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Auf der Überholspur durchs Leben

Wie gut es uns doch geht! Kaum erblicken wir die Welt, werden wir umsorgt. Was in den ersten Monaten noch Pflicht ist, wird in den kommenden Jahren schnell zur liebgewonnenen Gewohnheit.

Fallen wir als Kind auf unser Knie, ist umgehend das rettende Pflaster zur Hand. Kommen wir in die Schule, weiß unsere Lehrerin gleich, was Gut für uns ist – wir müssen ihr nur willig folgen. Fehlt es am nötigen Willen, so gibt es auch dafür passendes Werkzeug. Schnell wir klar: will ich auf der Überholspur durchs Leben, muss ich auf der Autobahn bleiben und den Mitreisenden (blind) folgen. Wohin die Reise geht, zeigen regelmäßig Schilder am Fahrbahnrand an.

Schnappfisch-3707So folgt der Schule das Studium oder die Ausbildung. Bestens organisiert … und für mein zukünftiges Leben vorbereitet – nur ich muss mich noch in den Rahmen einpassen, loslassen, damit das Vorgedachte auch bei mir seine Wirkung entfalten kann. Auch für das weitere Leben gibt es Vordenker und so ist alles bereits eingerichtet. Nach kurzer Zeit sitzt jeder Handgriff, wird zur täglichen Routine. Die Arbeit geht immer leichter von der Hand, immer weniger denken ist nötig. Dabei zeigt sich, dass die Betriebswirte recht haben, in immer kürzerer Zeit kann immer mehr abgearbeitet werden – völlig ohne nachdenken, denn dazu bleibt keine Zeit in einer effizienten Betriebswirtschaft!

Wie angenehm das Leben auf der Autobahn doch ist. Ist der Tank mal leer, reicht der kurze Abstecher zur Tankstelle und er ist wieder voll. Ist der Hunger groß, so gibt es ausreichend Rastplätze und ist die Blase einmal voll, finden sich auch hier und da Toiletten am Wegessrand. In unserem Leben auf der Überholspur ist es nicht anders. Ausreichend Lebensmittel gibt es in jedem Supermarkt, sogar schon fertig zubereitet … und eine Mikrowelle kann nun ja jeder nach zwei Minuten Einlernzeit bedienen. Der Müll wird von der Müllabfuhr wöchentlich abgeholt und verschwindet aus meinen Augen – und vor allem aus meiner Nase. Frische Kleider gibt es modisch schick alle drei Monate von der Stange und ausreichend Unterhaltung, um die Langeweile zu füllen, ist ebenfalls mehr als genug vorhanden.

Wir leben im Überfluss, ohne darüber einen Gedanken zu verschwenden!

Schnappfisch-2460Unser Leben könnte herrlicher nicht sein. So freut man sich doch auf die Rentenzeit, in der man endlich tun und lassen kann, was man will. Solange nimmt man das notwendige Übel mit und denkt nicht weiter darüber nach – anderswo ist es ja auch nicht anders. Nur gut, dass wir Menschen kennen, zu denen wir aufschauen können. Die, die Verantwortung tragen, die wir gerne abgeben. Nur gut, dass wir uns nicht um alles kümmern müssen, dass wir unsere Intelligenz über Bord werfen und uns lieber auf das Nachbeten von Plattitüden versteifen, um zumindest den Anschein zu wahren.

Es wird uns ja so einfach gemacht. Für alles gibt es Experten, die uns die Arbeit abnehmen. Nicht mal die Reifen müssen wir noch selbst wechseln – ist ja auch viel zu gefährlich, wenn sich plötzlich eine Radmutter löst. Gar nicht auszudenken welche Gefahr dann droht. Daher lieber gar nicht weiterdenken. Wie komplex ist da erst die Politik im Vergleich zu einem Radwechsel? Man mag es sich gar nicht ausmalen, wenn dort das Volk mehr Macht hätte, als turnusmäßig seine Stimme für rund fünf Jahre in der Urne zu arrestieren!

Aber keine Sorge, die Politik-Fachleute wissen was sie tun – schließlich sind sie die Besten der Besten, die uns auch sagen, wo die Autobahn uns hinführt. Wir müssen einfach nur brav folgen. Wer einmal von der Autobahn falsch abgefahren ist und sich dann im Niemandsland wiedergefunden hat, kennt das beklemmende Gefühl, fremd zu sein. Plötzlich auf sich selbst vertrauen zu müssen. Angst macht sich breit, Hilflosigkeit, vielleicht sogar Ohnmacht – haben wir doch nie gelernt, uns mit so einer Situation auseinanderzusetzen! Damit es auch nicht so schnell dazu kommt, gibt es jetzt Navi-Systeme. Die wissen immer, wo es lang geht. So bleiben wir und unser durchgestyltes Leben auf der designten Spur.

