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Es gibt Dinge, die kann man einfach nicht erklären…

Arbeit Gefangen Zaun HoffnungEs gibt Dinge, die kann man einfach nicht erklären. Eines dieser Dinge ist nachfolgender Text. Er dürfte den meisten unbekannt sein und auch Google liefert nur eine handvoll Textstellen, sucht man nach diesem. Liest man den Text, so fragt man sich, wann dieser geschrieben wurde, da er aktueller nicht sein kann. Sogleich mag man sich fragen, aus wessen Feder dieser Text stammt, da er so wenig populär ist. Beide Fragen beantworte ich am Ende des Textes. Nun aber der eigentliche Text…

 

Ich bin nicht nur Pazifist, ich bin militanter Pazifist. Ich will für den Frieden kämpfen. Nichts wird Kriege abschaffen, wenn nicht die Menschen selbst den Kriegsdienst verweigern. Um große Ideale wird zunächst von einer aggressiven Minderheit gekämpft. Ist es nicht besser, für eine Sache zu sterben, an die man glaubt, wie an den Frieden, als für eine Sache zu leiden, an die man nicht glaubt, wie an den Krieg? Jeder Krieg fügt ein weiteres Glied an die Kette des Übels, die den Fortschritt der Menschlichkeit verhindert. Doch eine handvoll Wehrdienstverweigerer kann den allgemeinen Prozess gegen den Krieg dramatisieren.

Die Massen sind niemals kriegslüstern, solange sie nicht durch Propaganda vergiftet werden. Wir müssen sie gegen die Propaganda immunisieren. Wir müssen unsere Kinder gegen Militarismus impfen, indem wir sie im Geiste des Pazifismus erziehen. Der Jammer mit Europa ist, dass die Völker mit falschen Zielen erzogen worden sind. Unsere Schulbücher verherrlichen den Krieg und unterschlagen seine Gräuel. Sie indoktrinieren die Kinder mit Hass. Ich will lieber Frieden lehren als Hass, lieber Liebe als Krieg.

Die Schulbücher müssen neu geschrieben werden. Statt uralte Konflikte und Vorurteile zu verewigen, soll ein neuer Geist unser Erziehungssystem erfüllen. Unsere Erziehung beginnt in der Wiege: die Mütter der ganzen Welt haben die Verantwortung, ihre Kinder im Sinne der Friedenserhaltung zu erziehen.

Es wird nicht möglich sein, die kriegerischen Instinkte in einer einzigen Generation gänzlich auszurotten. Es wäre nicht einmal wünschenswert, sie gänzlich auszurotten. Die Menschen müssen weiterhin kämpfen, aber nur, wofür zu kämpfen lohnt: und das sind nicht imaginäre Grenzen, Rassenvorurteile oder Bereicherungsgelüste, die sich die Fahne des Patriotismus umhängen. Unsere Waffen seien Waffen des Geistes, nicht Panzer und Geschosse.

Was für eine Welt könnten wir bauen, wenn wir die Kräfte, die ein Krieg entfesselt, für den Aufbau einsetzten. Ein Zehntel der Energien, die die kriegsführenden Nationen im Weltkrieg verbraucht, ein Bruchteil des Geldes, das sie mit Handgranaten und Giftgasen verpulvert haben, wäre hinreichend, um den Menschen aller Länder zu einem menschenwürdigen Leben zu verhelfen sowie die Katastrophe der Arbeitslosigkeit in der Welt zu verhindern.

Wir müssen uns stellen, für die Sache des Friedens die gleichen Opfer zu bringen, die wir widerstandslos für die Sache des Krieges gebracht haben. Es gibt nichts, was mir wichtiger ist und mir mehr am Herzen liegt.

Was ich sonst mache oder sage, kann die Struktur des Universums nicht ändern. Aber vielleicht kann meine Stimme der größten Sache dienen: Eintracht unter den Menschen und Friede auf Erden.

 

Soweit zu dem Text und nun zurück zur Frage, wann dieser geschrieben wurde und von wem?!

Zur Auflösung…

Albert Einstein: Für einen militanten Pazifismus (1931)

Originaltext: in Otto Nathan, Heinz Norden: Einstein on Peace, Simon and Schuster, New York

1931 weilte Albert Einstein noch in Berlin. Der Text entstand also aus den Erfahrungen des WK I und des sich anbahnenden WK II. Je öfter ich den Text lese, um so mehr ahne ich dessen Botschaft für einen nahenden WK III. Sind wir heute weise genug, auf die Worte von Albert Einstein zu hören?

Es gibt Dinge, die kann man einfach nicht erklären…
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Auf den Punkt zu bringen, wer man ist, fällt weitaus schwerer, als andere in eine Schublade zu stecken ;-) Im Kern bin ich freiheitsliebend, querdenkend und gerne auch mal (benimm-)regelverstoßend. Ansonsten ganz "normal".
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2 Kommentare zu Es gibt Dinge, die kann man einfach nicht erklären…

  1. Kriege sind SCHEISSE! Aber nun wird uns wieder Einer aufgezwungen und das an mehreren Fronten! Deutschland wollen sie vernichten, damit Russland niemals mit DE eine Koorperation bilden können, den das würde bedeuten, das ein Gleichgewicht auf der Erde entstehen würde, die den Weltfrieden bringen würde! Das passt Israel und den USA überhaupt nicht!
    Nichts desto trotz müssen wir für unsere Kinder kämpfen und für eine Freie Welt einstehen. Das geht nur mit Gewalt, da sonst die „bösen“ einfach durch marschieren und alles zerstörren werden!
    Das ist das Dilemma in dem wir uns befinden, weil wir uns unser Gehirn haben jahre lang waschen lassen!
    Leider geht es nurnoch mit Gewalt wenn nicht noch ein Wunder geschieht! Ich bete jeden Tag für dieses Wunder, auf das die Völker dieser Erde endlich wieder in Frieden leben dürfen!

  2. @p.burkhart am 12.10. um 18:54

    Da muss ich aber böse werden: Falls Sie wirklich beten, ist mir klar weshalb Sie die Gewaltoption als einzige Alternative betrachten.

    Schon einige badische 48ger -Revolutionäre haben in ihrer Engführung auf eine (gewalttätige) romantische „Einig deutsches Vaterland-Revolution“ in grotesker Verkennung der realen Machtverhältnisse den Absolutismus in Form des Preußentums stabilisiert. Und dadurch im Endeffekt die Republik für lange Zeit verhindert.

    Sie sehen an der Möglichkeit Ihres Posts hier, dass andere Optionen möglich sind, wenn auch gegen große Widerstände.
    Gewaltphantasien sind unter den jetzigen hießigen Umständen unnötig, extrem kontraproduktiv, um nicht zu sagen geradezu selbstmörderisch.

    Darauf warten „die Bösen“ doch gerade!
    Oder sind Sie ein „agent provokateur?

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