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Neues Beschäftigungskonzept sorgt für Hoffnung

Schnappfisch-3694Längst schon ist bekannt, dass die tägliche Massen-Arbeit an Stumpfsinn kaum zu überbieten ist. Egal ob die täglich zunehmenden Pakete verpackt oder ausgeliefert werden. Egal wo gerade geputzt wird. Stupides Arbeiten für einen Hungerlohn ist an der Tagesordnung. Kein Wunder, dass in diesen Bereichen die Menschen auf die Barrikaden gehen und Streiks zur Routine werden. Manch ein Unternehmenslenker denkt hier an Automatisierung. So schön es auch klingt, dass Drohnen zukünftig nicht nur für unsere Sicherheit im Ausland sorgen, sondern auch zur Auslieferung unserer Pakete herangezogen werden: es gibt eine weitaus günstigere Alternative.

Es hat etwas gedauert, bis diese innovative Lösung endlich marktreif wurde. Hat man sich noch letztes Jahr überlegt, wie man Mitarbeiterinnen in den besten Jahren lieber in der Firma halten kann, statt diese in eine ungewisse Zukunft als Mutter zu entlassen, so ist man nun einen entscheidenden Schritt weiter gekommen. Die Erfahrungen des „Social Freezing“ – also das Einfrieren von Eizellen im besten Alter, damit die Familienplanung auch nach der Karriere noch möglich ist – hat den entscheidenden Weg aufgezeigt. Nun sind auch die technischen Hürden genommen und das „Brain Freezing“ kann seinen Siegeszug antreten.

Technisch ist der notwendige Eingriff bereits Routine und kann daher auch kostengünstig umgesetzt werden. Viele weniger innovative Unternehmen spielen bereits mit den Gedanken, die Behandlungskosten zu übernehmen. Die Methode des Brain Freezing setzt dabei gezielt diejenigen Bereiche im Gehirn außer Funktion, welche gerade bei Routinejobs diesen zum Verhängnis werden. Nachdem diese Bereiche schockgefrostet sind kann die Arbeit völlig emotionslos, unkreativ und devot erledigt werden. Die Dosierung kann dabei so genau eingestellt werden, dass der Effekt zwischen 15 Minuten und 24 Stunden anhält. Geräte – ähnlich der Funktionsweise eines Herzschrittmachers – sind bereits in Planung.

Brain Freezing kommt zu einem Zeitpunkt, in dem die bisherigen Konzepte kurz vor dem Aus stehen. Längst wirkt die Droge der Leitmedien nicht mehr und die Technisierung der Arbeit ist noch mit zu vielen Kinderkrankheiten behaftet und zu kostspielig. Nun endlich kann der Mensch zeigen, was in ihm steckt! Daher verwundert es auch nicht, dass der Marketingspruch für Brain Freezing wie folgt lautet:

Brain Freezing – für Menschen von gestern für die Arbeit von morgen!

Neues Beschäftigungskonzept sorgt für Hoffnung
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Auf den Punkt zu bringen, wer man ist, fällt weitaus schwerer, als andere in eine Schublade zu stecken ;-) Im Kern bin ich freiheitsliebend, querdenkend und gerne auch mal (benimm-)regelverstoßend. Ansonsten ganz "normal".
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3 Kommentare zu Neues Beschäftigungskonzept sorgt für Hoffnung

  1. Köstlich!!

    Leider gibt es das schon: BLÖD-Zeitung wirkt zu 100% (Florida-Rolf)!
    Die neoliberale Einheitspartei im DBT hatte das auch schon drauf: „Sozial ist was Arbeit schafft!“ oder „Wer nicht arbeitet muss auch nicht essen!“ Da friert jedes Hirn ein!
    Aber schon bald werden wir das auch genetisch hinkriegen, durch die Züchtung von menschlichen Arbeitsdrohnen: „Seven of Nine“ nicht nur bei Startreck …
    LG Traumschau

  2. Gab’s schon, nannte sich Lobotomie… 🙂

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  2. News 16.07. 2015 | Krisenfrei

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