2014-04-19 14-38 ich waere so gerne eine Rose gewordenDen größten Fehler, den man machen kann, ist all zu viel darüber nachzudenken, was Leben für einen persönlich bedeutet. Was ein Leben auf der Überholspur mit Wachstum, mit (innerer) Reife zu tun hat. Aber das hat ja auch noch Zeit bis zur Rente, dann ist genügend Zeit sich diesen essentiellen Fragen zu stellen. Schade nur, wenn dann die Möglichkeiten fehlen, überhaupt noch Fragen dieser Art stellen zu können – denn woher sollen solche Fragen kommen, wenn nicht aus uns selbst heraus? Und was soll dort noch herauskommen, wenn es Jahrzehnte daran gehindert wurde? Wie gut, dass die Rente sicher ist … und der Tod nicht minder. Aber bis dahin ist ja noch etwas Zeit, die gefüllt werden will, damit ja keine Langeweile aufkommt …

Wer immer nur nach dem Zweck der Dinge fragt,
wird ihre Schönheit nie entdecken. (Halldór Laxness)

WasserLaufHals web

Auf der Überholspur durchs Leben
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Auf den Punkt zu bringen, wer man ist, fällt weitaus schwerer, als andere in eine Schublade zu stecken ;-) Im Kern bin ich freiheitsliebend, querdenkend und gerne auch mal (benimm-)regelverstoßend. Ansonsten ganz "normal".
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4 Kommentare zu Auf der Überholspur durchs Leben

  1. …und DANN lernen wir FLIEGEN …
    wenn *WIR* es
    … frei-willig …
    … wollen …
    *JaH!*
    😉

  2. GEDANKEN – VORHANG ZWISCHEN DEM INDIVIDUELLEN UND DEN ALL-BEWUSSTSEIN

    oder
    Gedankenwelt als Mitte zwischen dem individuellen Bewusstsein und den Allbewusstsein

    Gedanken- wer kennt sie nicht?
    Wer macht sich – und nicht nur ein Mal- keine Gedanken ausgerechnet wegen der Gedanken?
    Und doch: WAS SIND GEDANKEN?

    Nun, Jeder kennt sie in gewissen Maßen ja persönlich , da sie als PERSÖNLICHES GUT ausgestrahlt werden. WIE sie jedoch entstehen und was oder WIE ihre Folgen aussehen , ist nicht Allen klar bekannt oder bleiben Vielen unbekannt.

    Der Gedanke ist eine energetische und augenblickliche Manifestation des Gedankenkörpers , der Denk-Energie, die ein Universum an sich ausmacht. Sie ist jenseits der fünf Sinne und bleibt darum ihnen unsichtbar.
    Der Gedanke hat schöpferisches Potential .
    Der Gedanke IST SELBST POTENTIAL und wartet nur darauf, zur Entfaltung zu kommen. Seine Entfaltung ist die gedankliche Manifestation IN ZEIT UND RAUM: die FORM.
    Gedanken sind wortwörtlich unsichtbare Blitze . Sie verwandeln als Tätigkeitsdrang alles, was der Mensch und das sichtbare Universum anzubieten hat. Die Gedanken sind es, die alles Leben erscheinen lassen.
    Der Gedanke ist der Urstoff aller Dinge.
    Selbst das Universum ist nichts anderes als ein Gedanke.
    Ein Gedanke entsteht, lebt und löst sich auf.
    Ein Gedanke kommt aus dem Nichts , nimmt Form an und wird plötzlich zum Nichts.
    Ein Gedanke ist wie ein Feuerwerk.
    Dies ist alles, was man auch kennt.
    Der schöpferische Gedanke Gottes war es, der das ganze Leben zum Tanzen einlud: “ES WERDE LICHT! und es ward Licht.”
    Gedanken füllen Bibliotheken , sind selber Gesprächsstoff , werden Aktionen. Gedanken sind treibende Energie.
    Worte entstehen zuerst als Gedanken, Empfindungen entstehen als Reaktion auf Gedanken, Taten nehmen Platz zuerst als Gedanken und als später Reaktion auf Gedanken. Gedanken sind feine , geordnete Energie, die in Zeit und Raum Form annehmen. Sie sind der Baustein aller Aktionen und Reaktionen der Wesen. Weil Menschen als Folge der Gedankenwelt leben und selber ihre Welt dank ihrer freien Gedanken selbst gestalten ,sind Menschen demzufolge Gedanken-Wesen .
    GEDANKEN-WESEN.
    Das heißt, sie leben durch die Gedanken in der Welt eigener Gedanken. Ist es nicht so??? Sind Menschen und ist das ganze sichtbare Universum nicht etwa dies- EIN REINER GEDANKE?Nichts geschieht ohne Gedanken. Nichts bewegt sich ohne Grund . Und dieser Urgrund ist nur Eines: der Gedanke. Dies ist der Reiz aller Empfindungen und die Empfindung aller Reize.

