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Der scheinbar erfolgreiche Manager

20150320_SoFiFast zeitgleich mit dem großen Treffen in dem Dorf, das er einst als Tourist besucht hatte, um dort mit einem alten Mann in einem noch älteren Schaukelstuhl zu sprechen, verlor er das Bewusstsein. Ihm wurde schwarz vor Augen, dann brach er zusammen und knallte mit dem Kopf seitwärts auf den Marmorboden. Der dumpfe Aufschlag durchdrang den ganzen Raum. Was war passiert?

Als er seine Beförderung ins Management mit einer Fernreise feierte, war seine Welt noch in Ordnung. Auch sein Besuch in dem armen Fischerdorf und das Gespräch mit dem alten Mann hinterließen äußerlich keine Spuren. Er nahm es als Ansporn noch härter zu arbeiten, um noch erfolgreicher zu werden. Bereits in diesem Urlaub machte er sich daran, seine Ziele für die kommenden Jahre festzulegen. Er war gewillt vieles zu entbehren und war sich sicher, dass selbst seine Familie diesen Preis bereit wäre zu zahlen!

Zurück in seiner Heimat, setzte er sogleich alle Hebel in Bewegung, seine selbst gesteckten Ziele zu erreichen. Nicht alle seine Kollegen schätzten seine neue Einsatzbereitschaft, aber für die Manager über ihm war sein Verhalten Ausdruck dessen, was auch sie einst zum Erfolg führte.

Die unbezahlten Überstunden häuften sich und die Arbeit wurde nicht weniger. Kaum konnte er einen kleinen Erfolg feiern, brach an anderer Stelle das Chaos los und er musste einspringen. Seine Fähigkeiten als ‚Feuerlöscher‘ wurden anerkennend zur Kenntnis genommen und so war es nur eine Frage der Zeit, bis die nächste Beförderung anstand. Es sah sehr gut aus, hörte er von seinem direkten Vorgesetzten. Dann aber die bittere Enttäuschung. Statt seiner wurde der Mitarbeiter einer völlig wesensfremden Abteilung auf die Position gesetzt, die er längst im Geiste ausfüllte.

Da war wohl Vitamin-B im Spiel!„, hörte er seine Kollegen sagen und „Mach Dir nichts draus, beim nächsten Mal klappt‘s!

Für ihn aber brach eine Welt zusammen. Über ein Jahr hatte er sich abgeschuftet und nun das! Das war der Augenblick, in dem sein Körper versagte und auf den kalten Marmorboden aufschlug.

Der Betriebsarzt war schnell zur Stelle und konnte die Platzwunde zügig versorgen. Der einst so erfolgreiche Manager war in diesem Augenblick nicht mehr derselbe. Zu allem Überdruss schob sich nun das längst Verdrängte zwischen seine Gedanken. Schon Monate zuvor hatten sich seine Ehefrau von ihm losgesagt und mit ihr gingen auch die gemeinsamen Kinder.

So schnell die äußere Wunde heilte, so schwer war es, die seelischen Wunden zu heilen. Seine Vorgesetzten wussten keinen besseren Rat als den einst so erfolgreichen Manager in die Psychiatrie einzuweisen. Hier, so hofften sie, könnte er sich von seinen Seelenqualen befreien und frohen Mutes wieder zurückkehren.

Sein Leben in der Psychiatrie war ein gutes. Er machte große Fortschritte und öffnete sich seinen Therapeuten. Doch die jahrelang erlittenen Qualen brauchten ihre Zeit überwunden zu werden. So vergingen die Monate und mit ihnen veränderte sich auch das Bild außerhalb der Anstalt.

Längst hatte sich fernab der Anstaltsmauern ein Sturm entladen, der schon seit langem – jedoch nur sehr zurückhaltend wahrnehmbar – tobte. Es ist gar nicht mehr auszumachen, was letztendlich der Auslöser war, zu viel wirkte zeitgleich. So machten sich auch Historiker mit unterschiedlichen Sichtweisen heran, die Zeit zu (er-)klären. Für die einen war der Auslöser die stetig steigende Zinslast der Staaten durch ihre Staatsverschuldung, welche irgendwann mehr als die Hälfte der Staatseinnahmen verschlang. Diese Staatspleite glich einem Dominospiel. Einmal angestoßen begann die zerstörerische Welle sich über alle Länder auszubreiten, waren sie doch längst alle wirtschaftlich voneinander abhängig.

