ohne weitere Kontrollmöglichkeit unsererseits ab. Unser Unterbewusstsein unterscheidet dabei nicht zwischen „Gut“ und „Böse“ – so wie unser Bewusstsein. Es nimmt die „Dinge“ wertfrei so, wie sie sind. Zu unserem eigenen Unglück sind die Gefahrensituationen von damals aber andere als heute. Panik in der Steppe vor einem hungrigen Löwen brachte uns schnell in Sicherheit auf einem Baum. Panik in einem überfüllten Saal jedoch bewirkt nur, dass es mehr Tote gibt, als ohne Panik. Solange wir jedoch unsere Angst durch das Unterbewusstsein steuern lassen, werden wir unweigerlich auf die wenigen Türen zu rennen, um auch die letzte Tür in einer Menschenmasse zu verschließen.

Nicht anders ist es mit der stetigen Angst vor dem Terror. Selbstverständlich kennt jeder schreckliche Bilder von Terroranschlägen, von (fachmännisch) einstürzenden Wolkenkratzern etc. Wie viele jedoch haben selbst einen Terroranschlag gesehen – wenn auch nur am Rande des Geschehens? Wie viele kennen jemand, der jemand kennt, der einen solchen Anschlag hautnah miterlebt hat?
Andere Frage: wie oft haben Sie bereits einen Verkehrsunfall mit Todesfolge gesehen? Wie oft schon auf eine verspätete Bahn warten müssen, da ein „Personenschaden“ die Weiterfahrt verhinderte? Fragen Sie mal einen Schaffner, wie viele Fälle eines „Personenschadens“ er selbst erlebt hat.

Seltsamerweise ist es jedoch gerade die diffuse Angst vor einem Terroranschlag, die uns lähmt. Das schleichende Gift wirkt so gut auf unser Nervensystem, dass wir still alle Maßnahmen tolerieren die zu unseren „eigenen Sicherheit“ sind. Wie viele Terroranschläge durch die Maßnahmen überhaupt verhindert werden konnte, war vor kurzem im US-Kongress Thema. Die Zahl lässt sich an den Fingern abzählen. Es ist also nur noch ein Frage der Zeit, wann die Maske des „Kampfs gegen den Terror“ fällt – zu viele Löcher sind in dieser bereits. Was bleibt dann? Was bleibt übrig, wenn die CIA abermals die Akten öffnen und das „Drehbuch“ ein klares Gesicht bekommt, so wie die letzten Jahrzehnte schon ein Dutzend mal?

Es wird nichts passieren! Warum? Weil die Angst immer noch da ist, das Gift weiterhin wirkt. Es muss nur ein neuer Grund gefunden werden, welche unsere Angst weiterhin wirken lässt – auf den sich unsere Angst unbewusst ausrichtet.

Was aber tun? Wie können wir die Angst besiegen?

Die Angst zu besiegen wäre ein Weg, jedoch nicht der wirksamste – denn so kommen wir nur von einer Angst zur nächsten. Sicherlich können wir Ängste soweit besiegen, dass diese nicht wirksam sind. Der Islamismus macht es uns gerade vor, wie man die Angst vor dem Tode bis zur Unkenntlichkeit verstecken kann. Dies geht aber nur, wenn eine noch größere, unmittelbare Angst diese Todesangst übertönt – dann verschwindet auch die Todesangst in die letzte Ecke. Dieser Mittel bedienen wir uns glücklicherweise nicht, denn eine Umkehr von dieser unmittelbaren Angst ist kaum noch möglich. Endet dieser Mensch nicht in seiner „heiligen Bestimmung“, so wendet sich diese Angst irgendwann gegen seinen Peiniger. Es ist eine mächtige Angst auf Zeit!

Kommen wir zum Ende dieses Beitrags zu einem Weg der Mitte. Es geht darum, die Angst zu Transformieren. Es geht darum, aus der Dunkelheit (der Angst) Licht zu machen. Der erste Schritt dazu ist, sich der Angst bewusst zu werden. Auf die körperlichen Symptome – die ich anfangs erwähnte – zu achten, um Schrittweise auf die Ursache der Angst zu kommen. In der Auseinandersetzung mit der Ursache gilt es dann eine neue Sichtweise auf diese und eine (individuelle) Lösung zu finden, welche aus der Angst die Kraft macht, die Wachstum bedeutet. Diese Kraft kann dann genutzt werden, um andere Menschen zu heilen – denn unser Planet ist für die Partnerschaft gemacht, nicht für den Egoismus. Der Mut und die Kraft kommt dann wie von selbst, werden diese doch durch die Transformation der Angst befeuert!