    Gedanken sind nach Erkenntnis ihrer Natur zweier Art: unbewusste und bewusste.
    Die unbewussten Gedanken sind jene schöpferischen Denkmanifestationen, die nicht oder gar später erkannt werden und schwacher Intensität sind. Sie gehen Hand in Hand mit der Intuition – der treibenden Kraft der Seele.
    Gedanken sind Ursache und Wirkung, gleichermaßen.
    Die Wirkungen ihrer Erscheinung erfolgen augenblicklich oder spät im zeitlich- räumlichen Gebilde , doch sie kommen immer zustande. Da diese verspätet auftreten, werden sie ignoriert.

    Gedanken sind , nach Art ihrer Folgen oder Wirkungen, positiv oder negativ .
    Gedanken können härtere Wirkungen als jede Stahlwand erzeugen oder die Schwäche in Person darstellen. Gedanken als Worte und Gedanken als Emotionen, Gedanken als Gesten und Gedanken als Taten- das sind die vollen Auswirkungen aller Gedanken sein. Der Gedanke der Befreiung war der Auslöser aller menschlichen Revolutionen und Migrationen, auch der Gedanke war der Stille Verjochungsgrund der Reichen aller Zeiten.
    Der Gedanke befreit oder versklavt, der Gedanke ist Liebe oder gar Krieg, der Gedanke erhebt oder erniedrigt .
    Alles verdankt man der Ursachen aller Bewegung: dem Gedanken.
    Selbst Zeit und Individuum ist nichts anderes als Gedanke.
    Der Gedanke ist die unsichtbare Hand, welche das Kostüm des Lebens zum Ankleiden bereit hält.
    Denn: macht man kurz die Augen zu, wo gibt es noch Mann und Frau, reich oder arm, deutsch, türkisch oder russisch , Kind oder Erwachsen als IN GEDANKEN? Als im persönlichen angelernten Überzeugungsfeld? Als KÖRPER?Mach deine Augen zu , beobachte und beschreibe, was du nun siehst! Was hast du überhaupt ? WO siehst du einen Namen?

    Deine Gedanken sind es, die es dir , nun einigerzeit mit Körper angezogen , vermitteln, DU SEIST DER KÖRPER. Die Gedanken sind es, die aus dir ein “Jemand” machen. Nun kannst du auch einsehen , dass Gedanken als Vorhang zwischen dem Individuellen und Ganzen fungieren. Die gesamte Gedankenwelt ist all dies, was du selbst hast erscheinen und glauben lassen. Deine Welt ist nichts anderes als materialisierte Gedanken. Gedanken in allen Formen , Intensitäten, Farben und Klarheiten.
    Willst du deine Gedanken sehen?
    Nimm dir dafür kurz Zeit.
    Sitz dich bequem auf einen stuhl oder im Schneidersitz, einige Stunden nach der Mahlzeit, an einem ruhigen Ort.
    Mach zuerst die Augen zu.
    Beobachte kurz die Atmung und lass sie langsam von alleine unbeobachtet werden, bis sie von alleine in den Hintergrund tritt.
    Beobachte die Gedanken. Werde wie ein Zuschauer , die vorm Fernseher sitzt.
    Lass nun die Gedanken langsam verschwinden, ohne das Denken aus den “Augen” verschwinden zu lassen.BEOBACHTE.
    Beobachte, wie in einem ruhigen Meer der Stille plötzlich Gedanken oder Bilder vorspringen. Dialoge, Selbstgespräche, Szenen. Siehst du sie alle? Die sind es, die aus DIR entspringen.
    Welches “DIR”??
    Du kannst das DIR oder dieses DU sehen: das wahre DU ist jenseits der Gedanken, das falsche oder virtuelle “du” unterhalb davon. Es kommt darauf an, ALS WAS DU DICH SEHEN WILLST.
    Das unsterbliche DU kennt weder Individuum,noch Bewegung.Weder Form, noch Tat, weder Gedanken, noch Gefühle , Zeit oder Namen.
    Willst du DICH sehen?