Andere Historiker wiederum sahen die Zuspitzung der Lage in den fortwährenden Kriegen, geführt durch die USA, um sich der schwindenden Rohstoffe zu bemächtigen. Wiederum andere sahen die ausufernden Flüchtlingsströme – die Folgeerscheinung der andauernden Kriege – als Grund, der das Fass zum Überlaufen brachte.

Und noch mindestens fünf weitere Thesen, wie den Individualismus in der Gesellschaft oder der zunehmende Extremismus und weitere ‚-ismen‘ wurden von den Geschichtsschreibern ins Feld geführt. Sie mühten sich, die Geschehnisse in ein Licht zu rücken, damit die Folgegenerationen den Verstand dieser Tage einst erfassen sollten. Sodass zukünftig nicht die Gier, sondern die Vernunft das Geschehen bestimmt!

Dies alles jedoch interessierte die Menschen nicht, die sich inmitten dieses Krieges befanden, der anders war, als alle Kriege zuvor. Für sie ging es ums nackte Überleben. Nachfolgenden Generationen wird es schwerfallen zu verstehen, wieso die Menschen nicht Vorsorge getroffen haben. Wieso nicht ausreichend Vorräte in den Kellern lagerten und wieso sich die Menschen so abhängig von Technologie und Energie machen konnten. Im Nachgang betrachtet mag dies so erscheinen, jedoch war der damalige Prozess ein schleichender und so besonders tückisch.

Über Jahre hinweg gab es Frieden. Die Versorgung von Lebensmitteln, Energie und Technologie schien gesichert, wenn nicht sogar im Überfluss vorhanden. Längst waren die Lebensmittel auch nicht mehr von der Qualität wie früher, dass sie lagerfähig gewesen wären, zu schnell verdarb das Obst und Gemüse. So ging allmählich auch das Wissen verloren, wie man Kartoffeln lagert oder gar dass Karotten in einer Holzkiste und in Sand gebettet, dazu noch in einem dunklen und kühlen Raum gelagert, über lange Zeit frisch blieben. Auch die Gabe aus einem Samen eine Frucht zu ziehen ging verloren. Längst gab es kaum noch Bauern in der Umgebung die dieses Wissen noch hatten. Industriell gefertigte Nahrung war gut und günstig. Kurzum, man machte sich keine Gedanken für die Zeit, die nun anstand.

Aber die Technologie brachte auch etwas Gutes – wenn man es so nennen will. Die Menschen wussten fast zeitgleich von dem nahenden Inferno: alle hatten die gleichen Chancen. So machten sich auch fast zeitgleich die Massen auf und plünderten die wenigen Supermärkte in der näheren Umgebung. Die Stimmung war erfüllt von Angst, Wut und Hass. Jeder war sich selbst der Nächste und versuchte so viel an Lebensmitteln zu ergattern, wie nur irgend möglich. Die Sicherheitskräfte waren schnell mit ihren Möglichkeiten am Ende. Selbst die Soldaten, welche nun auch im Inneren des Landes wirken durften, brachten nicht die erwünschte Ruhe. So dauerten die Plünderungen fast eine Woche, obwohl die Lebensmittelläden bereits am ersten Tag leergeräumt und verwüstet waren.

Brennende Straßen, zerstörte Häuser und blutende Äcker zeugten vom Bilder der Verwüstung. Von den einst blühenden Landschaften blieb nur die Erinnerung zurück.

Von alledem jedoch bekam unser scheinbar erfolgreicher Manager nichts mit. Er lebte in dem Gefängnis seiner Wünsche und Träume und wurde heimgesucht von seinen Erinnerungen. Da er zu der Zeit, als er noch an seinen Erfolg glaubte, keine Zeit hatte, sich für Politik oder ähnliches zu interessieren, hat er damals auch nicht die aufkeimenden Anzeichen des Niedergangs wahrgenommen. Nun war es zu spät! So verbrachte er die Monate der Verwüstung in einer ScheinWelt. Dort wurden die Wünsche seiner Vorgesetzten zwar nicht direkt erfüllt, denn das Seelenheil war noch in weiter Ferne, jedoch sein körperliches Heil war ihm wohl gesonnen. Einem Großteil seiner einstigen Kollegen jedoch wurde es genommen.

Nach der Zeit des Krieges kommt aber auch wieder die Zeit des Friedens. Und selbst in dieser Geschichte sind die Kämpfe irgendwann gekämpft, die Wunden versorgt, die Trümmer beseitigt. Mit dem äußeren Wiederaufbau stellt sich die Frage nach dem Inneren.

