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Die German-Angst-Files

Es gibt so etwas wie ausgleichende Gerechtigkeit. Wurden vor kurzem der Qualitäts-Presse die „Panama Papers“ zugespielt, so obliegt es nun den Alternativ-Medien den nächsten Skandal in die Öffentlichkeit zu zerren. Die Kontaktaufnahme gestaltete sich ähnlich dramatisch wie bei der Süddeutschen Zeitung:

[Erika Musterfrau]
Hallo. Hier spricht Erika. Interessiert an Informationen?

[SchnappFisch]
Ich bin sehr interessiert!

[Erika Musterfrau]
Es gibt ein paar Bedingungen.
Mein Leben ist in Gefahr.
Wir werden verschlüsselt kommunizieren.
Es wird kein Treffen geben.
Was Sie veröffentlichen, ist Ihre Entscheidung.

[SchnappFisch]
Warum tun Sie das? Warum ich?

[Erika Musterfrau]
Ich will, dass diese Schandtaten öffentlich werden.
Ich will Ihnen eine Chance geben.

Soweit kennt man den Ablauf ja. Was dann kam hat mich erschlagen. Einmal die Menge, die noch um ein vielfaches größer war, als bei den Panama Papers – wir reden hier von Petabytes – und dann die erst Brisanz.

Nach der ersten Durchsicht der Daten, somit nach ca. sechs Jahren, hatte ich einen Überblick der German-Angst-Files. Es handelt sich um die schwersten Verwerfungen seit es die zehn Gebote gibt. Es ist von Diebstahl die Rede und von Ehebruch. Von Götzentum und von Falschaussagen. Die ganze Latte der zehn Gebote. Die Beweislast ist erdrückend. So wurde genau protokolliert, dass Egon T. aus A. am 08.06.2007 um 12:45:32 in H. die Gundelgasse mit seiner Frau entlanglief. Als ihm Frau G. entgegen kam hatte er noch in Anwesenheit seiner Gemahlin unsittliche Gedanken.

Ich denke Egon T. kann sich noch genau an den Tag erinnern. Neben weiteren Verfehlungen von Egon T. ist auch seine aktuelle Adresse in den German-Angst-Files enthalten, seine Sozialversicherungsnummer, sein aktueller Arbeitgeber. Ebenso die Bank, bei der er aktuell noch eine Darlehensschuld von 46.324,32 EUR hat.

Da ich nicht alleine diese Menge an Daten auswerten kann, habe ich beschlossen, die German-Angst-Files auch anderen Bloggern zur Verfügung zu stellen. Ebenso habe ich erwogen, dass diejenigen, die eine Veröffentlichung der Informationen nicht wünschen, gegen eine Bearbeitungsgebühr (dessen Höhe in der Handreichung „Ablasshandel 2.0“ noch näher bestimmt wird) sich freikaufen können.

Auch die Selbstläuterung ist ein erprobtes Mittel. Wer diesen Weg der Selbstanzeige wählt, soll als Kommentar zu diesem Beitrag seine Verfehlungen kundtun, dreimal die die zehn Gebote aufschreiben und zwei der Abschriften für die Schnitzeljagd beim nächsten Kindergeburtstag verwenden, damit unser Kulturgut weitergetragen wird.

Blogger, die an den German-Angst-Files interessiert sind, wählen das Reblogging dieses Beitrags als Interessenbekundung. Das Los entscheidet dann, wer welche Teile der German-Angst-Files bekommt, wenn überhaupt …

So, ich muss mich jetzt weiter um Erika kümmern, um diese einsame Seele in einem Land ohne Moral …

tenzer_andreas-kein_ereignis_ist_so_schrecklich_wie_die_angst_davor

… vor allem jedoch muss ich noch schnell ein Buch schreiben „Die German-Angst-Files: Die Geschichte einer weltweiten Enthüllung.“

Solange der Hype noch anhält, lässt sich damit leichtes Geld machen – zumal die 3.225 Seiten vollgeschwärzt sind (das ist dem hoch brisanten Material geschuldet), muss ich mir über den Inhalt keine Gedanken machen 😉

Die German-Angst-Files
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Ro!and
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Auf den Punkt zu bringen, wer man ist, fällt weitaus schwerer, als andere in eine Schublade zu stecken ;-) Im Kern bin ich freiheitsliebend, querdenkend und gerne auch mal (benimm-)regelverstoßend. Ansonsten ganz "normal".
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