    Bleib still und beobachte ununterbrochen .
    Beobachtung ist der Nachhause-Weg .
    Wo blieben nun Gedanken, Worte und Taten, wenn du jenseits davon wohnst?…

    Gedanken sind Wesen, die der Lebensessenz, dem Bewusstsein, entspringen. Sie sind wahrhaftige Träger oder Boten des Bewusstseins, die chemische , elektrische, magnetische oder thermische Reaktion im Zeit und Raum hervorrufen können – separat , gepaarte oder zusammen erscheinend -. Sie alle lassen den Kosmos individuell wahrnehmbar erscheinen. Gedanken sind dafür verantwortlich, dass alles sich separat ansieht und separat benimmt , obwohl in einem untrennbaren Ozean schwimmend…
    Gedanken, Worte, Empfindungen,Gefühle, Taten.
    Sie alle sind verbunden. Sie alle sind unterschiedliche Wellenlängen derselben Energie, derselben Ur-Substanz .

    Du kannst DICH erst sehen, wenn du die Gedanken abschaltest.
    Sie sind der Vorhang zwischen dem individuellen und den Allbewusstsein.
    Dieser eine Ozean ist das Bewusstsein . Das Eine. Das Unzertrennliche. Das Ewige. Die Freiheit. Das Unaussprechliche. Und das BIST AUCH DU.

    Das, was ein “ich ” und “du ” ausmacht, ist nur ein Gedanke…

    • Ein Gedanke gleicht einem Floh auf einem Hund. Er beißt nicht jeden, ist jedoch allgegenwärtig. So wir manch ein Gedanke sehr weit getragen, bis er sich irgendwann bewusst macht…

  3. … also besser kein Hund anna Leine …
    Na Klasse ! – Danke !
    … 😀 …
    *Geh-Danken-Gedanken* 😉
    1.)
    Das Wohl-Stands-Anspruchs-Ein-Forderungs-Monster
    hat seine Eier
    in die Gehirne der Menschheit gelegt
    und fordert nun, daß ein jedes sich regt
    nach der Ei-Platz-Phase
    und dann als Wurm weiter-kriecht
    bis es endlich … riecht …

    2.)
    Nach-Denk-Bei-Spiel:
    Einen Sack Nüsse auf den Tisch schütten.
    Alle ringsrum greifen zu.
    Wenn der ein viel hat,muß ein anderer weniger haben…

    3.)
    GeH-Danken-Reigen
    Der GeH-Danke ist der Ver-Such des GeH-Fühl-es, sich dem Ver-Stand mit-zu-teilen.

    In die Tiefe der GeH-Danken steigt der,
    der schweigt
    und ihre Strukturen wahr-nimmt
    ohne daß er sie bestimmt.

    GeH-Danken,
    die sich dann wieder auf den Weg machen,
    können/wollen schmunzeln und lachen
    über das Un-Ge-Tüm, das so un-gestüm
    un-ge-wollt vorüber-rollt,
    über das Stirn-Runzeln
    im Lichte der Nach-Denk-Funzeln…
    Juhu!
    *WIR* sind hier! und wo seid „Ihr“ ?!?

    Worte und Töne
    im Be-Wußt-Werde-Gestöhne
    schwingen sich frei,wenn man sie läßt,
    und ver-tonen so manchen un-verdauten Nach-Denke-Rest
    zu einer ergreifenden Satz-Melodie
    schön und kostbar wie nie
    im/als Be-Wußt-Werde-Zwischen-Halt
    immer wieder neu und dennoch sehr alt

    Rosen-GeH-Danken:
    => http://www.welt-der-rosen.de/rosged/hafis.htm

    „Daß die Rose dir zum Beispiel werde!
    Sonne, Tau und süßen Wind von Osten
    Allen Glanz und alles Glück der Erde
    Weiß sie frei und unbesorgt zu kosten.
    Des Propheten Weisheit braucht sie nicht
    Denn sie lebt ja so, wie jener spricht.“

    😉
    Einfach und klar.
    *Jah!*

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