Die spannendste Frage für einen Neuanfang ist somit: „Welches Gesellschaftssystem wählen wir für unseren Neuanfang?“ Um genau diese Frage zu klären, wurden die klügsten Köpfe zusammengerufen, die das Inferno überlebten. Sie trafen sich an einem geheimen Ort, um der Frage nachzugehen, wie zukünftig die Menschheit zu Glück und Wohlstand zu führen sei. Die ausgesprochene Frage nach dem „Gesellschaftssystem“ für den Neuanfang sorgte für betroffenes Schweigen im Raum, denn keiner hatte eine Antwort parat.

Da nahm einer unter den vielen seinen ganzen Mut zusammen, trat hervor und sprach mit leiser, aber fester Stimme: „Ich war als Tourist einst in einem Dritte-Welt-Land. Dort haben sich die Stämme für zwei Tage zusammengefunden, um genau der gleichen Frage nachzugehen.“ Er machte eine größere Pause, um abzuwarten, welche Reaktionen die restlichen Versammelten zeigten. Alle blieben still, mit festem Blick auf ihn gerichtet. So setzte er fort: „Ich habe noch Kontakt zu dem alten Mann, der einst die Dörfer zu diesem Treffen zusammenrief. Ich könnte ihn fragen, ob er einen passenden Vorschlag für uns hat.

Personen_freestyle8Es schließt sich das Band,
das alle umspannt.

Zum Guten zu wenden,
wenn Es wird erkannt.

Die Hoffnung zu bringen,
der Tage die kommen.

So wie einst die Alten zerronnen.

Der scheinbar erfolgreiche Manager
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Auf den Punkt zu bringen, wer man ist, fällt weitaus schwerer, als andere in eine Schublade zu stecken ;-) Im Kern bin ich freiheitsliebend, querdenkend und gerne auch mal (benimm-)regelverstoßend. Ansonsten ganz "normal".
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25 Kommentare zu Der scheinbar erfolgreiche Manager

  1. Oh Mann, die Gattin ruft zum Abendmahl.Doch die Dame (von einer Werbungß) schau ich noch schnell an.

    • Der Gattin Ruf verlockend klingt, der Werbung man doch nicht entrinnt.
      Guten Appetit!

      • Das Mahl gar allzulang, doch hats gemundet – doch ists der Bloggerei
        geschuldet. Auf Prekärkapitalistens Tisch – es lag ein Fisch, doch schnappen sah ich ihn nisch – (t).

        Ey Mann, kann isch bald Geld vadiene mit.

        • Der Fisch der schnappt schon lange nüscht, gekescht, getrieben er doch ischt.
          Der Mensch doch in sein’n blinden Drang, zu sammeln soviel er kann, nimmt nun doch seine Rolle an.
          Am Haken er doch längst schon ist, so reichlich es gedeckt zu Tisch. Drum nimmt er kaum mehr mühen auf, versteht er nicht mehr (des) Daseins lauf.

          • Little Louis // 12. Oktober 2015 um 13:27 //

            Schön

          • Little Louis // 12. Oktober 2015 um 14:16 //

            Hallo Roland Forberger, aber jetztmal was ernstes – oder Ernstes?:

            Habe gerade die von Ihnen zitierten „zehn Gebote. von B.Russell (wieder-) entdeckt. Ich glaub, sie schonmal in den Achtzigern gelesen zu haben. Bin auch jetzt wieder tief beeindruckt. Ich hoffe sie sind auch wirklich von ihm -könnten auch von K.Popper sein.
            Die Prägnanz ist so groß, dass ich mir damit gut zwei Drittel meiner Blogbeiträge ersparen könnte, indem ich den Russell einfach dort „ein- „paste“.

            Nur eines stört mich:
            Die Überschrift ist nicht mehr zeitgemäß.
            Der Ausdruck „DES Liberalismus“ ist heute so unscharf, dass er heute von einer absolut legitimen demokratietheoretischen BASIS- (!) Position bis zum brutalstmöglichen Neo (con)- Kapitalismus amerikanischer Bauart nahezu alles bedeuten kann.

            Und diese Unschärfe kann erhebliche Missverständnisse zur Folge haben. Eventuell wird er deswegen von reinen Ego-Liberalen als strategisches Tarnwerkzeug benutzt.
            Da der Schnappfisch offensichtlich auch oder gerade nach diesen schnappt, kann er meine Bedenken vielleicht nachvollziehen.