Wenn einer keine Angst hat, hat er keine Phantasie.
(Erich Kästner)

Angst das lähmende Gift unserer Gesellschaft
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Auf den Punkt zu bringen, wer man ist, fällt weitaus schwerer, als andere in eine Schublade zu stecken ;-) Im Kern bin ich freiheitsliebend, querdenkend und gerne auch mal (benimm-)regelverstoßend. Ansonsten ganz "normal".
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5 Kommentare zu Angst das lähmende Gift unserer Gesellschaft

  1. sehr schöner und guter artikel, der den menschen bewusstmacht, wo sie stehen (oder hetzen). auch ich hatte massive ängste, das meiste aus meiner kindheit und hab sie auch transformieren können, alleine und ohne diese althergebrachten therapien) in unglaublich viel kraft und konstruktive energie. aber es war ein jahrelanger prozess der bewusstwerdung und es geht weiter! achtsamkeit, supergesund bio ernährung, viel zellverfügbares gutes wasser trinken, unbedingt gluten, vor allem den weizen komplett weglassen, keine kuhmilchprodukte, keine fructose! und täglich entgiften mit zb. zeolith, bentonit oder chlorella, denn wir menschen haben mittlerweile keine unbeträchtliche menge an toxinen im körper angesammelt, die unsere neuroachse beeinflussen! als ich vor über einem jahr mit dieser ernährungsumstellung begann, merkte ich mit jedem tag besserung!! die ängste verschwanden mittlerweile seither restlos!!!!! und wenig mobilfunkstrahlen aussetzen, wenn geht, ist auch sehr wichtig. handytelefonate kurz halten, nicht unmittelbar ans ohr halten, das stört unsere zellinformation massiv, ausserdem geht die blut-hirn-schranke dauernd auf und die toxine des körpers wandern so ins gehirn, das nervensystem wird komplett belastet!!
    ich behalte diese ernährungsform bei, denn es ist unglaublich, wie gut man sich fühlt und wie schön der körper wird und ich bin mittlerweile voll entspannt und mein hirn ist frei, klar und gelassen!! den körper entlasten und dann ist schon so viel gewonnen!!
    viele psychisch kranke menschen müsste man zuerst entgiften, da würde man schön schauen, wie sich der gesundheitszustand rapide verbessert! schade nur, dass über diese dinge niemand aufklärt. sdas system will ja schwache und kranke bittsteller und totalüberwachte sklaven und wir sind am besten weg dazu…leute, AUFWACHEN und eigenverantwortung übernehmen!!!!

    • Danke Maria für das Teilen von Deinem Weg.
      In der Tat braucht es keine Hilfe von Außen um den Weg zu gehen, lediglich für das Finden des Wegs kann Hilfe von Außen nützlich sein.

      In Deiner Aufzählung würde ich die „Darmreinigung“ noch mit aufnehmen – also das Entgiften. Flohsamen tun hier wundersame Dinge.

  2. Lieber Roland,

    der Artikel ist dir gut gelungen. Das Thema ANGST ( Todesangst ) wird im ZEN als Furchtlosigkeit bezeichnet – was bei der Angstbewältigung notwendig ist, ist zu lernen mit der Angst umzugehen, sie erkennen, akzeptieren, konfrontieren ( transformieren ) und leben!

    Angstempfindungen sind eng verknüpft mit dem Zeitphänomen der Vergangenheit. Wenn das Zeitempfinden abwesend ist, gibt es keine Angst im Raum – nur Gegenwart.

    Die Angst an sich ist kein Schreckgespenst, eher was darüber teilweise ausgesagt wird. Der Tip zur Beobachtung der Körperreaktionen von einsetzenden physischen Angstsymptomen ist entscheidend für jedermann – danach erfolgt die Kunst der Atmung und damit wird die Angst reduziert, transformiert….

    Menschen, die sich häufig in ängstlichen Lebenssituationen befinden verbindet eine Gemeinsamkeit, es ist die Flachatmung. Menschen, die tiefer atmen – Bauchatmung, sind mehr in ihrem Zentrum, in ihrer Mitte, besser geerdet und daher weniger ängstlich. Sie schreiten mutiger durchs Leben und haben eine natürliche Anbindung zur Quelle ihrer physischen Lebensenergie ( Chi, Ki, Kundalini, Ka, Orgon, Mana….) durch die tiefere Atmung. Bewusstes Atmen stimmuliert und fördert sämtliche Lebenskreisläufe.

    Ich habe jahrzehntelang Unterricht in Nahkampfmethoden zur Selbstverteidigung erhalten und gegeben. Das Thema Angst ist das psychologische Grundthema in einer solchen Situation. Der Körper reagiert intuitiv aus der Angst heraus verletzt zu werden ( unbewußte Bewegungen ), da sind noch kein Gedanke und Gefühl an Angst / Flucht oder Verteidigung-Angriff vorhanden. Man kann lernen die Angst zu nutzen und bewußt für sich arbeiten zu lassen.

    Die andere Variante sind Wege des Herzens, um sich seiner Ur-Angst bzw. den konditionierten Ängsten der Belohnungs- und Beliebtheitindustrie bewusst zu werden.

    herzliche Grüße,
    Peter

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