          • Wir müssen hier Ursache und Wirkung unterscheiden.
            Zu Zeiten, in denen Bertrand Russell – und die Zeilen sind tatsächlich von ihm – die 10 Gebote des Liberalismus verfasste, waren die Begriffe „Liberalismus“ noch scharf genug. Nun, nach über 60 Jahren haben die Spinn-Doktoren auch noch das Letzte aus der Sprache gemacht. Manchmal komme ich mir vor wie zu Zeiten von Babel – speziell wenn ich so etwas wie „Nukleare Teilhabe“ lese. Da deren Beispiele unzählbar viele sind glaube ich nicht an Zufall. Es scheint System zu haben, die Unschärfe in die Sprache zu bringen, damit kaum noch eine sinnstiftende Diskussion möglich ist. Dieser Diskurs aber ist es gerade, welcher uns Lösungen für die Zukunft bietet. In der Geschichte mit dem alten Mann habe ich versucht, dies zu beschreiben. Und ja ich weiß, das das in die Rubrik „Utopie“ gehört. Jedoch ist die Folgegeschichte realer als mache sich wünschen.

            P.S.: Ein ähnlich scharfer Verstand wie B. Russell hat Noam Chomsky…

          • Little Louis // 12. Oktober 2015 um 15:39 //

            @Roland heute um 14:33
            Habe gestern beim „Humanistischen Pressedienst“ einen Kommentar zu einer Chomsky- Rezension gepostet. Kenne (wissenschaftliche) Texte von
            ihm schon seit längerer Zeit.

          • Na wenn das keine Gedanken-Synchronizität ist, was dann 🙂
            Mit der Chomsky-Hierarchie durfte ich mich im Studium „herumschlagen“. Erst viel später wurde mir klar, wie weitreichend seine Gedanken sind. Schön, ihn vor ein paar Jahren auch mal „live“ erleben zu dürfen.


            Ich bin der, der links vor der mittleren Säulen steht 😉

            https://www.youtube.com/watch?v=K_Z9bsIsANw&feature=youtu.be

  2. Das funktioniert schon so lange. Der Esel und die Mohrrübe, die man ihm vor die Nase hält.

    Der Verstand redet einem ein, „wir schaffen das“. Die Realität aber kümmert sich nicht um dieses dumme Geschwätz.

    • Der Verstand redet einem ein, „wir schaffen das“.

      … bis zu dem Tag, an dem der Verstand erfährt, dass er nicht Herr im Hause ist.
      Das Herz des Schein-Erfolgreichen zumindest war stark, so dass er nochmals auf die Bühne treten kann…

  3. Zu:
    Rolands Bild …
    …ist für L.L´s arg geplagte Äuglein spätmittleren Alters viiiiiel zu klein. Macht nix, die „wahre“ Identität ist eh nicht so wichtig. Odda?

    • Die wahre Identität ist dann von Vorteil, wenn man gemeinsam konstruktiv weiterDENKEN will. Ansonsten kann man sich auch mit Weizenbaums ELIZA unterhalten…

      • Hat das „bloggen“ für Viele nicht tatsächlich (auch) eine psychotherapeutische Funktion. Oder ist das Psycho eh alles nur „Placebo“? Aber wenns wirkt, die Verwirrung steigt alsdann.

        • Hat das „bloggen“ für Viele nicht tatsächlich (auch) eine psychotherapeutische Funktion.

          Absolut! Alleine schon, dass man sich seiner Gedanken bewusst wird und diese versucht in Worte zu kleiden, erfüllt bereits den Anfangsverdacht einer psychotherapeutischen Funktion. Auf dieser Stufe ist das Bloggen heilsam. Kommt man dann in tiefere Schichten, muss man sich zwangsläufig auch damit auseinandersetzen ob das alles „Placebo“ ist – alles nur Schein im Kerzenlicht. Und ja, dann steigt die Verwirrung auch an.
          Man kommt dann zwangsweise an dem Punkt, an dem das ICH nicht mehr viel beitragen kann. Macht man an dieser Stelle wie gewohnt (routiniert ?) weiter, wächst das EGO. Man schaut auf die Zugriffsstatistik und richtet es sich in seinem Blog häuslich ein. Aus dieser Sackgasse wieder raus zu kommen, dürfte wie bei jeder Sucht, schwer fallen.
          Die Alternative ist dann, wenn zu dem ICH ein DU hinzu kommt. Dann steigt wiederum die Möglichkeit über das EGO hinauszukommen zum SELBST. Dazu reichen aber die Kommentarfunktionen oder Facebook-Freunde oder was auch immer uns die Technik so schönes vom sozialen Netz vorschwärmt, nicht aus! Es bedarf dem ganzen Menschen. Aber wem erzähle ich das? Doch nur den stillen MitleserInnen 🙂

          Etwas ausführlicher des Weges wird es in dieser Serie, dessen dritter Teil ich noch schuldig bin hier zu finden ist. Die Worte hierzu wollen aber wohlüberlegt sein, weil es leider im „sozialen“ Netz einige Haarspalter gibt, die auch im Stande sind, Worte zu spalten…

          „Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt?“ (Ernst R. Hauschka)

          /update: 3. Teil ist nun online…

          • Little Louis // 13. Oktober 2015 um 12:17 //

            @ roland um 7:04 am dreizehnten
            O.K. Aber man sollte vor Haarspalt- oder „Parteispalt- Pilzen keine Angst haben, besonders wenn man von B. Russell geschult ist. Und: Bei meiner Formulierung „viele “ hab ich viel mehr an mich, als an andere gedacht.

          • Angst ist eh kein guter Ratgeber. Angst ist ein guter Partner, wenn man ihn denn zu Wort kommen lässt.
            Ja der Bertrand war schon ein wilder Denker. Hat sich zumindest nicht entmutigen lassen, seine Sackgassen in der Mathematik als Ende zu sehen und war bis zum höchsten Alter aktiv.
            Das „viele“ zuerst einmal auf sich zu beziehen macht Sinn (auch wenn dieser Satz im Deutschen keinen „make sense“ macht). Die Wahrnehmung skaliert aber. Man schaue sich einfach mal die Ergebnisse zum Milgram-Experiment an, da wird schon einiges zur menschlichen Psyche klar.

            Der Spaß an solchen Auseinandersetzungen leidet aber in einer so ernsten Meinungsdiktatur.

          • Little Louis // 13. Oktober 2015 um 12:19 //

            Der countdown neben dem Änderungsclick ist lustig

          • Ist nicht von mir, ist vom „Simple Comment Editing“ 😉

  4. Zu 12:49 und „Meinungsdiktatur“
    Ja, ja – die „Verleumdung“ – wird schlell zur jahrhundertelang benutzten „Gotteslästerung“.
    Was aber, wenn „die Rechten“ zur Zeit und schon länger dasselbe kritisieren Dann steigt die Verwirrung und der „Spaltpiz“ kehrt zurück. Bei sochen Fragen zerlegen sich Teile „der Linken “ zur Zeit wieder selbst oder machen sich bei noch unentschlossenen „Kritikfähigen“ unglaubwürdig. Das ist ein altes Lied. Leider.

    • Das schlimme daran ist, das diese Spalterei einfach zu durchschauen ist, jedoch verhindern lässt sich diese nicht.

      Es ist schon ein Witz unserer Zeit, dass wir alle Zugriff auf ein Wissen haben, dass alles klärt und doch so wenige davon Gebrauch machen. Irgendwie scheint mir, wir leben auf einem Holodeck – nur was ist das Schlüsselwort, um den Computer neue Befehle zu geben? „Siri“ funktioniert nicht und auch mit „Computer“ habe ich es bereits versucht. Sogar die magische Zahl „42“ laut ausgerufen und dabei nur ein nasses Handtuch erhalten. Ich bin rastlos ratlos…

      • Zu „42“
        Weil wir uns eben oft nicht trauen die „richtigen“ Fragen zustellen oder die falschen Fragen infrage zu stellen.
        (Traditionelle Weisheit – nicht nur – von mir).
        Aber jetzt ist Schluss mit dem schönklingenden Mystizismus. Meine tiefste Frage war heute, wie ich die Zahnreinigung überleben werde.

        • Zu „42“
          Weil wir uns eben oft nicht trauen die „richtigen“ Fragen zustellen oder die falschen Fragen infrage zu stellen.

          Da ist was dran. Ergänzend würde ich noch hinzufügen, das uns die Geduld fehlt, auf die Antwort zu warten – oder diese gar nicht hören wollen.
          Lese gerade „Der Tanz mit dem Teufel“ von Günther Schwab und wundere mich, dass wir seit 1958 (als das Buch erschienen ist) nicht wirklich etwas dazugelernt haben.

  5. @Cookies
    „Diese Seite benutzt Cookies….“ Ich hab aber was gegen Cookies Also: Leider nicht so gut.
    Grüße
    L.L.

    • Das ist der neuen Verordnung geschuldet, die zum 1.10.15 Gesetz ist. Wer gerne Post vom Anwalt bekommt, macht einfach weiter wie bisher, der Rest schluckt die Pille und schreibt die Info.

      Apropos Cookies. Das olle WordPress verwendet diese – ich nicht 😉

      Das Thema ist schon lange bekannt, wie man hier lesen kann. Nur jetzt ist es halt Gesetz und bekanntermaßen für die kleinen Schnappfische da 😉

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